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Gemeinderatsprotokoll
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Anfrage der Grünen
Rasenheizung
vom 18.10.2007
Alle Seiten

gemeindesaalID37
Seite 1 Protokoll vom 20.6.2002
Neugründung FC Wacker Tirol

Seite 2 Protokoll vom 25.1.2007
Finanzielle Einschränkung durch die Tivolibaustelle

Seite 3 Protokoll vom 27.3.2008
Subventionsanträge des Sportausschusses

Seite 4 Protokoll vom 18.10.2007
Olympia World - laufende Transferzahlungen

Seite 5 Protokoll vom 27.1 2005
Tauschgrundstücke für den Ersatzplatz W1 vom alten Tivoliareal

Seite 6 Protokoll vom 30.3. 2006
Grundstückskauf für den Ersatzplatz W1 vom alten Tivoliareal

Seite 7 Protokoll vom 28.6.2007
Anfrage der Grünen bzl. Olympiaworld

Seite 8 Protokoll vom 22.11.2007
Rasenheizung

Seite 9 Protokoll vom 18.10.2007
Hof vs. Platzgummer

 


Neugründung FC Wacker Tirol vom 20.06.2002
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Seite 786
16.8 I-OEF 62/2002
StR Mag. Dr. Bielowski: Ich stelle gemeinsam mit meinen Mitunterzeichnern folgenden dringenden Antrag:

"Der Gemeinderat möge beschließen:

1. Dem neu zu gründenden Verein 'FC Wacker Tirol' wird jede notwendige Unterstützung gewährt, um die zehn Jugendmannschaften aus dem 'Konkurs' des FC Tirol ihren Sport weiter zu ermöglichen.
2. Sollte der Vorstand des neuen Vereins, das Ziel des Wiederaufstiegs in die T-Mobile Bundesliga verfolgen, ist auch hier eine entsprechende Unterstützung zu gewähren.
Mag. Dr. Bielowski, Kaufmann, Lercher, alle e. h."
 

 
StR Mag. Dr. Bielowski (Für Innsbruck)
Die Situation beim FC Tirol ist ja allseits bekannt. Es hat sich auf Grund des Niederganges und der voraussichtlichen Konkurseröffnung, die bis heute nicht erfolgt ist, die Schwierigkeit ergeben, dass zirka 350 Jugendliche in Nachwuchsmannschaften de facto auf der Straße stehen. Von Seiten der Verantwortlichen wurde nämlich weder eine Nennung für die Meisterschaft des Tiroler Fußballverbandes abgegeben, noch irgend welche Maßnahmen gesetzt, um diesen Jugendlichen in der nächsten Saison ein Fußballspielen bzw. eine Teilnahme in den Ligen des Tiroler Fußballverbandes zu ermöglichen.
Aus dieser Situation heraus hat sich die Dringlichkeit ergeben, sofort zu reagieren. Ich bin sehr froh, dass ich ein Proponentenkomitee gefunden habe, dem sowohl der Herr Bürgermeister als auch Bgm.-Stellv. Zach, Landesrat Günther Platter und meine Wenigkeit angehören. Sie waren bereit, eine sofortige Vereinsgründung zu erwirken. Die Nichtuntersagung des Vereins ist bereits bei der Sicherheitsdirektion für das Bundesland Tirol angemeldet. Nach Nichtuntersagung wird sofort eine entsprechende Generalversammlung abgehalten und ein Vorstand dieses Vereins gewählt werden, der dann die Geschäfte zu führen hat.
Mit dem Tiroler Fußballverband wurden die Gespräche so weit geführt, dass die Mitglieder der Nachwuchsmannschaft in den neuen Verein integriert werden können. Damit sollte auch gleichzeitig die Teilnahme an der Nachwuchsliga in der nächsten Saison - wenn es notwendig sein sollte - mit Ausnahmeregelungen gewährleistet sein. Ich glaube, dass diese Ausnahmesituation sofortiges Handeln erfordert und ich bin sehr froh, dass es auf einer breiten Basis gelungen ist, eine solche Übereinstimmung nicht nur in der Stadt Innsbruck, sondern auch im Land Tirol, zu finden. Es gibt sehr viele Persönlichkeiten, die bereit sind, diesen Weg mitzugehen.
Natürlich benötigt ein solcher Verein finanzielle Mittel, wie auch entsprechende Sportplätze usw., die gerade für Nachwuchsmannschaften zur Verfügung stehen müssen. Daher ist dem im ersten Punkt des Antrages angeführten neu zu gründenden Verein von Seiten der Stadt Innsbruck eine entsprechende Unterstützung zu gewähren.
Die weitere Vorgangsweise die sich dann ergibt, wird Aufgabe des Vereinsvorstandes sein. Der Vereinsvorstand wird auf Grund der Statuten des Vereins dann festzulegen haben, wie und in welche Richtung sich dieser Verein zu entwickeln hat. Sollte sich dort eine Mehrheit finden und die Generalversammlung oder der Vorstand des Vereins einen sofortigen Wiederaufstieg - in welcher Form auch immer - in die jetzt neu benannte T-Mobile Bundesliga beschließen, so glaube ich, dass es auch der Stadt Innsbruck und den städtischen Gremien gut ansteht, dieses Vorhaben in geeigneter Form zu unterstützen. Eine Unterstützung kann nicht nur immer darin bestehen - was permanent unterstellt wird -, dass man öffentliche Mittel dazu verwendet, um den Profisport zu unterstützen.
Sowohl der Herr Bürgermeister wie Landesrat Platter, Landeshauptmann-Stellvertreter Eberle, Landeshauptmann Dr. Wendelin Weingartner als auch meine Person, haben bei allen Aussagen immer wieder erklärt, dass öffentliche Subventionierungen für den Profisport im Land Tirol sicherlich nicht erfolgen können und es nicht der geeignete Weg ist, um das Ziel des Spitzensportes in Tirol zu erreichen.

Auf der anderen Seite muss ich feststellen, dass gerade der Breitensport ohne einen Spitzensport überhaupt nicht möglich ist. Gerade die Jugendlichen und der Nachwuchs benötigen eine entsprechende Vorbildwirkung. Wenn man gesehen hat, welche Emotionalität sich in den letzten Tagen in diesem Bereich abgespielt hat und mit welcher breiten Zustimmung nicht nur die Tiroler, sondern auch die Innsbrucker Bevölkerung hinter diesem Spitzensport steht, dann muss ich sagen, war das für mich eine beeindruckende Darstellung. Die Bevölkerung unterscheidet sehr wohl zwischen dem Vereinsvorstand und zwischen den Mannschaften des Vereins.
Ich glaube, dass es gerade auch aus diesem Grund Aufgabe der Politik ist, in einer solchen Situation hilfreich und helfend zur Seite zu stehen, sowie entsprechende Möglichkeiten zu gewährleisten, damit Spitzensport im Land Tirol auf dem Niveau der T-Mobile Bundesliga in Zukunft immer weiter möglich sein wird. Natürlich wird man sich überlegen, welches Konzept hinter einem solchen Verein steckt. Auch wird es nicht möglich sein, eine isolierte Lösung, so wie sie sich im Bereich des FC Tirol abgespielt hat, weiter zu unterstützen.
Ausgangspunkt für unsere Bemühungen wird immer sein, dass beginnend bei der Nachwuchsarbeit aufbauend versucht werden sollte, für die Nachwuchsspieler bzw. für die Jugendlichen entsprechende Möglichkeiten zu schaffen, damit sie sich auf sportlich höchstem Niveau profilieren können. Damit geben wir unserer Jugend die Möglichkeit das zu tun, was in der Stadt Innsbruck sehr viele Jugendliche wollen, nämlich Fußballspielen.
Es gibt in den Vereinen der Stadt Innsbruck derzeit etwa 1.100 Jugendliche männlichen und weiblichen Geschlechts, die diesem Sport nachgehen. Daher hat die Stadtgemeinde Innsbruck eine gewisse Verantwortung, der sie sich auch nicht entziehen kann. (Beifall)

 

 
GR Schrom (Güne)
Ich habe mir das mit dem FC Tirol auch überlegt. Ich spreche viel mit Jugendlichen, treffe viele Leute und frage sie nach ihrer Meinung. Es sind viele fußballspielende Buben wirklich traurig, dass es jetzt den FC Tirol nicht mehr gibt. Wichtig ist, die Jugendlichen in dem Sinne zu unterstützen, dass sie weiter Fußball spielen können und es noch eine Mannschaft gibt, die ihnen als Vorbild dient. In jedem kleinen Dorf gibt es einen Fußballverein und die Bevölkerung ist stolz auf ihren Fußballklub. Wenn es so etwas in der Stadt Innsbruck nicht mehr gibt, dann finde ich das persönlich schade. Deshalb werde ich dem Antrag zustimmen. (Beifall)

StR Mag. Schwarzl (Grüne)
Ich möchte gerne noch einmal den Antrag im Wortlaut hören, wie die Unterstützung formuliert ist. Wir haben den Antrag nicht vorliegen. Könnte man dafür sorgen, dass die Fraktionen jeweils eine Kopie dieses Antrages bekommen? Ich gehe davon aus, dass wir die Handschrift lesen können. Nun zum Finanziellen: Laut einer Anfragebeantwortung vom April dieses Jahres, hat die Mag.-Abt. V, Amt für Sport, sehr schön aufgelistet, wie viele Subventionsmittel für Sport seitens der Stadt Innsbruck über den Tiroler Fußballverband an den FC Tirol bzw. an die Nachwuchsmannschaften geflossen sind.
Es wurden im Jahr 1999 für ein Kindergartenturnier € 400,--, für die Nachwuchsarbeit €47.900,--, das sind ATS 660.000,-- und über den Tiroler Fußballverband ATS 1,2 Mio sprich € 82.000,-- an die Kampfmannschaft ausbezahlt. Man kann nicht sagen, dass der Profiverein FC Tirol keine öffentlichen Gelder erhalten hat. Er hat sehr wohl Subventionen über den Tiroler Fußballverband erhalten, da es üblich ist, dass Gelder an den Tiroler Fußballverband gehen. Dieser teilt dann die erhaltenen Subventionen nach einem bestimmten Schlüssel auf.
Im Jahr 2000 sind an die Fußballschule Nachwuchs € 36.300,-- (ATS 500.000,--), an die Nachwuchsarbeit des FC Tirol € 82.000,-- (ATS 1,1 Mio) und € 50.800,-- (ATS 700.000,--) an die Kampfmannschaft ergangen. Im Jahr 2001 wurden für die Nachwuchsarbeit € 94.000,-- (ATS 1,3 Mio) und an die Kampfmannschaft € 37.000,-- (rund ATS 520.000,--) ausbezahlt.
Gegen dieses Sportsubventionsbudget in Höhe von rund ATS 1,5 Mio, welches wir jährlich für die Nachwuchsarbeit zur Verfügung gestellt haben, habe ich nichts. Wenn das nach wie vor in den neu gegründeten Verein XY - wie immer er heißt - hineinfließt, soll das auch weiterhin zu Gunsten der Nachwuchsmannschaft dieses neu zu gründenden Vereins geschehen. Man sollte jedoch einmal mit dem Märchen aufhören, dass für den Profifußball keine öffentlichen Gelder zur Verfügung gestanden sind.
Es sind laut dieser Anfragebeantwortung öffentliche Subventionen geflossen. Ich kann es nicht anders interpretieren, als es in der Anfragebeantwortung der Sitzung des Gemeinderates vom 25.4.2002 steht. Wir haben im Jahr 1998 die Mietzins- und Betriebskostenrückstände des Profifußballs für das alte Fußballstadion am Subventionswege nachgelassen und auf die Miete für das Tivoli-Alt bis zur Fertigstellung des neuen Stadions verzichtet.
Es hat immer geheißen, die Finanzmisere beim FC Tirol ist Folge der Tatsache, da auf Grund des desolaten und veralteten Stadions mit den beschränkten Kapazitäten, keine Einnahmen lukriert werden können. Mit dem neuen Stadion würde sich allerdings alles ändern. Es haben sich die Einnahmen erhöht, aber am Finanzdebakel hat sich offensichtlich nichts verändert, sonst würde man nicht vor der Situation stehen ...
(Bgm.-Stellv. Zach: Aber für kriminelle Geschichten können wir nichts dafür. Es geht jetzt um den Nachwuchs.)
Ich möchte nur darauf hinweisen, dass es nicht richtig ist, dass FC Tirol und Profisport mit öffentlichen Mitteln nie etwas zu tun hatten. Die öffentliche Hand hat mit rund ATS 600 Mio ein neues Stadion gebaut und die Stadt Innsbruck hat meiner Rechnung nach, ungefähr 70 % zu den Kosten dieses Stadions beigetragen. Ich habe eine Chronik erstellt, über das, was der FC Tirol in all diesen Jahren alles gesagt hat.
Wir haben uns immer nur Beschimpfungen anhören können, dass die Zusammenarbeit mit Finanzdirektor Dr. Hörnler bei der Innsbrucker Sportanlagen Errichtungs- und Verwertungs GesmbH (ISpA) schlecht war. Martin Kerscher wünscht sich Verhältnisse wie in den Städten Linz und Salzburg. Wenn man sich Tirol ansieht, so kommt man sich vor wie im Niemandsland, die Politiker haben bei den Meisterfeiern Zusagen gegeben, an die sie sich nie gehalten haben und so ist es unentwegt gegangen, obwohl im Tiroler Profifußball auch öffentliche Gelder investiert wurden. Diesbezüglich braucht man nicht um den heißen Brei reden.
Ich verstehe jeden, wenn er angesichts der neuen Situation, wo endlich allen klar geworden ist, wie dieser Verein gewirtschaftet und gehandelt hat, nun meint, dass es für den Profifußball kein Geld mehr gibt. Dass kein öffentliches Geld investiert wurde, stimmt so einfach nicht. Wenn jetzt die Nachwuchsarbeit weiter gehen soll, bleibt das von der Stadt Innsbruck bis jetzt an den FC Tirol überwiesene Geld selbstverständlich bei der Nachwuchsarbeit.
Was alle weiteren Zusagen anlangt, so würde ich mich wundern, wenn ein großer Aufschrei durch den Gemeinderat geht und die Opposition den Antrag stellen würde, dass dem Verein XY all nur erdenkliche Unterstützung ohne jegliche Präzisierung zukommt: Und das ohne Bekanntgabe darüber, wie der Vereinsvorstand, für den wir etwas verlangen, aussieht, ohne dass die sonstigen finanziellen Grundlagen offen gelegt werden, ohne Angabe einer Summe bzw. einer Art der Unterstützung oder was auch immer. Ich habe nichts dagegen, wenn man eine Nachwuchsförderung für den Verein betreibt ...
(Bgm. DDr. van Staa: StR Mag. Schwarzl, passen Sie auf, dass Sie nicht Schaum vor den Lippen bekommen.)
... die weißen Mundwinkel im Gemeinderat bekommen meist nur Sie, ich nicht.
Für mich ist Voraussetzung eines Beschlusses, dass auf dem Tisch liegt, wer dieser Verein ist, wer seine Vorstände sind, ist es wieder ein so genannter Mitgliederverein, wo die Mitglieder nichts zu reden haben, sondern wo der Vorstand bei der Generalversammlung zusammensitzt usw. Ich habe gerade nachgelesen, wo Rechnungsprüfer Arnold Ende der 90er Jahre die Rute ins Fenster gestellt und gesagt hat, dass es keine Entlastung des Vorstandes geben wird, wenn nicht ordnungsgemäße Abrechnungen vorliegen. Da jedoch die Generalversammlung ohnehin aus dem Vorstand besteht, wird es wohl keine Entlastung geben.
Angesichts der Erfahrungen, die ich im Gemeinderat seit Jahren mit diesem Verein gemacht habe, weise ich niemandem Schuld zu. Man hat immer wieder zugesehen und gemeint, dass der Fußballsport ja so wichtig ist. Tausende von Mädchen und Buben betreiben Inlineskating, fahren Rollschuh, Skateboarden und benötigen keinen Profiverein an der Spitze, der sie in ihrem Tun aufrecht erhält. (Bgm.-Stellv. Zach: Für diese Jugendlichen errichten wir doch so viele Spielplätze und Anlagen, die viel Geld kosten.)
Gerade in dieser Jugendarbeitsschiene wird sehr überzeichnet bzw. emotional gearbeitet.
Ich bin dafür, dass es diesen Jugendverein bzw. diese Nachwuchsarbeit mit den Mitteln, die bisher zur Verfügung gestanden sind, gibt. Aber ich bin gegen einen Pauschalbeschluss des Gemeinderates, der einen Verein unterstützt, dessen Struktur, dessen Vorstand und Kontrollrechte man nicht kennt. Alt-Bgm.-Stellv. Dr. Wimmer hat schon als Sportreferent auf die Gründung einer Marketinggesellschaft hingewiesen und gemeint, so kann es nicht sein, dass wir einen Verein, der Schulden macht, nämlich den FC Tirol, sponsern und die Gewinne in die Marketinggesellschaft hineinfließen.
Ich habe es noch im Ohr, wie gesagt wurde, dass wir uns ein neues Know-How aneignen müssen, um ausreichend kontrollieren zu können. Wer hat sich das angeeignet? Niemand. Wenn die Innsbrucker Grünen Anfragen oder Anträge gestellt haben, wurden wie beschimpft wie: Die Spitze schafft die Breite, StR Mag. Schwarzl wie können Sie nur und Hin und Her ...
(Bgm.-Stellv. Zach: StR Mag. Schwarzl Theater spielen wir am Rennweg.)
Ich habe keine Schadenfreude, denn erfreulich ist das Ganze wirklich nicht. Die Innsbrucker Sportanlagen Errichtungs- und Verwertungs GesmbH (IS-pA) wird bei vielem finanziell durch die Finger schauen und wir werden in den Sport- und Freizeitpark "Tivoli-Neu" investieren müssen, um diesen nutzen zu können. Man muss zumindest aus dem vergangenen Debakel die Konsequenzen ziehen und berücksichtigen, was in der Folge zu bedenken ist. Es kommt nicht nur die Vereinsstruktur und der Vorstand, sondern auch noch die Kontrolle der öffentlichen Gelder dazu. (Bgm. DDr. van Staa: Alle öffentlichen Gelder werden kontrolliert.)
Einer Pauschalzustimmung weder für Punkt eins noch für Punkt zwei wird es ohne folgende detaillierte Angaben nicht geben: Welche Vorhaben stehen im Raum, wer sind die handelnden Akteure und wie werden die Kontrollmechanismen sein? Das wäre für mich somit eine falsch verstandene Jugendförderung. Hier gehört einmal alles offen auf den Tisch gelegt und erst dann kann man einsteigen. Mit diesem Geld, welches bisher über das Sportsubventionsbudget geflossen ist - das sind im Vergleich zu anderen Vereinen aus anderen Bereichen keine geringen Summen - kann man nette Jugendarbeit gestalten. Da ist es nicht mehr notwendig, zusätzlich etwas zu tun.

