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Subventionsanträge des Sportausschusses vom 27.03.2008
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16.6 V 3067/2008
HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck - Die Haie, allgemeine Vereinsförderung

GR Hof (Die Grünen):
Allgemeine Vereinsförderung lautet der Antrag mit € 116.500,--, dazu kommen noch ein paar kleinere Beträge für konkrete Projekte, denen ich sehr gerne zustimmen kann. Aber einen Betrag in der Höhe von € 116.500,-- an einen Verein, der für mich schon sehr stark in Richtung eines Wirtschaftsbetriebes geht, zu geben, ist für mich noch schwerer verständlich, als im Jahr 2006 noch eine Subvention in der Höhe von € 45.000,-- gewährt worden ist. Im Jahr 2007 wurden € 90.000,-- an Subventionen gewährt.
GR Haller wird vielleicht aufklären, dass es dabei auch ganz maßgeblich um die Betriebskosten der Universitätssportanlage Innsbruck (USI) geht. Es bleibt trotz allem für mich noch übrig, dass laut Antrag des HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck - Die Haie, das Land Tirol € 49.000,-- bezahlt. Es ist für mich ein Missverhältnis, wenn das Land Tirol € 49.000,-- bezahlt und wir € 116.500,-- geben. Aber, wenn sich das noch aufklären lässt, dann lasse ich mich gerne überzeugen.

 
GR Grünbacher (SPÖ):
Ich bin schon etwas über die Argumentationen erstaunt. Ich möchte doch zwei Sachen darlegen: Ich bin nicht Vereinsfunktionär beim HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck - Die Haie, aber eines ist schon klar, dass die Subvention in der Höhe von € 116.000,-- ein Teil einer Zusage zwischen Land Tirol und Stadt Innsbruck ist, die die Infrastrukturkosten der Halle betrifft. Wenn nur Kinder und keine Profis spielen würden, wäre es genauso teuer, weil die Hallenkosten anfallen. Nur weil dieser Verein nicht Boccia spielt, kann man dem Verein keinen Vorwurf machen, weil die Eiszeiten teurer sind. Die völlige Inkonsistenz, GR Hof, in deiner Argumentation ist bei den Swarco Raiders Tirol, die ich sehr schätze, zu sagen, dass diese Infrastrukturkosten haben, auch wenn sie im gleichen Stadion wie der FC Wacker Innsbruck spielen, bei dem aber argumentiert wird, dass das andere Kosten sind. Das Spiel kostet im gleichen Stadion gleich viel, ob Fußball oder Football gespielt wird. Entweder wir bekennen uns dazu, dass wir die Infrastruktur zur Verfügung stellen - wir haben immer gesagt, dass wir den Spitzensport nicht direkt über "Kohle" fördern - oder nicht. Über die Infrastruktur gab es bis jetzt immer einen breiten Konsens. Ich bin über die Argumentation entsetzt, die hier stattfindet. Es war ein breiter Konsens vorhanden, dass wir gesagt haben, dass wir bei den Hallenkosten etwas tun müssen. Wir müssen auch bei den Stadionkosten etwas tun, weil das sonst nicht machbar ist. Hier zu sagen, alles was Profi ist, soll sich selber finanzieren, dazu möchte ich grundsätzlich sagen, dass das kein Profisport ist. Ein Profisport ist es dann, wenn sich ein Verein so trägt, dass das bis zu den Kleinen herunter geht. Das kann sich keiner leisten. Es gibt wenig Vereine, die insgesamt mit der Nachwuchsarbeit positiv bilanzieren. Diese Vereine haben eigene Stadien und ganz andere Dinge.
Wenn man den Nachwuchs haben will, dann benötigen wir den Spitzensport und wir geben keine "Kohle" dafür. Die Landessubvention in der Höhe von € 1,6 Mio ist eine völlig andere Geschichte, denn wir haben von der Stadt Innsbruck nichts gegeben. Gott sei Dank bauen wir den Paschbergplatz. GR Hof, lies in den letzten Jahren meine Wortmeldungen nach, denn es fehlen uns in der Stadt Innsbruck vier Fußballplätze. Wenn der FC Wacker Innsbruck diesen Platz nutzt, dann ist mir das sehr recht. Es ist mir sehr recht, dass Tausende Leute Fußball oder Eishockey zuschauen gehen.
Es ist toll, wenn Kinder Sport betreiben. Kinder, die Fußball spielen, haben Idole. Die Idole spielen nicht Boccia, sondern Fußball und diese wollen in einer hohen Liga spielen. Das mindeste, was wir tun können, ist, diesen Vereinen angemessene Stadiengebühren zu verrechnen.

