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Finanzielle Einschränkung durch die Tivolibaustelle vom 25.01.2007
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Seite 34
IV 611/2006
FC Wacker Tirol, erhebliche Einschränkungen für den Trainings-und Spielbetrieb durch die Erweiterungs-und Rückbaumaßnahmen im Fußball-Stadion "Tivoli-Neu" für die Fußball-Europameisterschaft 2008 (EURO), Sondersubvention

 
Bgm.-Stellv.Dipl.-Ing. Sprenger (ÖVP):
Alle wissen, dass es der FC Wacker Tirol finanziell nicht ganz leicht hat und ich glaube, dass diese Sondersubvention ein nicht unangemessener Beitrag ist. So hat es zumindest die Mehrheit der Mitglieder des Ausschusses für Finanzen und Subventionen gesehen.

GR Hof (Die Grünen):
Ich möchte hier für die Fraktion Stimmenenthaltung anmelden. Das bezieht sich nicht auf die Förderung als solche, sondern weil wir auf die Gesamtlösung hinsichtlich des FC Wacker warten.
Wir hoffen und rechnen auch inzwischen damit, dass hier eine Lösung kommen wird. Deshalb werden wir uns freuen, wenn wir einer guten Gesamtlösung, die das Gesamtkonzept von FC Wacker Tirol umsetzen kann, hoffentlich zustimmen können.

Bgm. Zach (Für Innsbruck):
Jeder tut so wie er meint. Ich bedanke mich für diese Erklärung.

GR Gruber (ÖVP):
Ich danke unserer Fraktion sowie Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Platzgummer, dass die Sondersubvention 2006 für den FC Wacker Tirol positiv erledigt wurde. Auch hier ist die Schizophrenie der Innsbrucker Grünen wieder eindeutig erkennbar.
GR Hof hat zwar im Ausschuss für Finanzen und Subventionen wortreich seine Position erklärt, aber was mich ärgert ist diese "No-Na-Nit-Funktion". Wir haben Beispiele aus dem Bereich der Fans und aus dem Bereich der Fan-Vereine gehört. Die Innsbrucker Grünen sollten den Leuten ehrlich sagen, zu was sie stehen. Entweder Ihr seid dafür, dass der FC Wacker Tirol unterstützt wird oder Ihr seid dagegen.
Diese "No-Na-Verbindungen" immer nach dem Motto, dass ein Gesamtkonzept erstellt werden soll, obwohl die Innsbrucker Grünen genau wissen, dass ein solches Gesamtkonzept nicht die Stadt erstellen kann, sondern das der FC Wacker Tirol selbst machen muss, damit zu verbinden, zeigt ja nur, dass die Innsbrucker Grünen nicht entscheidungsfähig sind.
Die Frau Bürgermeisterin hat heute erwähnt, sie hätte keine Schuld, dass die Innsbrucker Grünen nicht in der Stadtregierung sind. Vielleicht haben andere Schuld daran, aber ich bin froh, dass es so ist, da man nicht in einer solchen Art und Weise, egal ob es den Sport oder andere Bereiche betrifft, Politik machen kann.(Beifall)

StR. Mag. Schwarzl (Die Grünen):
Nun zur Sache selbst: Der Akt über die Sondersubvention 2006 in der Höhe von € 100.000,-- für den FC Wacker Tirol war in der letzten Sitzung des Stadtsenates vor Weihnachten als Tischvorlage. Das war für mich einer der Hauptgründe, dass ich das nicht als Tischvorlage entscheiden konnte, sondern das eigentlich innerhalb der Vorbereitungsfrist vorgelegt hätte werden sollen.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich gesagt habe, dass der Weg, den FC Wacker Tirol eingeschlagen hat, wahrscheinlich der einzig gangbare Weg für einen Profifußballverein in Österreich ist. Anders ist Profifußball nicht zu bestreiten, nämlich mit dem stufenweisen Aufbau von unten nach oben, ohne das sinnlose Einkaufen von teuren Spielern und im Hinblick auf irgendwelche Champions-League-Fußballspiele, aus denen nichts wird und dann das passiert, was landauf, landab eintritt.
Uns ist nicht nur dieses sportliche Paket, sondern auch das wirtschaftliche wichtig, dass der FC Wacker Tirol die Möglichkeit hat, eigenwirtschaftlich im Sport- und Freizeitpark "Tivoli_Neu" zu arbeiten. Selbstverständlich hat diesbezüglich die Stadt Innsbruck mitzureden, da sie zur Hälfte Eigentümerin der Olympia-Sport-und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) ist.
Ich halte es für ziemlich bemerkenswert, dass ich nach Weihnachten von einem Mitverantwortlichen der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) ein E-Mail bekommen, habe, in dem ihm zugetragen wurde - dies kann nur ein Mitglied des Stadtsenates gewesen, sein -, dass ich gegen die Subvention gestimmt hätte. Ich habe diesem meine Mitschrift aus der Sitzung des Stadtsenates zugesandt und ihm erklärt, was wirklich in der Sitzung des Stadtsenates gewesen, ist. Ich finde es schon bemerkenswert, welche Informationen über die Innsbrucker Grünen und ihr Stimmverhalten weitergegeben werden, die jedoch mit der Tatsache nichts zu tun haben.