 

 
StR Mag. Dr. Bielowski (Für Innsbruck)
Zur sachlichen Berichtigung! Es ist natürlich eine sehr einseitige Darstellung, die Subventionen auf der einen Seite darzustellen. Tatsache ist, dass diesen Subventionen auf der anderen Seite Geldflüsse in Richtung Stadt Innsbruck entgegenstehen. Der interessante Betrachtungspunkt ist der Saldo zwischen den beiden Zahlungsflüssen, nämlich zwischen Zahlungsflüssen in Form von Subventionen an den Verein oder an die Vereine und auf der anderen Seite Zahlungen von Seiten der Vereine an die Stadt Innsbruck. Gerade bei den angesprochenen Beträgen vom Jahr 1999 bis zum Jahr 2001 stehen diesen gewährten Subventionen nicht unerhebliche Rückflüsse gegenüber.
 

 
Bgm. DDr. van Staa (Für Innsbruck)
Wir erleben wiederum eine Debatte, wo durch Behauptungen von StR Mag. Schwarzl gleichzeitig Unterstellungen gemacht werden, die nicht so stehen bleiben können. Ich bekenne mich dazu, dass dieser Sport- und Freizeitpark "Tivoli-Neu" gebaut wurde. Dieser Sport- und Freizeitpark "Tivoli-Neu wurde nicht für den FC Tirol errichtet (Beifall von Seiten der Fraktion "Für Innsbruck"), sondern es ist ein Sportstadion der Stadt Innsbruck und des Landes Tirol für alle Großveranstaltungen.
Man hat nie im Sack, ob eine Fußballmannschaft in der ersten Liga spielt oder nicht. Wenn das damals nicht der Fall gewesen wäre, hätte ich mich auch für einen Neubau eingesetzt. Die Stadt Linz hat ein viel aufwändigeres Stadion und besitzt derzeit auch keine Spitzenmannschaft in der Bundesliga. Das muss man dazu sagen. Ich bin der Überzeugung, dass dieser Sport- und Freizeitpark "Tivoli-Neu" nicht für drei oder fünf Jahre gebaut worden ist, sondern dass es zumindest für eine Generation Bestand haben wird und muss. Es ist ein wunderschönes Stadion, das voll funktionstauglich ist.
Heute wurde mit einem dringenden Antrag der Innsbrucker Grünen wieder impliziert, als wäre die Innsbrucker Sportanlagen Errichtungs- und Verwertungs GesmbH (ISpA) zu blöd, sich über Nutzungen bzw. Nachnutzungen Gedanken zu machen. Der Aufsichtsrat hat bereits in dieser Angelegenheit Beschlüsse gefasst und darüber wurde heute die Hauptversammlung umfassend informiert. Ich habe gebeten, mir das Protokoll sofort zu übermitteln, damit dieses auch dem Stadtsenat zur Verfügung gestellt werden kann.
Wir haben dort einen sehr - ich hoffe, dass es so bleibt - innovativen Geschäftsführer, der sich wirklich um diese Angelegenheiten kümmert. Ich darf dazu sagen, dass für diesen ganzen Sanierungsbereich die Stadt Innsbruck insgesamt mit einer großen Mehrheit dafür war und wir gemeinsam sehr viel zu Stande gebracht haben. Ich möchte allen dafür danken. Nur wenn es immer wieder Leute gibt, die versuchen, alles schlecht zu machen, so weise ich das zurück.
Anderenorts werden die Politiker nur von einer Seite geprügelt, ich hingegen wurde natürlich von zwei Seiten geprügelt. Einmal vom FC Tirol und zwar immer zu Unrecht, denn die Stadt Innsbruck hat alle Verpflichtungen zur Gänze eingehalten. Ich habe Martin Kerscher auch gesagt, dass ich nicht vor ein Bezirksgericht gehe, aber beim Vorwurf eines Verbrechens, wie bei Erpressung, muss ich handeln. Er hat mich heute in der Kanzlei angerufen, ich bin jedoch nicht zum Telefon gegangen, da ich gelegentlich meine Gesprächsbereitschaft mit Menschen, die so handeln, auf ein Minimum reduziere. Das gilt nicht nur für Martin Kerscher.
Da möchte ich schon erwähnen - was auch medial verbreitet wurde -, dass manchmal auf Seite zwei und drei die Stadtverantwortlichen geprügelt und auf Seite zehn, der Sportseite, massive Forderungen erhoben wurden. Lesen Sie alles nach. Der Profifußballklub ist ein privater Verein, bei dem wir immer jede Subventionierung abgelehnt haben. Dass es indirekte Förderungen gab, ist unbestritten. Diese sind im Verhältnis zu anderen Bundesländern und den Aufwändungen der öffentlichen Hand in der Stadt Innsbruck immer bescheiden gewesen, weil wir uns dazu bekannt haben, den Profifußball nicht zu unterstützen.
StR Mag. Dr. Bielowski hat angedeutet, dass auch Rückflüsse erfolgt sind. Jawohl, es ging um beträchtliche Steuern, auch wenn es in der letzten Zeit Steuerausfälle gab. Es sind beträchtliche Mietzahlungen eingegangen, auch wenn in der letzten Zeit diese nicht mehr geleistet wurden. Gegen Betrug kann man nichts machen. Ich mache den Vorwurf der Österreichischen Bundesliga, da sie sich geweigert hat, das Statut modern zu adaptieren. Dies wäre ohne weiteres möglich gewesen, um einen Nachfolgeverein in der höchsten Spielklasse spielen zu lassen.
Man hätte ohne weiteres beschließen können, dass die Bundesliga auf zwölf Vereine aufgestockt wird, weil man nach dem entsprechenden Reglement den Aufsteiger und den möglichen Absteiger nicht ausschließen kann. Das hätte man ohne weiteres machen können. Man hätte auch beschließen können, dass im Falle von kriminellen Handlungen durch Vorstandsmitglieder oder durch Maßnahmen, die vielleicht im medizinischen Bereich anzusiedeln sind, in diesem Fall der Verein nicht bestraft werden kann, sondern in der obersten Liga spielen muss. Das war ein sportpolitisch schwerer Fehler und eine ungerechte Bestrafung des Spitzenfußballklubs FC Tirol. Das ist unverantwortlich gegenüber der österreichischen Sportöffentlichkeit und vor allem gegenüber der Tiroler Fußballfreunde. Das muss erwähnt werden. (Beifall)
Ich mache der ganzen Bundesliga, die ein Verein ist und jederzeit in der Lage gewesen wäre, die Satzung zu ändern, diesen Vorwurf. Ich spreche auch ganz bewusst eine Vermutung aus und vielleicht fühlt sich hier jemand geschädigt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man drei ausstehende Monatsgehälter der Spieler nicht bezahlt hat, weil man nicht mehr konnte und das Spielerkapitalvermögen nicht lukrieren wollte. Ich weiß nicht, in welcher Form möglicherweise andere Flüsse finanzieller oder anderer Art stattgefunden haben. Das müsste auch noch untersucht werden.
Bei der Cleverness der Leute, die hier am Zuge sind, würde ich das nicht ausschließen. Eines möchte ich schon sagen, dass der Vorwurf an die Politik, man hätte nicht rechtzeitig eingegriffen, völlig daneben geht. Die Stadt Innsbruck hat, als der erste Verdacht aufkam, alle Maßnahmen gesetzt und der Präsident des FC Tirol wurde bereits im Oktober letzten Jahres aus dem Aufsichtsrat der Innsbrucker Sportanlagen Errichtungs- und Verwertungs GesmbH (ISpA) zurückgezogen. Der Bundesliga war vor uns längst bekannt, wie die tatsächliche finanzielle Situation dort aussieht. Man müsste diese Leute fragen, warum sie nicht gehandelt haben. Haben sie nicht eine fahrlässige Handlung begangen oder haben sie nicht auch hier ein Verschulden in der einen oder anderen Richtung zu rechtfertigen?
Das müssen wir uns wirklich einmal ganz genau ansehen. Jetzt haben alle anderen und auch ich gesagt, dass wir bereit sind, über unsere persönlichen Kontakte, über Ersuchen an die Wirtschaft, diese Situation so zu bereinigen, damit wiederum eine wirtschaftliche Basis vorhanden ist. Dr. Bodenseer hatte sich, so wie schon einmal, bereit erklärt, die Präsidentschaft zu übernehmen. Er hat sowohl von StR Mag. Dr. Bielowski wie auch von mir gehört, dass wir nicht bereit sind, eine finanzielle Zusage in irgend einer Höhe, weder privat und schon gar nicht öffentlich, zu geben. Wir sind nur bereit, den Verein zu unterstützen.
Ich habe mich bereit erklärt, als Proponent im neuen Verein mit aufzutreten. Ich würde viele Gemeinderäte ersuchen, ebenfalls ihre Bereitschaft bei StR Mag. Dr. Bielowski zu deponieren, die Initiative zu ergreifen, um somit zu unterstreichen, dass sie für den Jugendsport, für die Nachwuchsförderung, aber auch für die Identifikation der Jugend mit dem Spitzensport eintreten und wir eine wirklich hervorragende Fußballmannschaft mit vorbildlichen Spielern gehabt haben. Das möchte ich auch noch einmal sagen.
Ich möchte mich bei allen Spielern des FC Tirol herzlichst für ihr Engagement in den letzten Jahren bedanken, dass sie aktiv an sozialen, caritativen Veranstaltungen teilgenommen und diese Bemühungen in der Stadt Innsbruck unterstützt haben. Dies war keine Selbstverständlichkeit und den Fußballspielern gehört daher höchstes Lob. (Beifall von Seiten der Fraktion "Für Innsbruck" und GR Wanker) Was die Trainer betrifft, kann ich nur sagen, dass man vorbildliche "Sportsleute" wie Dietmar Constantini hatte, der sich durch den Aufbau der Fußballakademie massiv für die Jugendförderung und Kinderförderung eingesetzt hat. Das Lob gilt auch Kurt Jara, der wirklich in vielerlei Hinsicht ein Sportvorbild war und zurecht mit dem Sportehrenzeichen ausgezeichnet wurde, sowie dem jetzigen Trainer Joachim Loew, der mir einen ausgezeichneten Eindruck gemacht hat. (Beifall)
Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass man solche Persönlichkeiten in dem brutalen Geschäft des Profifußballes findet. Das sollte man einmal in aller Öffentlichkeit erwähnen. Nicht alle Vorstandsmitglieder des FC Tirol sind oder waren Gauner. Es gibt darunter eine ganze Reihe von früheren und auch jetzigen Vorstandsmitgliedern, von denen ich weiß, dass sie durchaus das Recht in Anspruch nehmen können, aus großem Idealismus und Enthusiasmus gehandelt zu haben. Das heißt nicht, dass man selbst der Aufsichtspflicht enthoben ist.
Selbstverständlich, StR Mag. Schwarzl, dort wo die Stadt Innsbruck Subventionen gewährt, hat sie volles Kontrollrecht. Wir haben die Förderungsgelder für den Nachwuchs nicht nur einmal, sondern mehrfach zurückgehalten, weil uns manche Dinge nicht klar waren. Wir haben das überprüfen lassen und überall dort, wo wir Subventionen geben, ist man verpflichtet, sich durch die Kontrollabteilung prüfen zu lassen. Das wird auch eingehalten.
Tun Sie nicht so, als wären das Riesensummen. Wie viele Hunderte Kinder und Jugendliche spielen dort, wie viele bemühen sich, wie viele haben eine gute Betreuung und wie viele haben einen professionellen Trainer? Es ist ja nicht so, dass die Kinder und Jugendlichen nur auf der Wiese spielen, sie haben persönlich sportlich und auch medizinisch usw. eine professionelle Betreuung. Das kostet sehr viel Geld und mit diesen Beiträgen der Stadt Innsbruck konnte der Verein bei aller Misswirtschaft die ganze Jugendarbeit nicht finanzieren. Sie mussten auch hiefür beträchtliche Summen aus ihrem Spielbereich nehmen, der allerdings ein Tropfen von der Gesamtmasse war, die in irgend welchen Kanälen versickert ist.
Der Antrag von StR Mag. Dr. Bielowski im zweiten Teil bedeutet ja nicht eine Erlaubnis an den Sportreferenten, jetzt jede Summe zu genehmigen. Jede einzelne Summe von € 5,-- aufwärts, muss im Ausschuss für Wirtschaft, Sport und Tourismus behandelt werden, jede größere Summe wird im Gemeinderat beschlossen. Das, was dieser Antrag von StR Mag. Dr. Bielowski inkludiert, ist die moralische Unterstützung und die Bereitschaft, alles zu unternehmen, um das Ansehen des Tiroler Fußballs als Spitzenklub wieder herzustellen und den Menschen zu signalisieren, dass die Politik dahinter steht.
Wenn Sie anderer Meinung sind, dann können Sie diese ja äußern. Wir leben in einer Demokratie, aber dieser Gemeinderat hat das Recht, festzustellen, ob wir das wollen oder nicht. Ich fordere Sie auf und ersuche Sie, in diesem Fall solidarisch zu sein. Es handelt sich nicht um irgend einen Verein, sondern um einen Identifikationsklub, den wir möglichst rasch wieder mit einer breiten Reputation herstellen wollen. Aus diesem Grund stelle ich mich auch persönlich als Proponent zur Verfügung. (Beifall von der Fraktion "Für Innsbruck")
 