GR Haller (Für Innsbruck):
Ich bin direkt angesprochen worden, weil ich in dem Verein HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck - Die Haie tätig bin. Ich muss etwas klar stellen und zwar so, dass man das auch ein bisschen begreift. Der HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck - Die Haie besteht so wie viele andere Vereine nicht nur aus der Kampfmannschaft.
Die Jugendarbeit bringt uns ohne Eiskosten und ohne Kabinenkosten € 230.000,--. Wir haben auch Mitgliedsbeträge von zirka € 35.000,--. Der Rest wird über den Abgang der Kampfmannschaft finanziert, nicht dass jemand meint, dass von dem Betrag von € 116.000,-- auch nur ein Cent einfließen würde. Wir haben acht Nachwuchsmannschaften, eine Laufschule mit 30 bis 50 Schülerinnen und Schülern, am Anfang ein wenig mehr und dann brechen welche auf Grund von schulischen Problemen usw. weg. Wir haben die U 10, die U 12, U 14, U 17 und die U 20. Wir haben auch noch die Eliteliga. Wir haben acht Betreuer und acht Trainer ehrenamtlich. Die Trainer bekommen einen kleinen Ausgleich von € 2.000,-- im Jahr.
Es gibt zwei hauptamtliche internationale finnische Trainer, weil man ansonsten keine qualitätsvolle Nachwuchsarbeit machen kann. Zum Vergleich: Eine Kampfmannschaft besteht aus 25 Spieler, 15 Betreuer, Trainer, Zeugwarte und Ärzte, nur dass man einmal das Verhältnis sieht. Was bieten wir den jungen Burschen und auch den jungen Mädchen? Zirka 1.000 Sommertrainingsstunden wie Trocken- und Krafttraining.
1.000 Trainingsstunden im Winter, 110 Heimspiele im Winter, sieben große Heimturniere, 110 Auswärtsspiele, die wir mit den Bussen besuchen müssen und dort ist auch eine Übernachtung notwendig, sowie sieben Auswärtsturniere. Der Erfolg des Nachwuchses kann sich sehen lassen. Wir haben beim HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck - Die Haie zirka 25 Nationalspieler. Das Doppelte ist noch im Tiroler Kader. Ganz stolz sind wir darauf, dass wir zwei Nachwuchsspieler in den finnischen ersten Ligen haben. In der U 20 in Finnland haben wir zwei Verteidiger. Man muss schon ein bisschen eine Vorstellung haben, was sich dort abspielt.
Sechs Verteidiger sind in einer Mannschaft, die mit 24 Verteidigern um diesen Platz kämpfen. Diese sind Stammspieler.
Drei ehemalige Nachwuchsspieler sind jetzt in der Erste-Bank-Liga, zwei in Graz und einer in Wien. Wir haben zirka vier bis sechs in der Kampfmannschaft. Dass diese nicht sehr viel spielen, ist relativ leicht erklärt. Der Sprung von der U 20 in die Kampfmannschaft ist bei dieser Spielstärke, die zur Zeit die österreichische Eishockeyliga hat, zu groß. Ich weiß schon, dass uns das Villach vormacht, denn dort werden immer wieder Spieler hinein gebracht. Auch Salzburg spielt noch in der Nationalliga mit der U 20 und Villach spielt in der Karawankenliga, also in einer Erwachsenenliga, wo diese gefordert werden. Das kostet in etwa - wir haben uns das ausgerechnet, denn wir wollten in der Nationalliga spielen - mit dem Nachwuchs zirka € 300.000,-- bis € 350.000,--, wenn wir im Mittelfeld einigermaßen mithalten wollen. Wir spielen in der Elite-Liga.