GR Haller (Für Innsbruck):
Diese Wortmeldung und diese Stimmenthaltung passt wieder sehr gut ins Bild der Innsbrucker Grünen. Das ist für mich einfach beschämend.
Was hat diese Subvention mit einem Gesamtkonzept des FC Wacker Tirol zu tun? Gar nichts! Hier eine Brücke zu bauen, dass sie der Subvention zustimmen würden, wenn es ein Gesamtkonzept gäbe, ist sagenhaft.
In diesem Akt steht klipp und klar, für was der Betrag in der Höhe von € 100.000,-- vorgesehen ist. Man müsste sich diesen Akt nur einmal durchlesen. Dieser Betrag hat schlicht und ergreifend mit der Umstrukturierung zu tun, die der FC Wacker Tirol aufgrund des Umbaus vornehmen musste. Durch diesen Umbau sind erhöhte Sicherheitsaufwendungen entstanden. Diesbezüglich hätte man zu den Verantwortlichen gehen und sich erkundigen können. Das alles steht klipp und klar im Akt.
Wenn das jetzt so hingestellt wird, als wäre die Stadt Innsbruck nicht fähig ein Konzept zu erarbeiten und deshalb wird dieser Subvention nicht zugestimmt, so ist das für mich beschämend. Das passt aber zu den Innsbrucker Grünen.

GR Hof (Die Grünen):
Zur Klarstellung! Was hat die Subvention mit dem Gesamtkonzept zu tun? Wenn die Subvention nichts mit einem Gesamtkonzept zu tun hätte, dann wäre sie uns nämlich tatsächlich zu wenig. Wir waren natürlich beim FC Wacker Tirol und haben uns die Zahlen besorgt.
Uns geht es darum, dass der FC Wacker Tirol nachhaltig selbst in einem sauberen Umfeld, zu dem auch die Stadt Innsbruck etwas beiträgt, wirtschaften kann. Wozu machen wir denn sonst Sportpolitik?
Jetzt zu sagen, dass die Stadt Innsbruck für den FC Wacker Tirol kein Konzept erstellen kann, so stimmt das natürlich, aber das lenkt eigentlich wieder vom eigentlichen Problem ab. Der FC Wacker Tirol kann sein Konzept ohne die Stadt Innsbruck nämlich auch nicht machen.
Es geht darum, dass wir - ich bin frohen Mutes, dass wir das auch in der nächsten Sitzung beschließen werden, denn nachher wäre es wohl zu spät-, tatsächlich ein Gesamtkonzept für den FC Wacker Tirol haben werden bzw. dass die Stadt Innsbruck alles dafür tut, dass der FC Wacker Tirol überleben und selber wirtschaften kann. Wahrscheinlich würde das auch für die Stadt Innsbruck mittel-bzw. Langfristig einen finanziellen Vorteil bringen, auch wenn es einmal Investitionen geben kann
Der Antrag für diese Subvention ist den Migliedern des Stadtsenates relativ kurzfristig vorgelegt worden. Die Diskussion über das Gesamtkonzept von FC Wacker Tirol ist ja nicht neu, denn wir reden schon seit Monaten darüber. Wem läuft denn der Präsident des FC Wacker Tirol schon seit Monaten nach? Unter anderem auch uns als politisch Verantwortliche, weil er sein Konzept erstellen möchte und dafür die Rahmenbedingungen braucht. Diese Rahmenbedingungen sollten wir ihm bieten. Darauf warten wir jetzt.
Den Betrag von € 100.000,-- als Abgeltung für die erhöhten Security-Aufwände durch den Umbau des Sport- und Freizeitparks "Tivoli-Neu" ist ein Tropfen auf den heißen Stein bzw. eine Einmalzahlung. Das ist kein nachhaltiges Konzept. So sollte, unserer Meinung nach, Sportförderungspolitik nicht aussehen.