 
GR Grünbacher (SPÖ)
Im Namen der SPÖ möchte ich den Antrag unterstützen und mich auch persönlich dazu bereit erklären, dem Proponentenkomitee beizutreten. (Beifall) Ich halte es für eine gute Idee, das Ganze zu unterstützen. Ein paar Dinge muss man natürlich schon ins rechte Licht rücken. Wenn StR Mag. Schwarzl sagt, dass alle bisherigen Mittel für die Nachwuchsarbeit weiter verwendet werden sollen, so wäre mir das schon zu viel. Der Antrag geht nicht so weit.
Wenn ich mir ansehe, dass man in den letzten drei Jahren für den Nachwuchsbereich eine fixe, nicht unbeträchtliche Summe ausgegeben hat, wird laut Passus im Antrag von StR Mag. Dr. Bielowski "nur jene notwendige Unterstützung gewährt, um den zehn Jugendmannschaften ihren Sport weiter zu ermöglichen". StR Mag. Dr. Bielowski geht nicht so weit, indem er ATS 500.000,-- und mehr fordert, während Deiner Idee zufolge dies schon fix ist. So weit würde ich noch gar nicht gehen.
Wir stehen zu diesem Antrag, wobei ich natürlich schon etwas kritisch bemerken möchte, dass es genug andere Mannschaften und Sportarten gibt, die, wenn sie ihre Hallenmiete nicht bezahlt hätten, wahrscheinlich gezwungen wären, im Freien zu trainieren. Für die Zukunft würde ich ersuchen, dass man nicht so lange zusieht, bis das Ganze ... (Unruhe im Saal) ...
(StR Mag. Dr. Bielowski: Die Mieten für die städtischen Sportplätze wurden laufend alle bezahlt.)
Das ist mir ganz neu.
(Bgm.-Stellv. Zach: Deshalb, weil es neu ist, muss es nicht falsch sein.)
Wir werden uns dem Wortlaut sowie beiden Punkten des Antrages anschließen, weil diese als Unterstützung einer Idee und nicht einer konkreten Finanzierungsmaßnahme, die wie der Herr Bürgermeister gesagt hat, im Gemeinderat bzw. im Ausschuss für Wirtschaft, Sport und Tourismus bewilligt werden muss, dient. Einem Blankoscheck würden wir auch nie zustimmen.

StR Mag. Schwarzl (Grüne)
Ich wollte kurz an den Herrn Bürgermeister einige Rückmeldungen geben. Er hat behauptet, ich hätte der Innsbrucker Sportanlagen Errichtungs- und Verwertungs GesmbH (ISpA) Blödheit unterstellt, dass sie nicht weiss, was sie jetzt unternehmen soll. Sie selbst haben bei der Innsbrucker Sportanlagen Errichtungs- und Verwertungs GesmbH (ISpA) beantragt, dass das Protokoll des Aufsichtsrates dem Stadtsenat vorgelegt wird. Das kann man nicht riechen. Wenn man also dies beantragt, so ist das nicht Blödheit.
Ich halte nämlich auch Geschäftsführer Mag. (FH) Ing. Außerhofer, den neuen Chef der Innsbrucker Sportanlagen Errichtungs- und Verwertungs GesmbH (ISpA), für einen durchaus sehr engagierten Mann, der in einer sehr schwierigen Situation in das ganze "Werkl" eingestiegen ist. Nachdem die Einnahmen und Ausgaben bzw. die Erhaltungskosten des Sport- und Freizeitparks "Tivoli-Neu" doch bei der Stadt Innsbruck hängen bleiben werden, halte ich es für legitim, dass das, was dort jetzt investiert werden muss oder nicht, für die Stadtgremien von Interesse ist.
Wenn das Verlangen eines Antrages bedeutet, die Innsbrucker Sportanlagen Errichtungs- und Verwertungs GesmbH (ISpA) lächerlich zu machen, dann ist mir das Ganze nicht nachvollziehbar. Wenn der Herr Bürgermeister sagt, dass der Sport- und Freizeitpark "Tivoli-Neu" von Beginn an, von ihm auch nur als multifunktionales Stadion konzipiert gewesen ist und mit dem Verein nichts zu tun hat ...
(Bgm.-Stellv. Zach: Nichts zu tun hat er nicht gesagt, sondern nur "nicht ausschließlich".)
... so möchte ich doch aus der Gemeinderatssitzung vom 23.4.1997 wie folgt zitieren: Es ist nämlich um die Umbenennung des alten TivoliStadions in Tirol Milch Stadion gegangen. Vorher hat es auch Verwendungszusagen gegeben, welche dann im Gemeinderat behandelt werden mussten, da die Tirol Milch sonst als Sponsor zurückgetreten wäre, wenn wir das Stadion nicht unbenannt hätten.
Diesbezüglich wurde dann im Gemeinderat ewig lange herumdebattiert, dass man sich auf der einen Seite nicht erpressen lassen sollte, aber auf der anderen Seite man diese Umbenennung doch vornehmen müsste. Diese Umbenennung ist dann doch mehrheitlich erfolgt und in der selben Sitzung des Gemeinderates wurde beschlossen, dass in den Aufsichtsrat der Innsbrucker Sportanlagen Errichtungs- und Verwertungs GesmbH (ISpA) der FC Tirol mit einem Sitz vertreten sein soll.
Die Innsbrucker Grünen haben damals bereits moniert, dass wir nicht verstehen, warum der FC Tirol als künftiger Nutzer im Aufsichtsrat - das ist nämlich ein Eigentümergremium und der Eigentümer der Innsbrucker Sportanlagen Errichtungs- und Verwertungs GesmbH (ISpA) ist die Stadt Innsbruck - vertreten sein soll. Man war der Meinung, dass dies deshalb notwendig ist, damit die Kooperation und die Funktionalität des Stadions auch passt.
(Bgm.-Stellv. Zach: Nachher sind immer alle "gscheit".)
Es haben ja über Jahre die Spatzen von den Dächern gepfiffen, dass das kein ordentlicher Verein ist und da setzt meine Kritik an. Es ist nicht so, dass irgendwelche dunkle "Untergrund-Grünen" Bösartigkeiten vermutet hätten, sondern es gibt seit über zehn Jahren Zeitungsberichte, wo man, auch wenn man von Fußball nichts verstehen würde ... (Unruhe im Saal) ...
Auf die Sportseiten der großen Tageszeitungen in Tirol haben die Grünen noch nie Einfluss gehabt. Herr Bürgermeister, Sie haben damals im Zuge unserer Kritik im Gemeinderat, als das Tivoli-Stadion in Planung war und der FC Tirol in die Innsbrucker Sportanlagen Errichtungs- und Verwertungs GesmbH (ISpA) nominiert wurde, Folgendes gesagt:

"Jedenfalls haben wir dann ein Stadion, das war der Sinn und Zweck und die Sicherstellung eines Fußballklubs für ein Stadion, weil sonst wäre das Stadion ja nicht notwendig."

Es ist immer im Raum gestanden. Ich kann mich an all die Jahre erinnern, wo man überlegt hat, ob wir vielleicht den FC Tirol unterstützen müssen, da wir jetzt den Sport- und Freizeitpark "Tivoli-Neu" bauen. Wenn wir in der Situation sind, dass wir den Fußballklub nicht unterstützen, dann haben wir keinen Fußballklub mehr und was geschieht dann mit dem Sport- und Freizeitpark "Tivoli-Neu"?
Diese Überlegungen hat es all die Jahre in den Debatten im Gemeinderat gegeben. Ich habe alle Protokolle durchforstet und gesehen, welche Versuche unternommen wurden. Bezüglich der Jugendmannschaften wird so getan, als ob die Stadt Innsbruck zusammenbrechen würde, wenn es diese bzw. den Sport der Jugendlichen, um die es geht, nicht mehr gäbe. Natürlich bin ich froh, dass es sie gibt.
Die öffentliche Meinung war gegen den FC Tirol und man hat sich nicht mehr bei den Meisterfeiern gezeigt. Wenn die öffentliche Meinung für den FC Tirol war, dann hat man sich sehr wohl bei den Meisterfeiern gezeigt. Jetzt kippt die öffentliche Meinung und nun heißt es, sie haben die Lizenz nicht bekommen, die böse Bundesliga und die 300 Jugendlichen ... (Unruhe im Saal) ...
(Bgm.-Stellv. Zach: Ich ersuche um etwas Aufmerksamkeit für das theatralische Ballett von StR Mag. Schwarzl.) Es ist fast schon verwunderlich, dass sie nicht in Tränen ausgebrochen sind.
Dieser plötzliche Einsatz der SPÖ, dass sie auch ins Proponentenkomitee geht, da man bei diesem Zug ja mit dabei sein muss. Diese Sport- und Spielementalität geht mir so auf den Geist, das muss ich wirklich sagen. (Bgm.-Stellv. Zach: Sie uns aber auch.)
Ich kann es nicht formulieren und nicht in rationale Worte fassen. Es geht mir dies jedenfalls unheimlich auf den Geist.
Herr Bürgermeister, ich möchte an die Sitzung des Gemeinderates vom 22.10.1998, wo es um den Nachlass der Miete für das "FC Tirol Milch Stadion" wegen der Steuer am Subventionsweg gegangen ist, erinnern. Man hat die Miete wegen dem Finanzamt nicht nachlassen können, deshalb ist dies über den Subventionsweg erfolgt. Sehr wohl ist das alles über den Subventionsweg erfolgt.
(Bgm. DDr. van Staa: Sie müssen nicht so viel Propaganda für mich machen.)
Ich mache dies gerne für Sie, denn Sie sind ja so arm, dass Sie es nicht selbst für sich machen können. Sie werden nämlich ständig von den Innsbrucker Grünen der Unwahrheit bezichtigt. Jetzt muss ich Sie wieder aus dem Sumpf herausziehen, in den die Opposition Sie hineingedrängt hat. Ich finde, dass darüber einmal diskutiert werden muss. Wir haben in den letzten zwei Jahren permanent dringende Anfragen gestellt und es wurde jedesmal konsequent die Debatte verweigert. Ich finde es gut, wenn das jetzt über Anträge läuft, dann kann man einmal debattieren.
(Bgm.-Stellv. Zach: Aber bitte nicht zu lange.)
Ich möchte nur noch ein Zitat vom Herrn Bürgermeister los werden:

"Nur der FC Tirol Milch bekommt die Ermäßigung unter dem Erlass bis zur Fertigstellung des Neubaues. Hier muss man auch hinsichtlich der Vereinsstruktur reden. Ich habe auch immer gesagt, ich will nur mit einem konsolidierten Verein einen Vertrag abschließen."

Das war vor dem Abschluss des Mietvertrages mit dem FC Tirol. Die Innsbrucker Grünen haben damals bereits den Mietvertrag urgiert und gesagt, dass dieser Verein nicht konsolidiert ist. Es ging auch um die Frage, wie man sich die Mieteinnahmen und Betriebskostenzahlungen vorstellt. Von Anfang an ist das ganze "Affentheater" gleich weitergegangen wie vorher.
(Bgm.-Stellv. Zach: Ich bitte das "Affentheater" zurückzunehmen.) Es ist ja noch viel ärger.
Um die Kleingläubiger, die involviert sind, kümmert sich niemand. Jedoch der "arme" Robert Hochstaffl, der jetzt in Untersuchungshaft sitzt, wird bedauert. Um viele andere, die bei diesen Profisportvereinen mit drinnen hängen, wird nicht geweint. Beim Profifußball ...
(GR Dr. Rainer: Beim Eishockey auch.)
Mit dem Gösser Eishockeyverein waren wir gebrannte Kinder und das würde ich abhaken.
Jetzt habe ich das Gefühl, dass die wirtschaftspolitische und kontrollpolitische Funktion aussetzt, da man sich nicht ganz sicher ist, wie denn die Stimmung in der Bevölkerung ist. Dementsprechend schwankt man Hin und Her und es werden meiner Meinung nach, relativ oft, sehr irrationale Entscheidungen getroffen.
Ich verstehe nicht, warum das so ist und was dahinter steckt.

Für mich ist es nicht nachvollziehbar. Der Herr Bürgermeister hat gesagt, dass man seine Meinung sagen darf und ich danke ihm dafür. Ich habe nichts gegen eine vernünftige Jugendförderung, egal, in welcher Sportart, egal, wen es betrifft, aber ich stimme nicht zu, dass der Gemeinderat diese große Rettungsaktion so pauschal begrüßt, ohne genau jene Fragen zu stellen, die man in den letzten Jahren beim FC Tirol schon lange hätte stellen und beantworten lassen müssen.

 

Bgm. DDr. van Staa übernimmt den Vorsitz von Bgm.-Stellv. Zach.