Warum kommen so wenige nach oben? Das hat schulische Gründe. Die Kinder sind in der Schule den Doppelbelastungen einfach nicht gewachsen. Vielleicht fehlt auch das Talent, dann ist es so. Berufliche Grundausbildung geht hier vor, denn es kann sich nicht jeder Familienvater leisten, dass sein Nachwuchs Eishockeyprofi wird, den er finanziert. Verzicht ist dabei ein großes Thema, denn
die Kinder müssen sehr viel auf die Freizeit verzichten. Am Wochenende sind die Kinder am Weg. Der Zeitaufwand ist gewaltig und auch das finanzielle Risiko der Familien, das kann sich nicht jeder leisten.
Ich darf noch ganz kurz ausführen, wie das abläuft: U 8 spielt nur Turniere, keine Wertung und das ist Breitensport. U 10 spielt nur Turniere, keine Wertung. Ab der U 12 werden Meisterschaften gespielt - zweiter Platz in der Österreichischen Meisterschaft, das ist ein ganz gewaltiger Erfolg. U 14 - Österreichischer Meister, das war dieses Jahr ein sensationeller Erfolg. Wir sind dort sehr stark. Die U 17 ist Vierter geworden. Die U 20 ist Fünfter geworden. Die Elite-Liga war die einzige Mannschaft in Tirol, die ohne Ausländer gegen andere Mannschaften gespielt hat. Diese sind um einen Punkt nicht in das Play-Off gekommen. Das war einfach Pech.
Wofür geben wir noch Geld aus? Die Nationalspieler, die Jugendnationalspieler und die U 11 waren in Budapest mit sieben Spielern, wo wir die Fahrten natürlich zahlen müssen. Die U 12 war in Lustenau, das war billig, denn es nahmen nur vier teil. In Kloten war nur ein Teilnehmer. Das U 13 Turnier fand in Bosten statt und Ihr könnt euch vorstellen, dass das für vier Spieler nicht so billig war. Die U 14 hat in Quebec mit zwei Spielern gespielt. In Kufstein beim Kufstein-Cup mit den Nationalspielern gab es in den U 16 nur einen Teilnehmer. In Ostrau waren bei der U 15 zwei Spieler. Beim Challenge Cup in Prag gab es zwei Spieler bei der U 15. Es gab dann noch ein Turnier der U 15 in Ostrau mit sechs Spielern. Die U 18 hat in Plate mit zwei Spielern gespielt.
So wird das Geld ausgegeben. Ich lasse gerne die Klubobleute GR Wanker und GR Grünbacher die Bilanz ansehen, damit habe ich kein Problem. Aber, die Innsbrucker Grünen sollen mir nicht böse sein, denn Ihnen zeige ich diese ganz sicher nicht, denn ich habe die Vertrauenswürdigkeit in letzter Zeit nicht gerade wahnsinnig hoch gefunden.