GR Mag. Kogler (Liberales Innsbruck):
Frau Bürgermeisterin, sehr geschätzter GR Hof! Ich stimme mit dir vollkommen überein, dass der FC Wacker Tirol richtig wirtschaften können muß. Das ist mit dieser Subvention verknüpft.
Ich bin auch immer hinsichtlich des Profisports sehr kritisch. Was wir von der Gemeinde tun können, ist die Infrastruktur zu Verfügung zu stellen, Die Infrastruktur muss passen, aber wenn diese durch den Auf- und Abbau des Sport- und Freizeitparks "Tivoli Neu" nicht passt, dann ist für uns dieser Wirtschaftsbetrieb eingeschränkt. Deshalb müssen wir entsprechend danach trachten, dass der FC Wacker Tirol Unterstützung bekommt.
So ist diese Subvention auch zu verstehen. Ein nachhaltiges Konzept ist zwar wesentlich, aber jetzt geht es um die Sondersubvention 2006. Wir sehen das nicht als Unterstützung des Profisports, sondern als Unterstützung der Rahmenbedingungen für den Wirtschaftsverein FC Wacker Tirol.
Man kann nie genug Mittel haben, aber primär sollen wir die Mittel für den Nachwuchssport einsetzen.
Das ist unsere Zielsetzung und wir betrachten diese Subvention als Wirtschaftsförderung. Ich hoffe, dass sich GR Hof dahingehend anschließen kann.

GR Grünbacher (SPÖ):
An und für sich wollte ich das auf das realpolitische begrenzen, aber einen kleinen Ausflug muss ich schon machen. Ich glaube, wenn morgen in der Stadt Innsbruck ein Molekularbiologie-Kongress stattfinden würde, würden die Innsbrucker Grünen den Molekularbiologen erklären, wo der Hammer hängt. Es gibt wenig, worüber die Innsbrucker Grünen nicht besser als jeder andere auf der Welt Bescheid wissen.
Die gesamte Geschichte ist ganz wesentlich. Der FC Wacker Tirol ist vom Konzept und von der Ideologie her, in ganz Österreich ein Vorbild. Wir müssen schauen, dass wir für den FC Wacker Tirol Rahmenbedingungen schaffen.
Es wird auch mit der SPÖ nicht zu machen sein, permanent den Profisport zu subventionieren. Das will aber auch niemand, wenn man Rahmenbedingungen schafft. Das ist eine Konzeption, die nicht nur bei uns, sondern auch beim FC Wacker Tirol liegt.
GR Hof weiß genau, dass diese Eigenwirtschaftlichkeit derzeit vertraglich gar nicht möglich sein kann.
(GR Federspiel: Der Betrag in der Höhe von € 100.000,-- ist auch zu wenig.)
Hör mir zu und staune! Es geht jetzt, GR Federspiel, nicht um die € 100.000,--, sondern um die Konzeption.
Die Problematik ist Folgende. Es geht um den Betrieb der Eigenwirtschaftlichkeit bzw. auch um die Verträge, die mit der Catering-Firma usw. gemacht wurden. Dass dies jetzt nicht möglich ist, ist klar. Wir haben diesbezüglich alle mit denselben Menschen vom FC Wacker Tirol gesprochen. Wir kennen die Vergleiche mit dem FC Pasching usw., nur muss das rechtlich möglich sein. Derzeit ist das aber nicht möglich.
Die zweite Geschichte ist, dass jetzt eine Mindereinnahme durch den Umbau des Sport- und Freizeitparks "Tivoli Neu" zu Stande gekommen ist, die man abfedern muss. Ich bin froh, dass das jetzt eine Einmalgeschichte ist.
Das Ziel muss sein, die Infrastruktur so zur Verfügung zu stellen, dass der FC Wacker Tirol spielen kann. Allerdings möchte ich schon eine Definition der Infrastruktur haben, weil Leitungskosten, Schiedsrichtergebühren, VIP-Kosten nur im Kostenbereich und nicht im Ertragsbereich anzusetzen sind. Das heißt, man muss Gleiches mit Gleichem vergleichen, damit man klar sagen kann, wie es aussieht.
Der SPÖ ist es wichtig, dass man den FC Wacker Tirol nicht isoliert sehen kann. Es gibt viele Vereine, die User in der Olympia-Sport - und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) sind. Diese muss man, schon aus Gerechtigkeitsgründen, zumindest gleich behandeln. Ob das jetzt monetär mehr oder weniger kostet, ist eine völlig andere Geschichte.
Man kann nicht sagen, dass es jetzt opportun ist, den FC Wacker Tirol zu finanzieren. Es gibt kleine Vereine, die genauso Kosten haben, wie zum Beispiel im Eisbereich, und prozentuell lange nicht das zurückbekommen, was andere Vereine bekommen.
Es ist ein ganz wesentlicher Punkt, konzeptionell darüber nachzudenken, wie diese Abrechnung und Querfinanzierung in der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) stattzufinden hat. Das ist ein sehr wesentlicher und interessanter Punkt.
Eines teile ich mit meinem Vorredner und zwar, dass das wenig mit Sportförderung, sonder mehr mit Wirtschaftsförderung zu tun hat. Man könnte sich sogar überlegen, ob man diese Kosten nicht irgendwann mittelfristig in die Innsbrucker Immobilien GesmbH & Co KEG (IIG) auslagern sollte.
Wichtig ist uns das Bekenntnis zum FC Wacker Tirol, das Bekenntnis auch zur Ideologie, welche dieser Verein vertritt und eine momentane Hilfestellung zu leisten. Deshalb stimmen wir hier als ersten Schritt gerne zu, wollen aber natürlich weiterhelfen und das geht nur strukturell, worüber noch Gespräche geführt werden müssen. (Beifall)

Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Platzgummer (Für Innsbruck):
Im vorliegenden Antrag steht eindeutig geschrieben, dass es aufgrund verschiedener Umbaumaßnahmen im Sport- und Freizeitpark "Tivoli-Neu" und dadurch notwendiger struktureller Veränderungen bei der Abführung von Spielen bis hin zu anderen Einteilungen der Sicherheitsaufgaben, zu erhöhten Kosten gekommen ist.
Deshalb soll der Wacker Tirol eine Sondersubvention in einer einmaligen Art und Weise erhalten. Dies Subvention ist meiner Ansicht nach mehr als sinnvoll und richtig. Das zeigt eigentlich diesen
"Ja/Nein-Kurs" oder "wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass" der Innsbrucker Grünen auf. Man kann nicht sagen, dass wir dem heute nicht zustimmen, weil man ein Gesamtkonzept haben will und sich gleichzeitig erwarten, dass innerhalb weniger Wochen ein Gesamtkonzept erarbeitet ist, wo dann im Lizenzierungsverfahren, das jetzt im Feber stattfinden wird, das Geld fehlt. So kann es nicht gehen.
Im Feber 2007 hat der FC Wacker Tirol ein Lizenzierungsverfahren, wo sich herausstellen wird, ob er die Lizenzen entsprechend erhält bzw. was er tun muss..
Ich glaube, man kann hier nicht sagen, dass wir das auf die lange Bank schieben sollen, da ein Gesamtkonzept erstellt werden muss. Ich bin aber auch der Meinung, dass ein solches Gesamtkonzept eine wichtige Sache ist. Nur ein Profi-und Wirtschaftsbetrieb muss von sich auch ein solches Konzept entwerfen und verfolgen.
Es kann nicht die Aufgabe der Stadt Innsbruck bzw. der öffentlichen Hand sein, für einen Profibetrieb ein Gesamtkonzept zu entwickeln und das dann möglicherweise noch umzusetzen. Deshalb muss das der FC Wacker Tirol von sich aus tun. Ich war der Erste, der im Juni des vergangenen Jahres diese Idee aufgegriffen hat. Ich habe angeboten, dass ich gerne bereit bin, mich in einer Arbeitsgruppe, die im Gemeinderat zu bilden wäre, einzubringen, dort mitzuwirken und zu versuchen, alle meine Ideen allenfalls zu verwirklichen.
Eine solche Arbeitsgruppe wurde bis jetzt vom FC Wacker Tirol nicht eingesetzt. Gerade heute wurde ich am Vormittag zu einem Gespräch bei Landeshauptmann-Stellvertreter Hannes Gschwendtner gemeinsam mit Landesrat Mag. Bodner und dem Obmann des FC Wacker Tirol, Ing. Stocker sowie mit dem Finanzreferenten des FC Wacker Tirol, Dr. Winkler, eingeladen, wo wir über verschiedene Dinge gesprochen haben.
Es steht außer Zweifel, dass das Gesamtkonzept über den FC Wacker Tirol laufen muss. Auch steht außer Zweifel, dass ich bereit bin, mich dort, wo ich einen sinnvollen Beitrag leisten kann, in diese Arbeit einzubringen.
Ich warne davor zu meinen, dass die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) einfach mehr Leistungen für den FC Wacker Tirol zulassen und selbst auf Einnahmen in diesem Bereich verzichten soll. Dann bekommt aber wieder aus der Sicht der Innsbrucker Grünen die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) eine auf den Deckel, wenn sie einen erhöhten Abgang schreibt.
Das ist ja nicht möglich. Man kann nicht eine solche Schere auftun, indem man sagt, entweder wir "hauen" auf die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum GesmbH (OSVI) oder wir "hauen" auf andere, weil sie kein Gesamtkonzept gemacht haben. Ich glaube, wir müssen uns hier schon mit der notwendigen Seriosität den Dingen zuwenden und sie bearbeiten.