 
GR Haller (Für Innsbruck)
Wir haben heute über Inlineskaten, Skaten, Rollschuh fahren gesprochen und es stimmt, dass dies gewaltige Sportarten sind. Zwischen sechs und zehn Jahren kann man diese Sportarten ohne weiteres ausüben. An der Hand von Papa und Mama, wird das funktionieren. Ab zehn Jahren wird man jedoch keinen Jugendlichen ohne entsprechende Vorbilder dazu bewegen können, dass er diesen Sport auch wirklich ausübt. Auch für Inlineskaten, Skateboard fahren usw. gibt es Profis, die als Vorbilder dienen. Diesen wird nachgeeifert.
Gerade die Gemeinde Kundl - das ist auch eine Weltstadt - baut den zweiten Skatepool in Europa. Man soll doch erwähnen, was da läuft. Jeder, der hier im Gemeinderat mit Jugendnachwuchsmannschaften im Sport arbeitet, weiß, dass die Arbeit mit Jugendlichen bis zu zehn Jahren wunderbar und leicht ist. Ich habe das sieben Jahre lang gemacht. Dann waren wir gezwungen, eine Kampfmannschaft zu gründen, ob wir wollten oder nicht, da wir die Mannschaften nicht mehr finanzieren konnten.
Sie werden nicht wirklich allen Ernstes glauben, dass mit € 94.000,-- dreizehn Jugendmannschaften finanziert werden können. Davon können nicht einmal die Buskosten finanziert werden, wenn österreichweit in der Bundesliga gespielt wird. Wenn in St. Jodok oder in Arzl auf einer schiefen Wiese gespielt wird, so benötigt man dazu keinen Bus. Es wird wesentlich mehr von Eltern und Privaten finanziert.
Es ist jedenfalls so, dass die Jugendlichen im kritischen Alter zwischen 10 und 18 Jahren Perspektiven benötigen. Wenn sie kein Vorbild haben, dann brechen sie der Reihe nach weg. So ist es bei uns im Verein geschehen und so wird es auch im Verein von GR Grünbacher sein. Wenn sie glauben, dass man deshalb keine Nachwuchsarbeit in der Stadt Innsbruck machen muss, stimmt das schon.
Die Stadt Innsbruck wird genau so weiter leben, unabhängig davon, ob ein Fußballverein existiert oder nicht. Aber das könnte ich dann auf viele Bereiche des öffentlichen Lebens beziehen, bei denen die Stadt Innsbruck gewaltig finanziert. Ich bin der Meinung und dazu stehe ich auch, dass Jugendarbeit gar nicht genug gefördert werden kann. Das wäre alles. Danke. (Beifall)
 

 
Bgm.-Stellv. Zach (Für Innsbruck)
Im Prinzip können wir sehr froh sein, dass ein solches Thema so viel Emotionen, ich sage Engagement, hervorruft. StR Mag. Schwarzl hat heute ihr schauspielerisches Talent zu 120 % eingesetzt. Eines, StR Mag. Schwarzl, muss ich schon sagen, dass jeder seine Prioritäten hat. Es ist alles richtig, was Sie heute aufgezählt haben, denn ich höre Ihnen auch immer lange höchstinteressiert zu, gehe weder hinaus, noch mache ich sonst etwas. Bitte mir das zuzugestehen.
Von Toleranz hat man bei den Innsbrucker Grünen noch nie etwas bemerkt. Ich weiß einige mir sehr am Herzen liegende Bereiche, wo sich die Jugend bzw. auch andere betätigen. Hier fragen wir auch nicht so genau, warum es keine Rentabilitätsberechnung in einem Kulturunternehmen gibt, warum kein Plan erstellt wurde und warum ist dies und jenes nicht erfolgt. Hier übt man verständlicherweise mehr Nachsicht aus und ich verstehe das, weil eine Nahbeziehung besteht.
Ich verstehe auch, dass nicht jeder mit Fußball etwas "am Hut" haben muss. Für mich als Jugendpolitikerin ist schon klar, dass Schaden bei den Kindern und jungen Menschen angerichtet wurde. Ich habe mich vor keiner Meisterfeier gedrückt, obwohl mir schon klar war, dass hier manches schief gelaufen ist. Ich war dabei, als wir gesagt haben, dass der Verein als solches kontrolliert bzw. nachgefragt wird und den teilweise sehr präpotenten Auftritten von Martin Kerscher nicht nachgegeben wird etc.
Bei der Presse hat es immer geheißen, warum man so einen Verein nicht unterstützt. Es hat sich jemand gefunden, der ATS 100 Mio privat investiert hat, ein anderer hat schon mit ATS 80 Mio unterschrieben. Man hat sich eigentlich fast immer dagegen wehren müssen. Ich habe aber immer betont - GR Lercher war auch dabei -, dass ich mich für die Kinder- bzw. Jugendarbeit, die mir ungeheuer wichtig ist, stets eingesetzt habe. Egal, ob dies nun Kinder der Musikschule sind, welche außerdem noch in einer Band spielen oder Kinder, die Inlineskaten bzw. Fußball spielen, sich mit Theater oder Ballett beschäftigen.
Es ist vernünftig, sich musisch, sportlich und das am besten in einem ausgewogenen Verhältnis, zu betätigen. Das wird man jedoch den einzelnen Persönlichkeiten, wie ich Kinder immer betrachte, selber überlassen müssen. Ich habe viel an Kinder- und Jugendarbeit gesehen. Oft war ich mit StR Mag. Dr. Bielowski am Sonntagvormittag am Sportplatz. Weder hier noch bei der Meisterfeier habe ich einen der Gemeinderäte gesehen, wenn wir den Knirpsen und Kindern die Preise überreicht haben.
Dass diese nichts bezahlen, StR Mag. Schwarzl, mag schon sein. Sie, StR Mag. Schwarzl, Sie sind nicht mit Eltern in Verbindung, die auch viel für die Jugendlichen unternehmen. Ob es einem gefällt oder nicht, es wird mitgegangen, mitgefahren, ausstaffiert und auch "Festln" arrangiert. Man ist froh, dass die Kinder bei einer sportlichen Betätigung gut aufgehoben sind.
Tatsache ist, dass ich angerufen werde, da mich relativ viele Kinder von meinen Betätigungen her kennen. Sie tragen mir Sparbücher an, weinen und dies geht bis zu einer sehr starken Emotionalität, die man bei weiblichen Personen als Hysterie bezeichnen würde. Ich war selber überrascht, aber diese Emotionalität kann ich nicht steuern. Es waren Buben, aber auch Mädchen. Ich lade alle Gemeinderäte am Sonntag in das Tivoli-Alt ein. Dort findet das Finale des Mädchen Fußballturniers statt. Man kann der Meinung sein, dass dies unpassend für Mädchen ist. Gestern zum Beispiel haben wir eine Kickboxerin, eine Extremkletterin und auch eine Fußballspielerin ausgezeichnet. Ich möchte schon sagen in einer pluralistischen Gesellschaft ...
(Bgm. DDr. van Staa: GR Linser, Sie müssen dagegen sein.)
... Herr Bürgermeister bitte, ich möchte jetzt Aufmerksamkeit haben.
In einer pluralistischen Gesellschaft wird es mehrere Möglichkeiten geben, sich zu betätigen. Dies trifft für die Eltern wie auch für Kinder zu. Der eine wird mehr Affinität zu dem einen Bereich haben, der andere mehr Affinität zu dem anderen. Ich glaube, dass wir uns grundsätzlich doch einig sein werden, denn es war doch alles relativ klar.
Die Jugendarbeit muss weiter gehen und selbstverständlich habe ich mich da auch zur Verfügung gestellt. StR Mag. Schwarzl, ich unternehme als Privatperson viel und lasse mir daher von gar niemandem etwas hineinreden. Mir ist egal, ob das in der Zeitung steht oder nicht, denn es geht mir nur um die Sache und ich glaube, die Sache ist gut.
Ich würde mich aber genauso für irgendetwas anderes einsetzen. Wenn das "Kindertheater an der Sill" wieder einmal am Nullpunkt ist, habe ich mich sehr wohl für Subventionen eingesetzt. Das ist nicht so lustig, da es dort leider nicht so viele Zuschauer gibt. Wir engagieren uns für die verschiedensten Bereiche, unter anderem jetzt auch für diesen.
Was den Profifußball betrifft, wird man Unregelmäßigkeiten nirgends ausschalten können, wo es Menschen gibt. Das gelingt keiner Bank, keiner Versicherung, keinem Sozialamt und auch keinem Finanzamt. Dazu muss ich sagen, dass das vielleicht im Klub der Innsbrucker Grünen erst erfunden werden muss. Selbst da habe ich gehört - zwar nicht in der Stadt Innsbruck -, dass man gezwungen war, jemanden auszuschließen. Es hat sich um eine Frau gehandelt und bitte zwingt mich jetzt nicht, einen Namen zu nennen, da ich diese Person persönlich kenne. Ich weiß, dass man so etwas nie ausschließen kann.
Keiner im Gemeinderat hat irgendetwas in dieser Richtung unternommen. Für so dumm wird niemand eine Gemeinderätin oder einen Gemeinderat der Stadt Innsbruck ansehen. (Beifall von Seiten der Fraktion "Für Innsbruck")

GR Dr. Patek (Grüne)
Mich hat einiges an der jetzigen Debatte gestört. Das eine ist diese teilweise explizit, teilweise implizit ausgesprochene Unterstellung, dass wir etwas gegen den Nachwuchsfußball hätten. Ich kann mich in den letzten Jahrzehnten an keine Abstimmung erinnern, bei der wir gegen den Nachwuchsfußball gestimmt hätten. Wir haben das immer in voller Höhe mitgetragen. Ich möchte das einmal registriert haben, damit diese falschen Bilder im Kopf revidiert werden. Vielleicht werden die Argumente dann so gehört, dass es nicht mehr auf prinzipieller Ebene zum Disput kommt, sondern man einfach versucht, die Argumente zu hören.
Die Argumente beziehen sich ganz klar auf die Profimannschaft und nicht auf die Nachwuchsmannschaft. Ich stehe auch dazu, wenn es breiten Nachwuchssport im Fußballbereich gibt, dann soll man dafür auch Mittel zur Verfügung stellen, wie bei anderen Sportarten auch. Wenn es im Kulturbereich einen breiten Nachwuchs gibt, dann soll auch dort etwas hineinfließen. Man muss nicht jammern, dass die Eltern dazu etwas zahlen müssen, denn dies müssen sie an der Musikschule oder beim Sportverein auch.
Es ist für mich Normalität, dass man für Kinder in dieser Stadt ein Angebot bereithält und dieses soll auch gewisse öffentliche Subventionen erhalten. Das steht für mich völlig außer Diskussion. Hier mit Unterstellungen zu arbeiten, dass wir den Nachwuchsfußball mies machen möchten, will ich einfach nicht mehr hören.
Ich möchte auch daran erinnern, dass wir bei diesem Antrag, Punkt zwei, explizit eine getrennte Abstimmung verlangen, beim Nachwuchsfußball jedoch generell sowie bei der Dringlichkeit dafür gestimmt haben. Beim zweiten Punkt des Antrages möchte ich doch darauf hinweisen, dass es sich hier eindeutig um die Profiklubmannschaft handelt. Ich habe im Gegensatz zu anderen vom Klub - GR Schrom hat auch dafür gestimmt - bei Punkt zwei des Antrages auch für die Dringlichkeit gestimmt, da ich diesen wirklich für dringend halte, jedoch nicht in der Form, wie er formuliert ist.
Ich halte ihn deshalb für dringend, da wir beim FC Tirol in den letzten Jahren zwei Mal hintereinander "Finanzpleiten" erleben mussten. Ich denke mir, dass es da offenbar einen gewissen Häufungspunkt gibt. Ich gebe Bgm.-Stellv. Zach schon Recht, dass man vor solchen Sachen nie gefeit ist. Offenbar gibt es gewisse Bereiche, die besonders wenig vor finanziellen Unregelmäßigkeiten gefeit sind.
Mir kommt es nicht erstaunlich vor, dass gerade in einer Sportart, wo eine gewisse Massenjubelkultur herrscht, schneller rationale und auch ökonomische Erwägungen auf der Strecke bleiben, weil mit den Leuten die Emotion durchgeht und jeder bei der ganzen Angelegenheit mitgerissen wird. Gerade wir als Parteien des Gemeinderates sind der Meinung, dass das ein wichtiger Bereich des öffentlichen Lebens ist. Was die Profimannschaft anlangt, trifft das die anderen stärker als uns.
Der Gemeinderat hat dann die Aufgabe, in den Bereichen wo die Emotionen durchgehen, Strukturen zu erfassen. Auch bei der Neugründung von Strukturen, bei der man die größte Chance hat, langfristig etwas auf gesunde Beine zu stellen, muss man sich die Zeit zu nehmen, um sich die Sachlage genau anzusehen. Wenn man so etwas haben möchte, muss man sich das so gut ansehen, damit nicht noch ein drittes Mal ein solches Desaster passiert.
Ich meine, dass das langsam für die Stadtgemeinde Innsbruck peinlich wird. Ich persönlich fühle mich bei Sportarten wohl, wo ich selber aktiv Sport betreibe. Bei Großdemonstrationen fühle ich mich genauso unwohl, wie in einem Fußballstadion, weil mir die Massenhysterie - ich zitiere das Wort von Bgm.-Stellv. Zach - Unbehagen bereitet. Es wird andere Leute geben, denen das Spaß macht solange es nicht kippt, was bei uns im Fußballbereich Gott sei Dank nur in mäßigem Ausmaß geschieht. In anderen Bereichen ist es schon wesentlich kritischer.
Die Reaktion, gerade im ökonomischen und strukturellen Bereich einen kritischeren Blick zu haben als woanders, halte ich für natürlich und nach zwei Pleiten im Profifußballbereich in Tirol in relativ kurzer Zeit von Seiten des Gemeinderates für geboten. Aus der Antragsformulierung von StR Mag. Dr. Bielowski lese ich nicht heraus, dass der Wunsch besteht, konstruktiv etwas aufzubauen, aber nicht nach dieser bekannten alten Jubelmentalität - die wir bereits kennen -, sondern eben etwas auf seriöseren Beinen.
Bei diesem Massensterben europäischer Fußballvereine sind wir in Österreich nicht die Einzigen. Man muss sich nur die Schweiz und die Bundesrepublik Deutschland ansehen. Bei Spanien und Italien warte ich bis es knallt und das wird, bei den Summen, die dort umgesetzt werden, nicht mehr lange dauern. Vor dieser Entwicklung muss man rechtzeitig einen Riegel vorschieben.
Das heißt, man muss die alten Argumente eines Alt-Bgm.-Stellv. Dr. Wimmer aufgreifen, den Marketingbereich ansehen und sich fragen, wie kann man Finanzströme in einer Klubstruktur, die automatisch schnell euphorisch werden kann, steuern und wie kann man öffentliche Kontrollen durchführen? Solche Dinge muss man sich jetzt ansehen. Dieser Sommer bis zum Beginn der Spielsaison bietet die Chance, dass man mit einem Neubeginn bei einem Verein strukturell und finanziell die Basis schafft, damit uns so etwas nicht noch einmal passiert. Das hat nichts damit zu tun, ob meine Sympathie für diesen Sport groß ist oder nicht. Ich nehme zur Kenntnis, dass es in der Stadt Innsbruck einen neu gegründeten Verein geben wird und es werden sich viele Leute darüber freuen. Es sollte eine Ebene geben, wo man sagen kann, wenn es um etwas Wichtiges geht und öffentliches Engagement gefragt ist - sei es auf der moralischen Ebene - ist in dem Bereich Hilfestellung zu leisten, der offenbar am anfälligsten ist, und das ist der strukturell finanzielle Bereich.