 

GR Hof (Die Grünen):
Ich glaube, dass mir GR Grünbacher nicht genau zugehört hat, weil du meine Argumente über die Positionen vermischt hast. Ein Betrag von € 1,6 Mio von uns oder von Seiten des Landes Tirol ist nicht etwas, womit unser Sportplatz - man hat es im Herbst gelesen - etwas zu tun hat. Das hat der Landeshauptmann auf einer Pressekonferenz gesagt, dass das der Beitrag der Stadt Innsbruck ist, dass wir einen Trainingsplatz bauen. Natürlich hat das damit etwas zu tun. Ich sage, dass ich schon grundsätzlich größte Probleme gegen den Betrag von € 130.000,-- habe, aber vor dem Hintergrund, dass gerade € 1,6 Mio an öffentlichen Geldern geflossen sind, stimme ich nicht zu. Es geht mir nicht um den sportlichen Erfolg, ob das klappt oder nicht, obwohl ich sehr gerne zu Spielen des FC Wacker Innsbruck gehe. Was ist mit dem Betrag von € 1,6 Mio und mit dem Spielraum, den man durch diese Entschuldung bekommen hat, passiert? Es wurden neue Spieler gekauft, man hat dem Faneinfluss zurückgedrängt und man hat, wie man hört, die Jugendarbeit aus dem Verein zurückgedrängt. Das halte ich nicht für unterstützenswert und schon gar nicht in einem Ausmaß von € 130.000,-- aus Steuergeldern.
GR Haller danke ich sehr für seine Darstellung der Leistungen des HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck - Die Haie. Ich stelle das auch nicht in Frage. Trotz allem hätte ich gerne gewusst und es würde mich sehr interessieren, wie die Bilanz aussieht, das wäre ein interessanter Hintergrund. Beim FC Wacker Innsbruck habe ich die Bilanz gesehen und Ing. Gerhard Stocker ist deshalb auch nicht gestorben. Dort habe ich in die Buchhaltung einsehen können, aber bei euch geht das nicht.
Es sind meiner Meinung nach schon zu viele Funktionäre in der Sportpolitik in der Stadt Innsbruck tätig und zwar interessanterweise oft von den Vereinen, die am meisten Subventionen bekommen. Ich sage nicht, dass das zusammenhängt, sondern ich spreche die größeren Vereine an. Lieber GR Kaufmann, zur Größenordnung kann ich gerne jedem empfehlen nachzusehen. Wir haben einen Betrag von € 130.000,-- beim FC Wacker Innsbruck, wir haben einen Betrag von € 116.500,-- beim HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck - Die Haie. Die Vereine sind bekannt und noch bekannter seit der Rede meines Vormannes. Wer nachsehen möchte, vielleicht kann es jemand GR Kaufmann ausrichten, aber er wird es auch wissen, wie viel der Sportverein im Olympischen Dorf bekommt und um wie viel auch angesucht hat. Ansonsten habe ich mir noch folgende Beispiele herausgesucht: Rugby ist auch eine Trendsportart. Der Tiroler Rugby Klub hat um € 7.460,-- angesucht und hat € 1.200,-- bekommen. Das betrifft nicht den Verband, denn dieser bekommt nur ein paar Hundert Euro. Women's Rugby Klub hat um € 590,-- angesucht und erhält eine Subvention in der Höhe von € 250,--. Die Damen Volleyball Akademie Innsbruck - Tirol - Volleyball ist auch ein klassischer Damensport, natürlich nicht nur - hat um eine Subvention in der Höhe von € 10.000,-- angesucht und hat € 1.200,-- bekommen. Das sind die Größenordnungen, die wir im Sportausschuss haben.
Das sind die Größenordnungen, wo ich glaube, dass die Menschen schon verstehen, dass ich ein Problem mit sechsstelligen Förderungen an Bundesligaklubs in recht medienwirksamen Bereichen habe.

GR Grünbacher (SPÖ): Ich bin nicht Funktionär des FC Wacker Innsbruck und des HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck - Die Haie, aber ich finde es wirklich eine "Sauerei". Auch wenn ich mir jetzt einen Ordnungsruf einfange, dann habe ich diesen verdient.

Bgm.-Stellv. Dipl.-Ing. Sprenger (ÖVP):
Bitte halte Dich mit solchen Kraftausdrücken zurück.

GR Grünbacher (SPÖ):
Es ist wirklich nicht in Ordnung, in diesem Gremium zu sagen, dass sich jene Funktionäre, die sich für ihre Vereine engagieren, des Stadtsäckels bedienen. Das ist nicht in Ordnung.
(Bgm.-Stellv. Dipl.-Ing. Sprenger: So hat es GR Hof nicht gesagt.)
Zufällig bekommen diese Vereine am meisten Subventionen hat GR Hof gesagt.
Das ist unterschwellig und letztklassig. Das hast du dir auch nicht verdient Martin. Es ist bezeichnet, dass wieder Äpfel mit Birnen vermischt werden. Man kann keine Subventionen von Vereinen mitrechnen, die die Hallen sowieso über die Direktzahlungen mit Vereinen bekommen, die für die Kosten aufkommen müssen. Bei jedem Hallenverein, übrigens auch die Damen Volleyball Akademie, in dessen Vorstand ich dankenswerterweise bin, geht es sich gut aus, weil die Hallenkosten refundiert werden. Wir haben das durch Einsparungen in anderen Bereichen geschafft. Wir haben das Angebot gekürzt. Das müssen wir tun. Daher gehen wir nicht in zwanzig Schulen, sondern nur in zehn Schulen. Sportpolitik ist Gesellschaftspolitik. Wenn es eure Politik ist GR Hof, dass Ihr nichts wisst, weil Ihr nicht mitreden dürft und auch keine Verantwortung wollt, dann sage ich euch, dass Ihr keine Ahnung von den gesellschaftlichen Vorgängen habt, die es im Sport gibt. Nirgends sind so viel Menschen direkt oder indirekt wie im Sport betroffen. Ich sage euch das. Wir haben über 30.000 betroffene Menschen. Wenn man die Eltern und engagierten Angehörigen mitnimmt, haben wir eine satte absolute Mehrheit. Das ist übrigens jene Mehrheit, die die Innsbrucker Grünen benötigen, um hier mitreden zu können, nämlich 21 Mandate. Davor werdet Ihr, wenn Ihr so weiter macht, mit uns sicher nicht rechnen können.

