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                     Transparenz vs. Intransparenz oder Hof vs. Platzgummer
                                                      Aus dem Gemeinderat vom 18.10.2007
hofGR Hof (Die Grünen)

Ich frage zum Beispiel im Sportausschuss bei Vereinssubventionen generell nach, ob es eine Auflistung darüber gibt, wie viel Geld die Vereine und Verbände vom Land Tirol an Sportförderung bekommen. Zur Antwort bekomme ich von Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Platzgummer Folgendes: Nein, natürlich haben wir diese Aufstellung nicht, denn es interessiert uns gar nicht, was das Land Tirol den Vereinen tatsächlich an Subventionen gewährt.
Dies deshalb, weil wir uns nämlich genieren müssten, dass das Land Tirol so viel Geld hergibt. Wir würden uns ja schämen, wenn wir das erfragen.
(Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Platzgummer: Verbreiten Sie doch keine Lügen, denn so etwas habe ich nie gesagt. Es ist ja traurig, was Sie im Gemeinderat liefern.)
[.....] Kein Mensch weiß, wie viel Geld den Vereinen wirklich zugute kommt. Kein Mensch hat mehr einen Durchblick, was mit dem Geld passiert, das vom Land Tirol und der Stadt Innsbruck gewährt wird. Es wäre tatsächlich ein interessantes Anliegen, hier eine Transparenz hineinzubekommen. Ich fürchte nur, es wird nicht gelingen, wenn ich sogar eine förmliche Anfrage - diese wird heute noch zur Behandlung kommen - stellen muss, um von der Olympiaworld Innsbruck überhaupt eine Auskunft zu bekommen, zu welchen Konditionen sie die Eishallen an die Vereine vermietet. Es war nicht möglich, in der Olympiaworld Innsbruck anzurufen und zu erfragen, zu welchen Konditionen die Eishallen den Vereinen überlassen werden. Wir haben quer durch Österreich angerufen und es war nirgends zu erfahren, was eine solche Halle pro Stunde kostet. Es hat geheißen, dass die Halle einmal mehr und einmal weniger kostet bzw. € 100,-- pro Stunde und es gibt auch besondere Angebote. Bei der Olympiaworld Innsbruck hat mir eine etwas verunsicherte Mitarbeiterin erklärt, dass ich diese Anfrage schriftlich schicken muss. Wie ausgemacht, habe ich ihr ein diesbezügliches E-Mail gesandt und mich im Vorhinein für die Rückantwort bedankt. Allerdings habe ich diese bis heute nicht erhalten und muss daher heute den Gemeinderat mit einer diesbezüglichen dringenden Anfrage belästigen. Dann kann ich mir vielleicht noch von der Fraktion der Bürgermeisterin "Für Innsbruck" anhören, wie lästig die Innsbrucker Grünen mit den dringenden Anfragen sind. Von Transparenz ist hier weit und breit keine Spur. (Beifall von Seiten der Innsbrucker Grünen)

platzgummerFür den Sport zuständige Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Platzgummer (Für Innsbruck)
Ich verstehe das schon und es ist auch gut, dass wir die Diskussion insgesamt führen. Ich verstehe aber nicht, GR Hof, wie Sie dazu kommen, einfach irgendetwas zu behaupten, was nie gesagt worden ist. Sie stellen das einfach so in den Raum und hoffen, dass das so stehen bleibt, weil das keiner mehr weg bringt. Das tut man einfach nicht. Man unterstellt nicht jemanden eine Aussage, die er nie getätigt hat und das offensichtlich ganz bewusst.
Das ist Ihnen nicht würdig, das kommt mir komisch vor. Genau darin, in solchen Dingen liegt wahrscheinlich auch der Grund, dass Sie, GR Hof, von der Olympiaworld oder vielleicht von anderen Einrichtungen auch, keine Auskunft bekommen. Die Mitarbeiter fürchten sich, ob einer von den Innsbrucker Grünen anruft, denn dann stehen sie morgen in der Zeitung, wo erzählt wird, wie schlecht sie sind, wie mies alles ist und wie wir eigentlich schwach sind. Wenn die Mitarbeiterin den Hörer abnimmt, dann ist GR Mair am Apparat, der immer fest auf die Angestellten "einhaut" und daher hat diese Angst. Deshalb wird zuerst der Chef befragt, nicht dass noch der Mitarbeiter "angepinkelt" wird. Es wundert mich nicht, dass man dann ein bisschen schwieriger Auskünfte bekommt, wie andere, die nicht probieren, immer nur jemanden anzuschwärzen. [.....]

schwarzlStRin. Mag. Schwarzl (Die Grünen)
Es wäre sinnvoll zu sagen - das ist einmal pro Jahr eine Überweisung - was es kostet das wiegt es. Es ist eine sportpolitische Entscheidung, wer bei den Kosten bei der Olympiaworld-Nutzung mit wie viel Geld unterstützt wird; so wie in allen anderen Subventionsbereichen auch.
Sogar für die Sportvereine wäre das günstiger, denn jetzt werden die Gesamtkosten der Olympiaworld irgendwie dem Sport immer ganz undifferenziert zugeschrieben. So könnte man das auseinander halten und das wäre für die Olympiaworld ganz wichtig. Nicht umsonst ist bei all ihren Maßnahmenvorschlägen ganz oben immer die Kostenstellenrechnung. Ich stehe auch dazu, dass man eine sportpolitische Entscheidung treffen muss. Ist es einem das wert, wenn zehn Bobfahrerinnen bzw. Bobfahrer im Jahr so und so viel Geld kosten oder nicht. Um eine solche Diskussion kann man sich nicht drücken, indem man sagt, dass das die Olympiaworld machen soll. Wir haben ja eine Gesellschaft, wo man mehr oder weniger immer wieder sagen kann, was das für ein Saustall ist oder auch nicht. Ich finde, das wäre für alle Seiten wesentlich fairer.