Wir haben heute zum Beispiel bei Landeshauptmann.Stellvertreter Hannes Gschwendtner vereinbart, dass auf Ebene des Landesrates Mag. Bodner - dieser hat sich dazu bereiterklärt - eine Arbeitsgruppe diese Angelegenheit durchforstet und gemeinsam mit der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) bearbeitet. Diese Arbeitsgruppe wird hier nach Möglichkeiten suchen.
Wenn es Möglichkeiten gibt, werden wir darüber zu entscheiden haben, ob wir einerseits über die Olympia-Sport - und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) eine gewisse Subventionierung - in welcher Art auch immer - betreiben können, indem wir vielleicht Werbeflächen für den FC Wacker Tirol oder in anderer Weise zur Verfügung stellen. Oder ob wir sagen, dass der Abgang der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) zu hoch ist, wir diesen senken müssen und daher nicht irgendwelche weiter Gaben geben können.
Alle Mitglieder des Gemeinderates wissen, dass wir uns ohnehin im Budget für den FC Wacker Tirol stark strapazieren. Ich glaube, so einfach ist es und daraus etwas anderes zu machen, ist der Sache tatsächlich nicht hilfreich. Wir wollen einen Leitbetrieb im Fußball haben, der in der ersten Liga spielen kann, sodass wir einen entsprechenden Magneten auch für unsere Jugend haben, die in ihrer ganzen Fußballausbildung darauf abzielt, irgendwann einmal bei einem solchen Verein zu spielen. Wir haben fast in jedem Dorf in Tirol entsprechende Fußballvereine, wo Jugendliche ausgebildet werden.
Dieser Leitbetrieb tut uns gut und deshalb werden wir natürlich dafür eintreten. Alles andere wäre Humbug, wenn man uns unterstellen würde. Dass wir nicht dafür eintreten, dass der FC Wacker Tirol nicht eine entsprechende Zukunftsaussicht hat. Nur der Verein muss das als Profibetrieb selbst machen und wir bringen uns so gut wie möglich ein. Das werden wir verlässlich tun.
Diese Sondersubvention, über die wir heute entscheiden, dient tatsächlich zur Abdeckung von erhöhten Sicherheitskosten, wie ich bereits einleitend ausgeführt habe. Das hat mit der anderen Gestion eigentlich noch nichts zu tun, denn daran würde viel mehr hängen. Hinsichtlich der Fußballausbildung für Kinder und Jugendliche stellt sich insgesamt die Frage, wer für diese dann verantwortlich ist, ob man sie einem Verein in die Hände legt oder ob das der Tiroler Fußballverband sein kann usw. Hier geht es auch um Themen, wie die Vereinbarung mit Wattens aussieht, welche Gelder fließen und welche Gelder notwendig sind, um vielleicht andere Submannschaften überall zu bedienen.
Damit hängt viel mehr zusammen, als immer nur von einem Gesamtkonzept zu sprechen. Einmal habe ich gehört, dass es besser wäre, wenn beim Sport- und Freizeitpark "Tivoli-Neu" ein "Würstelstandl" stehen würde, sodass man nach dem Fußballspiel besser feiern kann. Das hat jedoch mit einem Gesamtkonzept wenig zu tun, denn hier geht es schon um ganz andere Dinge.
Natürlich sollte irgendwie die Chance bestehen, dass die Zuschauerinnen bzw. Zuschauer nach einem Fußballspiel beim Sport- und Freizeitpark "Tivoli-Neu" bleiben und feiern können. Solche Dinge gehören natürlich angedacht bzw. überlegt, dem man sicherlich nachkommen wird. Ich denke, dass man dann zu einem Ergebnis kommen wird.
Bei dem Betrag in der Höhe von € 100.00,--, der jetzt zur Entscheidung heransteht, zu sagen, dass man sich der Stimme enthält, ist halbherzig. Das heißt nichts anderes, als dass man jetzt dem FC Wacker Tirol die € 100.000,-- nicht geben möchte. Wenn man sich der Stimme enthält kann man aber auch dagegen stimmen.

 

Beschluß: (einstimmig, bei Stimmenthaltung GRÜNE; 5 Stimmen):
Die Sondersubvention für den FC Wacker Tirol zu Vp. 2/925000+859100 in der Höhe von
€ 100.000,-- wird genehmigt.