GR Dr. Waibel (ÖVP):
Vielleicht ist das Problem der Innsbrucker Grünen generell darauf zurückzuführen, dass sie aus ideologischen Gründen eigentlich jede Ehrenamtlichkeit ablehnen. Dann kann ich nicht unbedingt über Vereine sprechen. Man kann dann auch nicht mit Vereinen sprechen, weil diese mit mir gar nicht sprechen, weil man nicht nachvollziehen kann, worum es geht. Ich kann mich gut an Gespräche von LAbg. Willi zu Zeiten des Wahlkampfes erinnern, wo er immer erklärt hat, wofür man zahlen, was alles hauptamtlich gemacht und wofür man doch alles Geld haben muss, denn wir sind so reich. Wahrscheinlich ist persönliches Engagement etwas, bei dem sich die Innsbrucker Grünen einfach schwer tun, das nachzuvollziehen.

GR Mag. Schindl-Helldrich (Die Grünen):
Trotz fortgeschrittener Zeit muss ich auch noch einen Satz dazu sagen. Es ist leider StRin Mag.a Oppitz-Plörer nicht mehr im Saal, die zuerst in unsere Richtung geschrieen hat, dass wir in keinem Verein keinerlei Verantwortung übernehmen wollen. Jetzt kommt von GRin Dr.in Waibel etwas Ähnliches. Ich muss jetzt einfach einmal sagen, dass man sich mit den persönlichen untergriffigen Dingen zurückhalten soll. Ich bin nirgends dafür, dass das passiert, aber das ist echt stark. Ich glaube, dass jeder von euch weiß, dass es in unserer Fraktion eine Menge Leute gibt, die sich in unterschiedlichsten Vereinen, Bürgerinitiativen und Zusammenhängen extrem viel persönlich unentgeltlich einsetzen. Ich bin nicht dafür, dass man professionelles Arbeiten auf das Ehrenamt umlegt.
Trotzdem ist es in Österreich so, ob im Sozial-, im Kultur- oder im Sportbereich, diese funktionieren nicht ohne Ehrenamtliche. Das ist so. Jeder, der sich in irgendeinem Verein engagiert, tut das ehrenamtlich und das tun wir genauso wie Ihr alle.

GR Mag. Kogler (Liberales Innsbruck):
Zu GR Hof möchte ich wegen der Kurzfristigkeit der Einladung mit den Akten replizieren. Ich kann das nachvollziehen. Das ist aber darauf zurück zu führen, dass der Amtsvorstand erkrankt war. Das ist sicher im Hinblick darauf, dass es bei der ersten Sitzung des Sportausschusses so eine Fülle von Akten gegeben hat, nicht befriedigend. Es sind oft nicht alle Akten vorhanden, aber vielleicht könnte man das sukzessive in Angriff nehmen, dass die Akten früher zur Einsicht vorliegen. Es ist sehr viel mit den Begründungen der Vereine, warum sie um eine Subvention ansuchen, verbessert worden. Es hat sich oft so eingeschlichen, dass nicht alles angegeben wird. Wenn wir aber nachfragen, haben wir bis jetzt alles bekommen. Ich denke, dass wir es zukünftig so handhaben können, wenn der eine oder andere das ausführlicher macht, habe ich nichts dagegen. Das können wir aber sicher noch aufgreifen. Ich bin froh, dass wir überhaupt sechsstellige Subventionen vergeben können, auch wenn diese nur zwei Vereinen zu Gute kommen. Grundsätzlich muss ich der Frau Bürgermeisterin und Finanzreferentin sagen, dass wir uns immer mehr Geld wünschen. Das ist keine Frage, weil einen Euro in den Sport zu geben, bedeutet drei Euro im Gesundheitswesen gespart zu haben. Das ist keine Frage.
Ich möchte hinsichtlich des Casino Werbefonds noch einmal richtig stellen, dass ich hinsichtlich des Sports sehr dankbar bin. Ich habe auch hier klipp und klar gesagt, dass ich bei der Mittelverwendung auch den entsprechenden Nachweis haben möchte. Das habe ich zuerst auch gesagt und ich bitte mich hier nicht falsch zu interpretieren, StRin Mag.a Schwarzl.
Zudem muss man sagen, dass sehr viele Gelder der Kinder-, der Jugend- und der Nachwuchsarbeit zu Gute kommen. Das muss man einmal klipp und klar sagen. Es ist festzuhalten, dass kein Antrag vom Schiverein Patscherkofel dabei ist. Aber, das könnte durchaus kommen, wenn der Schneiteich nicht entsprechend umgesetzt wird, weil wir in dieser Saison so viele Jugendliche haben, die ein Schitraining aufgenommen haben, die wir nächstes Jahr, wenn wir den Schneiteich nicht bekommen, nicht mehr bewältigen können. Diese muss man alle in höhere Positionen "hieven". Wir müssten entsprechend noch eine zusätzliche Piste machen.
Wir können diese sicher nicht als Wettbewerbsverzerrung nach Italien schicken, weil ich mir das dann ansehe.