GR Grünbacher (SPÖ)
Zur Geschäftsordnung! Ich bitte GR Dr. Patek mir den Antrag zur Verfügung zu stellen, denn er muss offensichtlich einen anderen Antrag haben als ich. Er redet im Gemeinderat über Profifußballförderung. In meinem, mir vorliegenden Antrag heißt es im zweiten Teil wie folgt:

"Sollte der Vorstand des neuen Vereins mit dem Ziel des Wiederaufstieges in die T-Mobile Bundesliga verfolgen, ist auch hier eine entsprechende Unterstützung zu geben."
(GR Mag. Fritz: Spielen Amateure in der obersten Bundesliga?)
Der neue Verein ist kein Profiverein. FC Wacker Tirol ist ein Verein, der gegründet wurde und keine Lizenz für eine der höchsten Spielklassen besitzt. Somit ist er kein Profiklub.

Bgm. DDr. van Staa (Für Innsbruck)
Das war nicht zur Geschäftsordnung, sondern zur tatsächlichen Berichtigung. Zur Geschäftsordnung wird das geschäftsordnungswidrige Vorgehen des Vorsitzenden kritisiert oder beanstandet.

GR Dr. Rainer (ÖVP)
Ich glaube, dass wir uns doch auf den Inhalt des Vertrages und des im Gemeinderat vorliegenden Antrages des Sportreferenten beziehen. Ich darf sagen, dass das gesamte Vorgehen in den letzten Wochen zwischen uns ständig abgesprochen wurde und wir völlig übereinstimmende Meinungen haben. Alles was der Sportreferent im Gemeinderat heute zum Ausdruck bringt, wurde auch mit mir immer abgesprochen.
Daher ist es ganz klar, dass man die Jugendlichen, die in diesem großen Verein vorhanden waren, das sind 350 Jugendliche die in zehn Mannschaften Fußball spielen, wobei sieben Mannschaften in den einzelnen Tabellen an erster Stelle stehen, nicht im Stich lassen sollte. Es handelt sich hierbei um Nachwuchsfußballer der Spitzenklasse in Tirol, die wir sinnvollerweise weiter unterstützen sollten.
Ich kann Ihnen sagen, in den letzten Wochen sind verschiedentlich Eltern und auch Trainer zu mir gekommen
- ich nehme an, auch zum Herrn Bürgermeister, zu StR Dr. Bielowski und zu Bgm.-Stellv. Zach
- die gebeten haben, dass man diese Jugendlichen nicht im Stich lassen sollte. Die Buben haben teilweise sogar, wie sie gehört haben, dass unter Umständen alles zusammenbricht, geweint und haben gebeten, alles zu unternehmen, damit man dem Nachwuchs weiterhin die Chance gibt, an der Spitze mitzumischen.
Für die Buben ist natürlich der große Verein FC Tirol jenes Vorbild, das sie haben und jeder möchte dem Spitzenspieler nacheifern. Bereits bei der T-Shirts-Vergabe sind jene mit den Nummern von guten Spielern am beliebtesten. Hier ist es mir natürlich lieber, dass diese vielen Buben und Kinder in einem geordneten Trainingsverhältnis sind, als wenn sie auf der Landstraße oder wo auch immer, frei herumtoben und möglicherweise in einem Drogenkarussell landen. Es war richtig, dass von Seiten der Stadt Innsbruck jegliche Unterstützung angeboten wird. Der Antrag von StR Mag. Dr. Bielowski ist genauso wie der Wiederaufbau einer Mannschaft für Spitzenfußball in der Stadt Innsbruck, zu unterstützen.
Es ist natürlich richtig, was GR Grünbacher sagt, egal ob wir eine Spielgemeinschaft mit Wattens oder mit Wörgl eingehen, wir spielen noch nicht in der Bundesliga. Es dauert ein oder zwei Jahre, bis man in der obersten Liga spielt. Daher kann von einem Profifußball derzeit überhaupt nicht die Rede sein. Man weiß nicht einmal, wer der neue Vorstand sein wird und wo die neuen Spieler herkommen.
Deshalb wird man sich hauptsächlich mit jenem Nachwuchs beschäftigen müssen, welcher in den Bundesnachwuchszentren spielt. Hier wird versucht, eine neue Mannschaft aufzubauen, damit wieder attraktiver Fußball im Sport- und Freizeitpark "Tivoli-Neu" gespielt wird. Natürlich ist der Sport- und Freizeitpark "Tivoli-Neu" primär für Fußball gedacht. Es ist dies auch einleuchtend und ich glaube, dass alle, die hier im Gemeinderat sind, beide Anträge voll unterstützen sollten. Danke. (Beifall)

GR Barcal (Soziales Innsbruck)
Meistens geht es im Tiroler Landestheater nicht so spannend zu, als wie heute im Gemeinderat bei dieser Fußballdiskussion. Das möchte ich einmal bemerken. Ich finde es sehr gut und möchte danke sagen, dass jemand aus dem Gemeinderat - in dem Fall StR Mag. Dr. Bielowski - auf die Idee gekommen ist, diesen Antrag zu stellen. Gott sei Dank geht dann, wenn diesem Antrag die Zustimmung erteilt wird - was ich hoffe - die Kinder- und Jugendarbeit im Fußball weiter. Ich finde das sehr wichtig.
Die Fußballkinder haben wirklich mein Herz erobert. Ich war sehr stolz, als ich das erste Mal gebeten wurde, bei den Auswahlspielen als Unterstützung mit dabei zu sein. Ich wünsche, wenn der Antrag durchgeht, dass die Kinder- und Fußballmannschaften wieder funktionieren, weil ich weiß, wie viel Begeisterung, auch von den ehrenamtlichen Mitarbeitern und Trainern, dahinter steckt.
Ich hoffe, dass die Mannschaft erhalten werden kann und wieder weiter aufgebaut wird. Ich stimme im Namen der Fraktion "Soziales Innsbruck" diesem Antrag zu. (Beifall)

GR Federspiel (Freie Liste)
Ich spreche nur für die "Freie Liste", obwohl ich in der Zeitung und in der Öffentlichkeit als freiheitlicher Politiker bezeichnet werde. Viele Journalisten wissen nicht, was frei und freiheitlich ist. Ich habe StR Mag. Dr. Bielowski meine Unterstützung schon zugesagt. GR Dengg und ich werden diesem Komitee beitreten.

GR Haager (FPÖ)
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, die ich nicht sonderlich herausstreichen muss, dass wir diesem Antrag zustimmen und für den Sport sind. (Beifall)

StR Mag. Dr. Bielowski (Für Innsbruck)
Die dozierenden Ausführungen von StR Mag. Schwarzl haben natürlich die Möglichkeit gegeben, in der Zwischenzeit das Proponentenkomitee wachsen zu lassen. Herr Bürgermeister, ich kann bekannt geben, dass folgende Personen beigetreten sind:
GR Grünbacher, GR Erhard, GR Mag. Eiter, GR Haller, GR Hafele, GR Gruber, GR Kranebitter, GR Dr. Rainer, GR Barcal, GR Lackner, GR Mag. Mayr, GR Kritzinger, GR Wanker, GR Moser, GR Schreiner, GR Federspiel, GR Dengg, GR Scheiber, GR Lercher, GR Zobl, GR Kaufmann, GR Pertl und StR Dr. Gschnitzer.
Man sieht also, dass eine breite Mehrheit des Gemeinderates, es wird schon fast an eine 2/3 Mehrheit heranreichen, dem Proponentekomitee beigetreten ist. Damit wird es natürlich Sorge tragen und darauf achten, dass der Nachwuchsfußball in der Stadt Innsbruck sowie die Entwicklung, die nicht nur für den Fußball, sondern auch für die Identität der Stadt Innsbruck und Tirol besonderes wichtig ist, erfolgreich weitergehen kann.
Ich möchte mich hierbei bei allen, die bisher mitgeholfen haben, recht herzlich bedanken. (Beifall)

 

 
Bgm. DDr. van Staa (Für Innsbruck)
Ich wünsche mir, dass eine breite Bevölkerung sich daran beteiligt, damit es in Hinkunft nicht mehr einen Verein mit sechs oder acht Mitgliedern gibt, sondern wirklich einen Verein, der auch von der Basis her im Verein mitgetragen wird. Selbstverständlich werde ich mich aber nicht in die Geschäftsführung einmischen und die Unterstützung bekommt dieser Verein nur, solange er alles offen legt und alles transparent ist, so wie man sich einen Fußballverein eben vorstellt, der von der breiten Begeisterung der Jugend bis hin zu älteren Menschen getragen wird. Ich danke für dieses Zeichen der Solidarität.
 

B:
Der von StR Mag. Dr. Bielowski und Mitunterzeichnern eingebrachte dringende Antrag Punkt 1. (Seite 786) wird dem Inhalte nach angenommen.

MB: (gegen StR Mag. Schwarzl, GR Mag. Fritz, GR Linser und GR Dr. Patek)
Der von StR Mag. Dr. Bielowski und Mitunterzeichnern eingebrachte dringende Antrag Punkt 2. (Seite 786) wird dem Inhalte nach angenommen.

Es wurden Kopien des Antrages an die Fraktionen ausgehändigt.

Bgm. DDr. van Staa: Ich danke für das überwältigende Votum und die Solidaritätserklärung gegenüber unseren Sportsfreunden, vor allem gegenüber unseren Sportfans bei der Jugend. (Beifall)

 


Finanzielle Einschränkung durch die Tivolibaustelle vom 25.01.2007
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Seite 34
IV 611/2006
FC Wacker Tirol, erhebliche Einschränkungen für den Trainings-und Spielbetrieb durch die Erweiterungs-und Rückbaumaßnahmen im Fußball-Stadion "Tivoli-Neu" für die Fußball-Europameisterschaft 2008 (EURO), Sondersubvention

 
Bgm.-Stellv.Dipl.-Ing. Sprenger (ÖVP):
Alle wissen, dass es der FC Wacker Tirol finanziell nicht ganz leicht hat und ich glaube, dass diese Sondersubvention ein nicht unangemessener Beitrag ist. So hat es zumindest die Mehrheit der Mitglieder des Ausschusses für Finanzen und Subventionen gesehen.

GR Hof (Die Grünen):
Ich möchte hier für die Fraktion Stimmenenthaltung anmelden. Das bezieht sich nicht auf die Förderung als solche, sondern weil wir auf die Gesamtlösung hinsichtlich des FC Wacker warten.
Wir hoffen und rechnen auch inzwischen damit, dass hier eine Lösung kommen wird. Deshalb werden wir uns freuen, wenn wir einer guten Gesamtlösung, die das Gesamtkonzept von FC Wacker Tirol umsetzen kann, hoffentlich zustimmen können.

Bgm. Zach (Für Innsbruck):
Jeder tut so wie er meint. Ich bedanke mich für diese Erklärung.

GR Gruber (ÖVP):
Ich danke unserer Fraktion sowie Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Platzgummer, dass die Sondersubvention 2006 für den FC Wacker Tirol positiv erledigt wurde. Auch hier ist die Schizophrenie der Innsbrucker Grünen wieder eindeutig erkennbar.
GR Hof hat zwar im Ausschuss für Finanzen und Subventionen wortreich seine Position erklärt, aber was mich ärgert ist diese "No-Na-Nit-Funktion". Wir haben Beispiele aus dem Bereich der Fans und aus dem Bereich der Fan-Vereine gehört. Die Innsbrucker Grünen sollten den Leuten ehrlich sagen, zu was sie stehen. Entweder Ihr seid dafür, dass der FC Wacker Tirol unterstützt wird oder Ihr seid dagegen.
Diese "No-Na-Verbindungen" immer nach dem Motto, dass ein Gesamtkonzept erstellt werden soll, obwohl die Innsbrucker Grünen genau wissen, dass ein solches Gesamtkonzept nicht die Stadt erstellen kann, sondern das der FC Wacker Tirol selbst machen muss, damit zu verbinden, zeigt ja nur, dass die Innsbrucker Grünen nicht entscheidungsfähig sind.
Die Frau Bürgermeisterin hat heute erwähnt, sie hätte keine Schuld, dass die Innsbrucker Grünen nicht in der Stadtregierung sind. Vielleicht haben andere Schuld daran, aber ich bin froh, dass es so ist, da man nicht in einer solchen Art und Weise, egal ob es den Sport oder andere Bereiche betrifft, Politik machen kann.(Beifall)

StR. Mag. Schwarzl (Die Grünen):
Nun zur Sache selbst: Der Akt über die Sondersubvention 2006 in der Höhe von € 100.000,-- für den FC Wacker Tirol war in der letzten Sitzung des Stadtsenates vor Weihnachten als Tischvorlage. Das war für mich einer der Hauptgründe, dass ich das nicht als Tischvorlage entscheiden konnte, sondern das eigentlich innerhalb der Vorbereitungsfrist vorgelegt hätte werden sollen.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich gesagt habe, dass der Weg, den FC Wacker Tirol eingeschlagen hat, wahrscheinlich der einzig gangbare Weg für einen Profifußballverein in Österreich ist. Anders ist Profifußball nicht zu bestreiten, nämlich mit dem stufenweisen Aufbau von unten nach oben, ohne das sinnlose Einkaufen von teuren Spielern und im Hinblick auf irgendwelche Champions-League-Fußballspiele, aus denen nichts wird und dann das passiert, was landauf, landab eintritt.
Uns ist nicht nur dieses sportliche Paket, sondern auch das wirtschaftliche wichtig, dass der FC Wacker Tirol die Möglichkeit hat, eigenwirtschaftlich im Sport- und Freizeitpark "Tivoli_Neu" zu arbeiten. Selbstverständlich hat diesbezüglich die Stadt Innsbruck mitzureden, da sie zur Hälfte Eigentümerin der Olympia-Sport-und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) ist.
Ich halte es für ziemlich bemerkenswert, dass ich nach Weihnachten von einem Mitverantwortlichen der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) ein E-Mail bekommen, habe, in dem ihm zugetragen wurde - dies kann nur ein Mitglied des Stadtsenates gewesen, sein -, dass ich gegen die Subvention gestimmt hätte. Ich habe diesem meine Mitschrift aus der Sitzung des Stadtsenates zugesandt und ihm erklärt, was wirklich in der Sitzung des Stadtsenates gewesen, ist. Ich finde es schon bemerkenswert, welche Informationen über die Innsbrucker Grünen und ihr Stimmverhalten weitergegeben werden, die jedoch mit der Tatsache nichts zu tun haben.

GR Haller (Für Innsbruck):
Diese Wortmeldung und diese Stimmenthaltung passt wieder sehr gut ins Bild der Innsbrucker Grünen. Das ist für mich einfach beschämend.
Was hat diese Subvention mit einem Gesamtkonzept des FC Wacker Tirol zu tun? Gar nichts! Hier eine Brücke zu bauen, dass sie der Subvention zustimmen würden, wenn es ein Gesamtkonzept gäbe, ist sagenhaft.
In diesem Akt steht klipp und klar, für was der Betrag in der Höhe von € 100.000,-- vorgesehen ist. Man müsste sich diesen Akt nur einmal durchlesen. Dieser Betrag hat schlicht und ergreifend mit der Umstrukturierung zu tun, die der FC Wacker Tirol aufgrund des Umbaus vornehmen musste. Durch diesen Umbau sind erhöhte Sicherheitsaufwendungen entstanden. Diesbezüglich hätte man zu den Verantwortlichen gehen und sich erkundigen können. Das alles steht klipp und klar im Akt.
Wenn das jetzt so hingestellt wird, als wäre die Stadt Innsbruck nicht fähig ein Konzept zu erarbeiten und deshalb wird dieser Subvention nicht zugestimmt, so ist das für mich beschämend. Das passt aber zu den Innsbrucker Grünen.