Mehrheitsbeschluss (gegen GRÜNE;8 Stimmen):
Dem HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck - Die Haie wird für die allgemeine Vereinsförderung eine Subvention in der Höhe von € 116.500,-- gewährt.

 

 
16.11 V 3725/2008
FC Wacker Innsbruck, allgemeine Vereinsförderung

GR Hof (Die Grünen):
Es werden hier € 130.000,-- zur Abdeckung der Stadionkosten gegeben. GR Kaufmann, wie auch Sie alle werden sich daran erinnern, dass wir diesem Titel im letzten Jahr zugestimmt haben, mit dem Argument, dass beim FC Wacker Innsbruck ein interessanter und innovativer Weg in der Struktur und im Verein gegangen wird, der ein Versuch war, eine nachhaltigere Struktur auch finanziell - in meinen Augen nachhaltigere Struktur - in einem Spitzenfußballverein zu verankern.
Dieser Versuch ist leider auch, aus Gründen mangelnder Unterstützung von politischer Seite und letztendlich besiegelt durch das so genannte Rettungspaket auf Landesebene abgedreht worden. Im Verein wird jetzt alles, was früher zukunftsbindend war und was früher die Anbindung des Breitensportes bedeutet hat, wie die Einbindung und Mitentscheidungsmöglichkeiten der Fans, die stärkere Anbindung von Jugendarbeit, Schritt für Schritt und graduell reduziert. Dazu kommt noch - das ist für mich als Entscheidungsgrund nur noch zum darüber streuen - der Betrag von € 1,6 Mio vom Land Tirol und dass von der Stadt Innsbruck in einem gewissen Ausmaß die Benützung des künftigen Sportplatzes, den wir am Paschbergweg haben, auch dem FC Wacker Innsbruck zur Verfügung gestellt wird, nicht nur, sondern auch dem FC Wacker Innsbruck zur Verfügung gestellt wird. Das kommt noch dazu und lässt uns insgesamt keine Wahl, als gegen die Subvention zu stimmen.
Zur Größenordnung möchte ich für nicht im Sportausschuss vertretenen Mitglieder sagen, dass der Sportausschuss insgesamt inklusive der Kleinsubventionen bis € 3.000,-- in der ersten wichtigsten Sitzung knapp € 900.000,-- vergeben hat. Dazu muss man sagen, dass die zwei von mir erwähnten Positionen von € 130.000,-- und € 116.000,-- zwei ganz große Brocken sind, vor allem, wenn man weiß, dass es insgesamt um fast 300 Positionen geht, das heißt, dass es um sehr viel sehr wertvolle Arbeit geht. Es geht auch um viel Kleinarbeit und Privatinitiative und hier stechen solche Beträge heraus.

Mehrheitsbeschluss (gegen GRÜNE; 8 Stimmen):
Dem FC Wacker Innsbruck wird für die allgemeine Vereinsförderung eine Subvention in der Höhe von € 130.000,-- gewährt.