GR Hof (Die Grünen):
Zur Klarstellung! Was hat die Subvention mit dem Gesamtkonzept zu tun? Wenn die Subvention nichts mit einem Gesamtkonzept zu tun hätte, dann wäre sie uns nämlich tatsächlich zu wenig. Wir waren natürlich beim FC Wacker Tirol und haben uns die Zahlen besorgt.
Uns geht es darum, dass der FC Wacker Tirol nachhaltig selbst in einem sauberen Umfeld, zu dem auch die Stadt Innsbruck etwas beiträgt, wirtschaften kann. Wozu machen wir denn sonst Sportpolitik?
Jetzt zu sagen, dass die Stadt Innsbruck für den FC Wacker Tirol kein Konzept erstellen kann, so stimmt das natürlich, aber das lenkt eigentlich wieder vom eigentlichen Problem ab. Der FC Wacker Tirol kann sein Konzept ohne die Stadt Innsbruck nämlich auch nicht machen.
Es geht darum, dass wir - ich bin frohen Mutes, dass wir das auch in der nächsten Sitzung beschließen werden, denn nachher wäre es wohl zu spät-, tatsächlich ein Gesamtkonzept für den FC Wacker Tirol haben werden bzw. dass die Stadt Innsbruck alles dafür tut, dass der FC Wacker Tirol überleben und selber wirtschaften kann. Wahrscheinlich würde das auch für die Stadt Innsbruck mittel-bzw. Langfristig einen finanziellen Vorteil bringen, auch wenn es einmal Investitionen geben kann
Der Antrag für diese Subvention ist den Migliedern des Stadtsenates relativ kurzfristig vorgelegt worden. Die Diskussion über das Gesamtkonzept von FC Wacker Tirol ist ja nicht neu, denn wir reden schon seit Monaten darüber. Wem läuft denn der Präsident des FC Wacker Tirol schon seit Monaten nach? Unter anderem auch uns als politisch Verantwortliche, weil er sein Konzept erstellen möchte und dafür die Rahmenbedingungen braucht. Diese Rahmenbedingungen sollten wir ihm bieten. Darauf warten wir jetzt.
Den Betrag von € 100.000,-- als Abgeltung für die erhöhten Security-Aufwände durch den Umbau des Sport- und Freizeitparks "Tivoli-Neu" ist ein Tropfen auf den heißen Stein bzw. eine Einmalzahlung. Das ist kein nachhaltiges Konzept. So sollte, unserer Meinung nach, Sportförderungspolitik nicht aussehen.

GR Mag. Kogler (Liberales Innsbruck):
Frau Bürgermeisterin, sehr geschätzter GR Hof! Ich stimme mit dir vollkommen überein, dass der FC Wacker Tirol richtig wirtschaften können muß. Das ist mit dieser Subvention verknüpft.
Ich bin auch immer hinsichtlich des Profisports sehr kritisch. Was wir von der Gemeinde tun können, ist die Infrastruktur zu Verfügung zu stellen, Die Infrastruktur muss passen, aber wenn diese durch den Auf- und Abbau des Sport- und Freizeitparks "Tivoli Neu" nicht passt, dann ist für uns dieser Wirtschaftsbetrieb eingeschränkt. Deshalb müssen wir entsprechend danach trachten, dass der FC Wacker Tirol Unterstützung bekommt.
So ist diese Subvention auch zu verstehen. Ein nachhaltiges Konzept ist zwar wesentlich, aber jetzt geht es um die Sondersubvention 2006. Wir sehen das nicht als Unterstützung des Profisports, sondern als Unterstützung der Rahmenbedingungen für den Wirtschaftsverein FC Wacker Tirol.
Man kann nie genug Mittel haben, aber primär sollen wir die Mittel für den Nachwuchssport einsetzen.
Das ist unsere Zielsetzung und wir betrachten diese Subvention als Wirtschaftsförderung. Ich hoffe, dass sich GR Hof dahingehend anschließen kann.

GR Grünbacher (SPÖ):
An und für sich wollte ich das auf das realpolitische begrenzen, aber einen kleinen Ausflug muss ich schon machen. Ich glaube, wenn morgen in der Stadt Innsbruck ein Molekularbiologie-Kongress stattfinden würde, würden die Innsbrucker Grünen den Molekularbiologen erklären, wo der Hammer hängt. Es gibt wenig, worüber die Innsbrucker Grünen nicht besser als jeder andere auf der Welt Bescheid wissen.
Die gesamte Geschichte ist ganz wesentlich. Der FC Wacker Tirol ist vom Konzept und von der Ideologie her, in ganz Österreich ein Vorbild. Wir müssen schauen, dass wir für den FC Wacker Tirol Rahmenbedingungen schaffen.
Es wird auch mit der SPÖ nicht zu machen sein, permanent den Profisport zu subventionieren. Das will aber auch niemand, wenn man Rahmenbedingungen schafft. Das ist eine Konzeption, die nicht nur bei uns, sondern auch beim FC Wacker Tirol liegt.
GR Hof weiß genau, dass diese Eigenwirtschaftlichkeit derzeit vertraglich gar nicht möglich sein kann.
(GR Federspiel: Der Betrag in der Höhe von € 100.000,-- ist auch zu wenig.)
Hör mir zu und staune! Es geht jetzt, GR Federspiel, nicht um die € 100.000,--, sondern um die Konzeption.
Die Problematik ist Folgende. Es geht um den Betrieb der Eigenwirtschaftlichkeit bzw. auch um die Verträge, die mit der Catering-Firma usw. gemacht wurden. Dass dies jetzt nicht möglich ist, ist klar. Wir haben diesbezüglich alle mit denselben Menschen vom FC Wacker Tirol gesprochen. Wir kennen die Vergleiche mit dem FC Pasching usw., nur muss das rechtlich möglich sein. Derzeit ist das aber nicht möglich.
Die zweite Geschichte ist, dass jetzt eine Mindereinnahme durch den Umbau des Sport- und Freizeitparks "Tivoli Neu" zu Stande gekommen ist, die man abfedern muss. Ich bin froh, dass das jetzt eine Einmalgeschichte ist.
Das Ziel muss sein, die Infrastruktur so zur Verfügung zu stellen, dass der FC Wacker Tirol spielen kann. Allerdings möchte ich schon eine Definition der Infrastruktur haben, weil Leitungskosten, Schiedsrichtergebühren, VIP-Kosten nur im Kostenbereich und nicht im Ertragsbereich anzusetzen sind. Das heißt, man muss Gleiches mit Gleichem vergleichen, damit man klar sagen kann, wie es aussieht.
Der SPÖ ist es wichtig, dass man den FC Wacker Tirol nicht isoliert sehen kann. Es gibt viele Vereine, die User in der Olympia-Sport - und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) sind. Diese muss man, schon aus Gerechtigkeitsgründen, zumindest gleich behandeln. Ob das jetzt monetär mehr oder weniger kostet, ist eine völlig andere Geschichte.
Man kann nicht sagen, dass es jetzt opportun ist, den FC Wacker Tirol zu finanzieren. Es gibt kleine Vereine, die genauso Kosten haben, wie zum Beispiel im Eisbereich, und prozentuell lange nicht das zurückbekommen, was andere Vereine bekommen.
Es ist ein ganz wesentlicher Punkt, konzeptionell darüber nachzudenken, wie diese Abrechnung und Querfinanzierung in der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) stattzufinden hat. Das ist ein sehr wesentlicher und interessanter Punkt.
Eines teile ich mit meinem Vorredner und zwar, dass das wenig mit Sportförderung, sonder mehr mit Wirtschaftsförderung zu tun hat. Man könnte sich sogar überlegen, ob man diese Kosten nicht irgendwann mittelfristig in die Innsbrucker Immobilien GesmbH & Co KEG (IIG) auslagern sollte.
Wichtig ist uns das Bekenntnis zum FC Wacker Tirol, das Bekenntnis auch zur Ideologie, welche dieser Verein vertritt und eine momentane Hilfestellung zu leisten. Deshalb stimmen wir hier als ersten Schritt gerne zu, wollen aber natürlich weiterhelfen und das geht nur strukturell, worüber noch Gespräche geführt werden müssen. (Beifall)

Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Platzgummer (Für Innsbruck):
Im vorliegenden Antrag steht eindeutig geschrieben, dass es aufgrund verschiedener Umbaumaßnahmen im Sport- und Freizeitpark "Tivoli-Neu" und dadurch notwendiger struktureller Veränderungen bei der Abführung von Spielen bis hin zu anderen Einteilungen der Sicherheitsaufgaben, zu erhöhten Kosten gekommen ist.
Deshalb soll der Wacker Tirol eine Sondersubvention in einer einmaligen Art und Weise erhalten. Dies Subvention ist meiner Ansicht nach mehr als sinnvoll und richtig. Das zeigt eigentlich diesen
"Ja/Nein-Kurs" oder "wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass" der Innsbrucker Grünen auf. Man kann nicht sagen, dass wir dem heute nicht zustimmen, weil man ein Gesamtkonzept haben will und sich gleichzeitig erwarten, dass innerhalb weniger Wochen ein Gesamtkonzept erarbeitet ist, wo dann im Lizenzierungsverfahren, das jetzt im Feber stattfinden wird, das Geld fehlt. So kann es nicht gehen.
Im Feber 2007 hat der FC Wacker Tirol ein Lizenzierungsverfahren, wo sich herausstellen wird, ob er die Lizenzen entsprechend erhält bzw. was er tun muss..
Ich glaube, man kann hier nicht sagen, dass wir das auf die lange Bank schieben sollen, da ein Gesamtkonzept erstellt werden muss. Ich bin aber auch der Meinung, dass ein solches Gesamtkonzept eine wichtige Sache ist. Nur ein Profi-und Wirtschaftsbetrieb muss von sich auch ein solches Konzept entwerfen und verfolgen.
Es kann nicht die Aufgabe der Stadt Innsbruck bzw. der öffentlichen Hand sein, für einen Profibetrieb ein Gesamtkonzept zu entwickeln und das dann möglicherweise noch umzusetzen. Deshalb muss das der FC Wacker Tirol von sich aus tun. Ich war der Erste, der im Juni des vergangenen Jahres diese Idee aufgegriffen hat. Ich habe angeboten, dass ich gerne bereit bin, mich in einer Arbeitsgruppe, die im Gemeinderat zu bilden wäre, einzubringen, dort mitzuwirken und zu versuchen, alle meine Ideen allenfalls zu verwirklichen.
Eine solche Arbeitsgruppe wurde bis jetzt vom FC Wacker Tirol nicht eingesetzt. Gerade heute wurde ich am Vormittag zu einem Gespräch bei Landeshauptmann-Stellvertreter Hannes Gschwendtner gemeinsam mit Landesrat Mag. Bodner und dem Obmann des FC Wacker Tirol, Ing. Stocker sowie mit dem Finanzreferenten des FC Wacker Tirol, Dr. Winkler, eingeladen, wo wir über verschiedene Dinge gesprochen haben.
Es steht außer Zweifel, dass das Gesamtkonzept über den FC Wacker Tirol laufen muss. Auch steht außer Zweifel, dass ich bereit bin, mich dort, wo ich einen sinnvollen Beitrag leisten kann, in diese Arbeit einzubringen.
Ich warne davor zu meinen, dass die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) einfach mehr Leistungen für den FC Wacker Tirol zulassen und selbst auf Einnahmen in diesem Bereich verzichten soll. Dann bekommt aber wieder aus der Sicht der Innsbrucker Grünen die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) eine auf den Deckel, wenn sie einen erhöhten Abgang schreibt.
Das ist ja nicht möglich. Man kann nicht eine solche Schere auftun, indem man sagt, entweder wir "hauen" auf die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum GesmbH (OSVI) oder wir "hauen" auf andere, weil sie kein Gesamtkonzept gemacht haben. Ich glaube, wir müssen uns hier schon mit der notwendigen Seriosität den Dingen zuwenden und sie bearbeiten.
Wir haben heute zum Beispiel bei Landeshauptmann.Stellvertreter Hannes Gschwendtner vereinbart, dass auf Ebene des Landesrates Mag. Bodner - dieser hat sich dazu bereiterklärt - eine Arbeitsgruppe diese Angelegenheit durchforstet und gemeinsam mit der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) bearbeitet. Diese Arbeitsgruppe wird hier nach Möglichkeiten suchen.
Wenn es Möglichkeiten gibt, werden wir darüber zu entscheiden haben, ob wir einerseits über die Olympia-Sport - und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) eine gewisse Subventionierung - in welcher Art auch immer - betreiben können, indem wir vielleicht Werbeflächen für den FC Wacker Tirol oder in anderer Weise zur Verfügung stellen. Oder ob wir sagen, dass der Abgang der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) zu hoch ist, wir diesen senken müssen und daher nicht irgendwelche weiter Gaben geben können.
Alle Mitglieder des Gemeinderates wissen, dass wir uns ohnehin im Budget für den FC Wacker Tirol stark strapazieren. Ich glaube, so einfach ist es und daraus etwas anderes zu machen, ist der Sache tatsächlich nicht hilfreich. Wir wollen einen Leitbetrieb im Fußball haben, der in der ersten Liga spielen kann, sodass wir einen entsprechenden Magneten auch für unsere Jugend haben, die in ihrer ganzen Fußballausbildung darauf abzielt, irgendwann einmal bei einem solchen Verein zu spielen. Wir haben fast in jedem Dorf in Tirol entsprechende Fußballvereine, wo Jugendliche ausgebildet werden.
Dieser Leitbetrieb tut uns gut und deshalb werden wir natürlich dafür eintreten. Alles andere wäre Humbug, wenn man uns unterstellen würde. Dass wir nicht dafür eintreten, dass der FC Wacker Tirol nicht eine entsprechende Zukunftsaussicht hat. Nur der Verein muss das als Profibetrieb selbst machen und wir bringen uns so gut wie möglich ein. Das werden wir verlässlich tun.
Diese Sondersubvention, über die wir heute entscheiden, dient tatsächlich zur Abdeckung von erhöhten Sicherheitskosten, wie ich bereits einleitend ausgeführt habe. Das hat mit der anderen Gestion eigentlich noch nichts zu tun, denn daran würde viel mehr hängen. Hinsichtlich der Fußballausbildung für Kinder und Jugendliche stellt sich insgesamt die Frage, wer für diese dann verantwortlich ist, ob man sie einem Verein in die Hände legt oder ob das der Tiroler Fußballverband sein kann usw. Hier geht es auch um Themen, wie die Vereinbarung mit Wattens aussieht, welche Gelder fließen und welche Gelder notwendig sind, um vielleicht andere Submannschaften überall zu bedienen.
Damit hängt viel mehr zusammen, als immer nur von einem Gesamtkonzept zu sprechen. Einmal habe ich gehört, dass es besser wäre, wenn beim Sport- und Freizeitpark "Tivoli-Neu" ein "Würstelstandl" stehen würde, sodass man nach dem Fußballspiel besser feiern kann. Das hat jedoch mit einem Gesamtkonzept wenig zu tun, denn hier geht es schon um ganz andere Dinge.
Natürlich sollte irgendwie die Chance bestehen, dass die Zuschauerinnen bzw. Zuschauer nach einem Fußballspiel beim Sport- und Freizeitpark "Tivoli-Neu" bleiben und feiern können. Solche Dinge gehören natürlich angedacht bzw. überlegt, dem man sicherlich nachkommen wird. Ich denke, dass man dann zu einem Ergebnis kommen wird.
Bei dem Betrag in der Höhe von € 100.00,--, der jetzt zur Entscheidung heransteht, zu sagen, dass man sich der Stimme enthält, ist halbherzig. Das heißt nichts anderes, als dass man jetzt dem FC Wacker Tirol die € 100.000,-- nicht geben möchte. Wenn man sich der Stimme enthält kann man aber auch dagegen stimmen.

 

Beschluß: (einstimmig, bei Stimmenthaltung GRÜNE; 5 Stimmen):
Die Sondersubvention für den FC Wacker Tirol zu Vp. 2/925000+859100 in der Höhe von
€ 100.000,-- wird genehmigt.

 


 

Subventionsanträge des Sportausschusses vom 27.03.2008
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16.6 V 3067/2008
HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck - Die Haie, allgemeine Vereinsförderung

GR Hof (Die Grünen):
Allgemeine Vereinsförderung lautet der Antrag mit € 116.500,--, dazu kommen noch ein paar kleinere Beträge für konkrete Projekte, denen ich sehr gerne zustimmen kann. Aber einen Betrag in der Höhe von € 116.500,-- an einen Verein, der für mich schon sehr stark in Richtung eines Wirtschaftsbetriebes geht, zu geben, ist für mich noch schwerer verständlich, als im Jahr 2006 noch eine Subvention in der Höhe von € 45.000,-- gewährt worden ist. Im Jahr 2007 wurden € 90.000,-- an Subventionen gewährt.
GR Haller wird vielleicht aufklären, dass es dabei auch ganz maßgeblich um die Betriebskosten der Universitätssportanlage Innsbruck (USI) geht. Es bleibt trotz allem für mich noch übrig, dass laut Antrag des HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck - Die Haie, das Land Tirol € 49.000,-- bezahlt. Es ist für mich ein Missverhältnis, wenn das Land Tirol € 49.000,-- bezahlt und wir € 116.500,-- geben. Aber, wenn sich das noch aufklären lässt, dann lasse ich mich gerne überzeugen.

 
GR Grünbacher (SPÖ):
Ich bin schon etwas über die Argumentationen erstaunt. Ich möchte doch zwei Sachen darlegen: Ich bin nicht Vereinsfunktionär beim HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck - Die Haie, aber eines ist schon klar, dass die Subvention in der Höhe von € 116.000,-- ein Teil einer Zusage zwischen Land Tirol und Stadt Innsbruck ist, die die Infrastrukturkosten der Halle betrifft. Wenn nur Kinder und keine Profis spielen würden, wäre es genauso teuer, weil die Hallenkosten anfallen. Nur weil dieser Verein nicht Boccia spielt, kann man dem Verein keinen Vorwurf machen, weil die Eiszeiten teurer sind. Die völlige Inkonsistenz, GR Hof, in deiner Argumentation ist bei den Swarco Raiders Tirol, die ich sehr schätze, zu sagen, dass diese Infrastrukturkosten haben, auch wenn sie im gleichen Stadion wie der FC Wacker Innsbruck spielen, bei dem aber argumentiert wird, dass das andere Kosten sind. Das Spiel kostet im gleichen Stadion gleich viel, ob Fußball oder Football gespielt wird. Entweder wir bekennen uns dazu, dass wir die Infrastruktur zur Verfügung stellen - wir haben immer gesagt, dass wir den Spitzensport nicht direkt über "Kohle" fördern - oder nicht. Über die Infrastruktur gab es bis jetzt immer einen breiten Konsens. Ich bin über die Argumentation entsetzt, die hier stattfindet. Es war ein breiter Konsens vorhanden, dass wir gesagt haben, dass wir bei den Hallenkosten etwas tun müssen. Wir müssen auch bei den Stadionkosten etwas tun, weil das sonst nicht machbar ist. Hier zu sagen, alles was Profi ist, soll sich selber finanzieren, dazu möchte ich grundsätzlich sagen, dass das kein Profisport ist. Ein Profisport ist es dann, wenn sich ein Verein so trägt, dass das bis zu den Kleinen herunter geht. Das kann sich keiner leisten. Es gibt wenig Vereine, die insgesamt mit der Nachwuchsarbeit positiv bilanzieren. Diese Vereine haben eigene Stadien und ganz andere Dinge.
Wenn man den Nachwuchs haben will, dann benötigen wir den Spitzensport und wir geben keine "Kohle" dafür. Die Landessubvention in der Höhe von € 1,6 Mio ist eine völlig andere Geschichte, denn wir haben von der Stadt Innsbruck nichts gegeben. Gott sei Dank bauen wir den Paschbergplatz. GR Hof, lies in den letzten Jahren meine Wortmeldungen nach, denn es fehlen uns in der Stadt Innsbruck vier Fußballplätze. Wenn der FC Wacker Innsbruck diesen Platz nutzt, dann ist mir das sehr recht. Es ist mir sehr recht, dass Tausende Leute Fußball oder Eishockey zuschauen gehen.
Es ist toll, wenn Kinder Sport betreiben. Kinder, die Fußball spielen, haben Idole. Die Idole spielen nicht Boccia, sondern Fußball und diese wollen in einer hohen Liga spielen. Das mindeste, was wir tun können, ist, diesen Vereinen angemessene Stadiengebühren zu verrechnen.

GR Haller (Für Innsbruck):
Ich bin direkt angesprochen worden, weil ich in dem Verein HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck - Die Haie tätig bin. Ich muss etwas klar stellen und zwar so, dass man das auch ein bisschen begreift. Der HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck - Die Haie besteht so wie viele andere Vereine nicht nur aus der Kampfmannschaft.
Die Jugendarbeit bringt uns ohne Eiskosten und ohne Kabinenkosten € 230.000,--. Wir haben auch Mitgliedsbeträge von zirka € 35.000,--. Der Rest wird über den Abgang der Kampfmannschaft finanziert, nicht dass jemand meint, dass von dem Betrag von € 116.000,-- auch nur ein Cent einfließen würde. Wir haben acht Nachwuchsmannschaften, eine Laufschule mit 30 bis 50 Schülerinnen und Schülern, am Anfang ein wenig mehr und dann brechen welche auf Grund von schulischen Problemen usw. weg. Wir haben die U 10, die U 12, U 14, U 17 und die U 20. Wir haben auch noch die Eliteliga. Wir haben acht Betreuer und acht Trainer ehrenamtlich. Die Trainer bekommen einen kleinen Ausgleich von € 2.000,-- im Jahr.
Es gibt zwei hauptamtliche internationale finnische Trainer, weil man ansonsten keine qualitätsvolle Nachwuchsarbeit machen kann. Zum Vergleich: Eine Kampfmannschaft besteht aus 25 Spieler, 15 Betreuer, Trainer, Zeugwarte und Ärzte, nur dass man einmal das Verhältnis sieht. Was bieten wir den jungen Burschen und auch den jungen Mädchen? Zirka 1.000 Sommertrainingsstunden wie Trocken- und Krafttraining.
1.000 Trainingsstunden im Winter, 110 Heimspiele im Winter, sieben große Heimturniere, 110 Auswärtsspiele, die wir mit den Bussen besuchen müssen und dort ist auch eine Übernachtung notwendig, sowie sieben Auswärtsturniere. Der Erfolg des Nachwuchses kann sich sehen lassen. Wir haben beim HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck - Die Haie zirka 25 Nationalspieler. Das Doppelte ist noch im Tiroler Kader. Ganz stolz sind wir darauf, dass wir zwei Nachwuchsspieler in den finnischen ersten Ligen haben. In der U 20 in Finnland haben wir zwei Verteidiger. Man muss schon ein bisschen eine Vorstellung haben, was sich dort abspielt.
Sechs Verteidiger sind in einer Mannschaft, die mit 24 Verteidigern um diesen Platz kämpfen. Diese sind Stammspieler.
Drei ehemalige Nachwuchsspieler sind jetzt in der Erste-Bank-Liga, zwei in Graz und einer in Wien. Wir haben zirka vier bis sechs in der Kampfmannschaft. Dass diese nicht sehr viel spielen, ist relativ leicht erklärt. Der Sprung von der U 20 in die Kampfmannschaft ist bei dieser Spielstärke, die zur Zeit die österreichische Eishockeyliga hat, zu groß. Ich weiß schon, dass uns das Villach vormacht, denn dort werden immer wieder Spieler hinein gebracht. Auch Salzburg spielt noch in der Nationalliga mit der U 20 und Villach spielt in der Karawankenliga, also in einer Erwachsenenliga, wo diese gefordert werden. Das kostet in etwa - wir haben uns das ausgerechnet, denn wir wollten in der Nationalliga spielen - mit dem Nachwuchs zirka € 300.000,-- bis € 350.000,--, wenn wir im Mittelfeld einigermaßen mithalten wollen. Wir spielen in der Elite-Liga.
Warum kommen so wenige nach oben? Das hat schulische Gründe. Die Kinder sind in der Schule den Doppelbelastungen einfach nicht gewachsen. Vielleicht fehlt auch das Talent, dann ist es so. Berufliche Grundausbildung geht hier vor, denn es kann sich nicht jeder Familienvater leisten, dass sein Nachwuchs Eishockeyprofi wird, den er finanziert. Verzicht ist dabei ein großes Thema, denn
die Kinder müssen sehr viel auf die Freizeit verzichten. Am Wochenende sind die Kinder am Weg. Der Zeitaufwand ist gewaltig und auch das finanzielle Risiko der Familien, das kann sich nicht jeder leisten.
Ich darf noch ganz kurz ausführen, wie das abläuft: U 8 spielt nur Turniere, keine Wertung und das ist Breitensport. U 10 spielt nur Turniere, keine Wertung. Ab der U 12 werden Meisterschaften gespielt - zweiter Platz in der Österreichischen Meisterschaft, das ist ein ganz gewaltiger Erfolg. U 14 - Österreichischer Meister, das war dieses Jahr ein sensationeller Erfolg. Wir sind dort sehr stark. Die U 17 ist Vierter geworden. Die U 20 ist Fünfter geworden. Die Elite-Liga war die einzige Mannschaft in Tirol, die ohne Ausländer gegen andere Mannschaften gespielt hat. Diese sind um einen Punkt nicht in das Play-Off gekommen. Das war einfach Pech.
Wofür geben wir noch Geld aus? Die Nationalspieler, die Jugendnationalspieler und die U 11 waren in Budapest mit sieben Spielern, wo wir die Fahrten natürlich zahlen müssen. Die U 12 war in Lustenau, das war billig, denn es nahmen nur vier teil. In Kloten war nur ein Teilnehmer. Das U 13 Turnier fand in Bosten statt und Ihr könnt euch vorstellen, dass das für vier Spieler nicht so billig war. Die U 14 hat in Quebec mit zwei Spielern gespielt. In Kufstein beim Kufstein-Cup mit den Nationalspielern gab es in den U 16 nur einen Teilnehmer. In Ostrau waren bei der U 15 zwei Spieler. Beim Challenge Cup in Prag gab es zwei Spieler bei der U 15. Es gab dann noch ein Turnier der U 15 in Ostrau mit sechs Spielern. Die U 18 hat in Plate mit zwei Spielern gespielt.
So wird das Geld ausgegeben. Ich lasse gerne die Klubobleute GR Wanker und GR Grünbacher die Bilanz ansehen, damit habe ich kein Problem. Aber, die Innsbrucker Grünen sollen mir nicht böse sein, denn Ihnen zeige ich diese ganz sicher nicht, denn ich habe die Vertrauenswürdigkeit in letzter Zeit nicht gerade wahnsinnig hoch gefunden.

 

GR Hof (Die Grünen):
Ich glaube, dass mir GR Grünbacher nicht genau zugehört hat, weil du meine Argumente über die Positionen vermischt hast. Ein Betrag von € 1,6 Mio von uns oder von Seiten des Landes Tirol ist nicht etwas, womit unser Sportplatz - man hat es im Herbst gelesen - etwas zu tun hat. Das hat der Landeshauptmann auf einer Pressekonferenz gesagt, dass das der Beitrag der Stadt Innsbruck ist, dass wir einen Trainingsplatz bauen. Natürlich hat das damit etwas zu tun. Ich sage, dass ich schon grundsätzlich größte Probleme gegen den Betrag von € 130.000,-- habe, aber vor dem Hintergrund, dass gerade € 1,6 Mio an öffentlichen Geldern geflossen sind, stimme ich nicht zu. Es geht mir nicht um den sportlichen Erfolg, ob das klappt oder nicht, obwohl ich sehr gerne zu Spielen des FC Wacker Innsbruck gehe. Was ist mit dem Betrag von € 1,6 Mio und mit dem Spielraum, den man durch diese Entschuldung bekommen hat, passiert? Es wurden neue Spieler gekauft, man hat dem Faneinfluss zurückgedrängt und man hat, wie man hört, die Jugendarbeit aus dem Verein zurückgedrängt. Das halte ich nicht für unterstützenswert und schon gar nicht in einem Ausmaß von € 130.000,-- aus Steuergeldern.
GR Haller danke ich sehr für seine Darstellung der Leistungen des HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck - Die Haie. Ich stelle das auch nicht in Frage. Trotz allem hätte ich gerne gewusst und es würde mich sehr interessieren, wie die Bilanz aussieht, das wäre ein interessanter Hintergrund. Beim FC Wacker Innsbruck habe ich die Bilanz gesehen und Ing. Gerhard Stocker ist deshalb auch nicht gestorben. Dort habe ich in die Buchhaltung einsehen können, aber bei euch geht das nicht.
Es sind meiner Meinung nach schon zu viele Funktionäre in der Sportpolitik in der Stadt Innsbruck tätig und zwar interessanterweise oft von den Vereinen, die am meisten Subventionen bekommen. Ich sage nicht, dass das zusammenhängt, sondern ich spreche die größeren Vereine an. Lieber GR Kaufmann, zur Größenordnung kann ich gerne jedem empfehlen nachzusehen. Wir haben einen Betrag von € 130.000,-- beim FC Wacker Innsbruck, wir haben einen Betrag von € 116.500,-- beim HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck - Die Haie. Die Vereine sind bekannt und noch bekannter seit der Rede meines Vormannes. Wer nachsehen möchte, vielleicht kann es jemand GR Kaufmann ausrichten, aber er wird es auch wissen, wie viel der Sportverein im Olympischen Dorf bekommt und um wie viel auch angesucht hat. Ansonsten habe ich mir noch folgende Beispiele herausgesucht: Rugby ist auch eine Trendsportart. Der Tiroler Rugby Klub hat um € 7.460,-- angesucht und hat € 1.200,-- bekommen. Das betrifft nicht den Verband, denn dieser bekommt nur ein paar Hundert Euro. Women's Rugby Klub hat um € 590,-- angesucht und erhält eine Subvention in der Höhe von € 250,--. Die Damen Volleyball Akademie Innsbruck - Tirol - Volleyball ist auch ein klassischer Damensport, natürlich nicht nur - hat um eine Subvention in der Höhe von € 10.000,-- angesucht und hat € 1.200,-- bekommen. Das sind die Größenordnungen, die wir im Sportausschuss haben.
Das sind die Größenordnungen, wo ich glaube, dass die Menschen schon verstehen, dass ich ein Problem mit sechsstelligen Förderungen an Bundesligaklubs in recht medienwirksamen Bereichen habe.

GR Grünbacher (SPÖ): Ich bin nicht Funktionär des FC Wacker Innsbruck und des HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck - Die Haie, aber ich finde es wirklich eine "Sauerei". Auch wenn ich mir jetzt einen Ordnungsruf einfange, dann habe ich diesen verdient.

Bgm.-Stellv. Dipl.-Ing. Sprenger (ÖVP):
Bitte halte Dich mit solchen Kraftausdrücken zurück.

GR Grünbacher (SPÖ):
Es ist wirklich nicht in Ordnung, in diesem Gremium zu sagen, dass sich jene Funktionäre, die sich für ihre Vereine engagieren, des Stadtsäckels bedienen. Das ist nicht in Ordnung.
(Bgm.-Stellv. Dipl.-Ing. Sprenger: So hat es GR Hof nicht gesagt.)
Zufällig bekommen diese Vereine am meisten Subventionen hat GR Hof gesagt.
Das ist unterschwellig und letztklassig. Das hast du dir auch nicht verdient Martin. Es ist bezeichnet, dass wieder Äpfel mit Birnen vermischt werden. Man kann keine Subventionen von Vereinen mitrechnen, die die Hallen sowieso über die Direktzahlungen mit Vereinen bekommen, die für die Kosten aufkommen müssen. Bei jedem Hallenverein, übrigens auch die Damen Volleyball Akademie, in dessen Vorstand ich dankenswerterweise bin, geht es sich gut aus, weil die Hallenkosten refundiert werden. Wir haben das durch Einsparungen in anderen Bereichen geschafft. Wir haben das Angebot gekürzt. Das müssen wir tun. Daher gehen wir nicht in zwanzig Schulen, sondern nur in zehn Schulen. Sportpolitik ist Gesellschaftspolitik. Wenn es eure Politik ist GR Hof, dass Ihr nichts wisst, weil Ihr nicht mitreden dürft und auch keine Verantwortung wollt, dann sage ich euch, dass Ihr keine Ahnung von den gesellschaftlichen Vorgängen habt, die es im Sport gibt. Nirgends sind so viel Menschen direkt oder indirekt wie im Sport betroffen. Ich sage euch das. Wir haben über 30.000 betroffene Menschen. Wenn man die Eltern und engagierten Angehörigen mitnimmt, haben wir eine satte absolute Mehrheit. Das ist übrigens jene Mehrheit, die die Innsbrucker Grünen benötigen, um hier mitreden zu können, nämlich 21 Mandate. Davor werdet Ihr, wenn Ihr so weiter macht, mit uns sicher nicht rechnen können.

GR Dr. Waibel (ÖVP):
Vielleicht ist das Problem der Innsbrucker Grünen generell darauf zurückzuführen, dass sie aus ideologischen Gründen eigentlich jede Ehrenamtlichkeit ablehnen. Dann kann ich nicht unbedingt über Vereine sprechen. Man kann dann auch nicht mit Vereinen sprechen, weil diese mit mir gar nicht sprechen, weil man nicht nachvollziehen kann, worum es geht. Ich kann mich gut an Gespräche von LAbg. Willi zu Zeiten des Wahlkampfes erinnern, wo er immer erklärt hat, wofür man zahlen, was alles hauptamtlich gemacht und wofür man doch alles Geld haben muss, denn wir sind so reich. Wahrscheinlich ist persönliches Engagement etwas, bei dem sich die Innsbrucker Grünen einfach schwer tun, das nachzuvollziehen.

GR Mag. Schindl-Helldrich (Die Grünen):
Trotz fortgeschrittener Zeit muss ich auch noch einen Satz dazu sagen. Es ist leider StRin Mag.a Oppitz-Plörer nicht mehr im Saal, die zuerst in unsere Richtung geschrieen hat, dass wir in keinem Verein keinerlei Verantwortung übernehmen wollen. Jetzt kommt von GRin Dr.in Waibel etwas Ähnliches. Ich muss jetzt einfach einmal sagen, dass man sich mit den persönlichen untergriffigen Dingen zurückhalten soll. Ich bin nirgends dafür, dass das passiert, aber das ist echt stark. Ich glaube, dass jeder von euch weiß, dass es in unserer Fraktion eine Menge Leute gibt, die sich in unterschiedlichsten Vereinen, Bürgerinitiativen und Zusammenhängen extrem viel persönlich unentgeltlich einsetzen. Ich bin nicht dafür, dass man professionelles Arbeiten auf das Ehrenamt umlegt.
Trotzdem ist es in Österreich so, ob im Sozial-, im Kultur- oder im Sportbereich, diese funktionieren nicht ohne Ehrenamtliche. Das ist so. Jeder, der sich in irgendeinem Verein engagiert, tut das ehrenamtlich und das tun wir genauso wie Ihr alle.

GR Mag. Kogler (Liberales Innsbruck):
Zu GR Hof möchte ich wegen der Kurzfristigkeit der Einladung mit den Akten replizieren. Ich kann das nachvollziehen. Das ist aber darauf zurück zu führen, dass der Amtsvorstand erkrankt war. Das ist sicher im Hinblick darauf, dass es bei der ersten Sitzung des Sportausschusses so eine Fülle von Akten gegeben hat, nicht befriedigend. Es sind oft nicht alle Akten vorhanden, aber vielleicht könnte man das sukzessive in Angriff nehmen, dass die Akten früher zur Einsicht vorliegen. Es ist sehr viel mit den Begründungen der Vereine, warum sie um eine Subvention ansuchen, verbessert worden. Es hat sich oft so eingeschlichen, dass nicht alles angegeben wird. Wenn wir aber nachfragen, haben wir bis jetzt alles bekommen. Ich denke, dass wir es zukünftig so handhaben können, wenn der eine oder andere das ausführlicher macht, habe ich nichts dagegen. Das können wir aber sicher noch aufgreifen. Ich bin froh, dass wir überhaupt sechsstellige Subventionen vergeben können, auch wenn diese nur zwei Vereinen zu Gute kommen. Grundsätzlich muss ich der Frau Bürgermeisterin und Finanzreferentin sagen, dass wir uns immer mehr Geld wünschen. Das ist keine Frage, weil einen Euro in den Sport zu geben, bedeutet drei Euro im Gesundheitswesen gespart zu haben. Das ist keine Frage.
Ich möchte hinsichtlich des Casino Werbefonds noch einmal richtig stellen, dass ich hinsichtlich des Sports sehr dankbar bin. Ich habe auch hier klipp und klar gesagt, dass ich bei der Mittelverwendung auch den entsprechenden Nachweis haben möchte. Das habe ich zuerst auch gesagt und ich bitte mich hier nicht falsch zu interpretieren, StRin Mag.a Schwarzl.
Zudem muss man sagen, dass sehr viele Gelder der Kinder-, der Jugend- und der Nachwuchsarbeit zu Gute kommen. Das muss man einmal klipp und klar sagen. Es ist festzuhalten, dass kein Antrag vom Schiverein Patscherkofel dabei ist. Aber, das könnte durchaus kommen, wenn der Schneiteich nicht entsprechend umgesetzt wird, weil wir in dieser Saison so viele Jugendliche haben, die ein Schitraining aufgenommen haben, die wir nächstes Jahr, wenn wir den Schneiteich nicht bekommen, nicht mehr bewältigen können. Diese muss man alle in höhere Positionen "hieven". Wir müssten entsprechend noch eine zusätzliche Piste machen.
Wir können diese sicher nicht als Wettbewerbsverzerrung nach Italien schicken, weil ich mir das dann ansehe.

Mehrheitsbeschluss (gegen GRÜNE;8 Stimmen):
Dem HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck - Die Haie wird für die allgemeine Vereinsförderung eine Subvention in der Höhe von € 116.500,-- gewährt.

 

 
16.11 V 3725/2008
FC Wacker Innsbruck, allgemeine Vereinsförderung

GR Hof (Die Grünen):
Es werden hier € 130.000,-- zur Abdeckung der Stadionkosten gegeben. GR Kaufmann, wie auch Sie alle werden sich daran erinnern, dass wir diesem Titel im letzten Jahr zugestimmt haben, mit dem Argument, dass beim FC Wacker Innsbruck ein interessanter und innovativer Weg in der Struktur und im Verein gegangen wird, der ein Versuch war, eine nachhaltigere Struktur auch finanziell - in meinen Augen nachhaltigere Struktur - in einem Spitzenfußballverein zu verankern.
Dieser Versuch ist leider auch, aus Gründen mangelnder Unterstützung von politischer Seite und letztendlich besiegelt durch das so genannte Rettungspaket auf Landesebene abgedreht worden. Im Verein wird jetzt alles, was früher zukunftsbindend war und was früher die Anbindung des Breitensportes bedeutet hat, wie die Einbindung und Mitentscheidungsmöglichkeiten der Fans, die stärkere Anbindung von Jugendarbeit, Schritt für Schritt und graduell reduziert. Dazu kommt noch - das ist für mich als Entscheidungsgrund nur noch zum darüber streuen - der Betrag von € 1,6 Mio vom Land Tirol und dass von der Stadt Innsbruck in einem gewissen Ausmaß die Benützung des künftigen Sportplatzes, den wir am Paschbergweg haben, auch dem FC Wacker Innsbruck zur Verfügung gestellt wird, nicht nur, sondern auch dem FC Wacker Innsbruck zur Verfügung gestellt wird. Das kommt noch dazu und lässt uns insgesamt keine Wahl, als gegen die Subvention zu stimmen.
Zur Größenordnung möchte ich für nicht im Sportausschuss vertretenen Mitglieder sagen, dass der Sportausschuss insgesamt inklusive der Kleinsubventionen bis € 3.000,-- in der ersten wichtigsten Sitzung knapp € 900.000,-- vergeben hat. Dazu muss man sagen, dass die zwei von mir erwähnten Positionen von € 130.000,-- und € 116.000,-- zwei ganz große Brocken sind, vor allem, wenn man weiß, dass es insgesamt um fast 300 Positionen geht, das heißt, dass es um sehr viel sehr wertvolle Arbeit geht. Es geht auch um viel Kleinarbeit und Privatinitiative und hier stechen solche Beträge heraus.

Mehrheitsbeschluss (gegen GRÜNE; 8 Stimmen):
Dem FC Wacker Innsbruck wird für die allgemeine Vereinsförderung eine Subvention in der Höhe von € 130.000,-- gewährt.

 


 

Olympia World - laufende Transferzahlungen vom 18.10.2007
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Seite 668
20. Nachtragskredite zum ordentlichen Haushalt 2007
20.6 IV 11878/2007
Veranstaltungszentren, laufende Transferzahlungen - Olympia-Sport- und Veranstaltungszent-
rum Innsbruck GesmbH (OSVI)

 
GR Grünbacher (SPÖ):
Ich möchte mich zu Punkt 6. Veranstaltungszentren, Laufende Transferzahlungen - Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) melden. Wir werden diese Zahlung selbstverständlich mittragen, da wir daran glauben, dass das wirklich ein dauerhafter Zuschussbetrieb sein wird. Man kann ein Budget mit einem niederen Defizit haben und dabei Zusagen des Landes Tirol und der Stadtgemeinde Innsbruck einfach ignorieren, indem man die Fläche nicht mehr so lange vereist, obwohl eine zehnmonatige Vereisung vertraglich vereinbart wurde. Dadurch werden die Kosten gesenkt, die dann wieder über einen Nachtragskredit geholt werden.
Man könnte aber auch ehrlicherweise sagen, das kostet es und das zahlen wir auch. Wir sind für die zweite Variante, dass wir das zahlen was es kostet. Ich bin aber für eine ehrliche Budgetierung in diesem Bereich. Was hier passiert ist, ist seitens der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) überhaupt nicht ehrlich. Hier wurde versucht eine gute Miene zu machen, obwohl man ganz genau gewusst hat, dass es vertragliche Vereinbarungen gibt.
GR Haller lacht, denn er weiß es noch besser als ich, dass die Kleine Eishalle zehn Monate zu vereisen ist. Es nützt auch nichts, wenn der Geschäftsführer der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) sagt, dass er nur acht oder achteinhalb Monate vereist.
Wir stehen dazu und glauben, dass die Budgetwahrheit wichtig ist und man den Abgang decken muss. Es muss aber richtig budgetiert werden.

GR Mair (Die Grünen):
Wir stehen nicht dazu, dass die Olympiaworld Innsbruck ein dauerhafter Zuschussbetrieb ist, denn dafür war ja der große Umbau der Olympia-Eishalle. Damit war nicht gemeint, dass man das über Nachtragskredite regeln muss. Es sind immerhin fast € 1 Mio, die wir für zwei Jahre an Nachtragskrediten beschließen.
Das Land Tirol kann noch einmal € 1 Mio zuschießen. Ich darf für die Innsbrucker Grünen, ohne diesen Punkt lang zu argumentieren, Stimmenthaltung anmelden.

GR Heis (FPÖ):
Ich möchte auch zu Punkt 6. ein Statement abgeben. Es ist ein Zuschussbetrieb und hier werden wir zustimmen müssen, weil die Schulden vorhanden sind bzw. es notwendig ist, dass man das bezahlt. Der derzeitige Geschäftsführer der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) hat gesagt, dass er die Kosten dementsprechend senken wird.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kosten gesenkt werden können. Aus den Medien weiß ich, dass der Veranstalter Alfred Schmid angetragen hat, dass er in der Eishalle etwas pachten würde. Hier beginnt bei mir das privatwirtschaftliche Denken. Wieso kann man nicht versuchen, einen privaten Investor zu finden, der etwas pachtet, denn dann hätte die Stadt Innsbruck nicht diesen Aufwand.
(Bgm. Zach: Was will er pachten?)
Er hat gesagt, dass er in der OlympiaEishalle etwas übernehmen würde.

Bgm. Zach (Für Innsbruck):
Ich darf vielleicht den Hohen Gemeinderat daran erinnern, dass wir hier für Kostenwahrheit angetreten sind.

Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Platzgummer (Für Innsbruck):
Ich möchte jetzt zu diesem Akt nicht lang und breit über die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) insgesamt ausführen, nur weil hier Eindrücke erweckt werden, die falsch sind.
Ich glaube, dies muss man richtig stellen, denn sonst wird das nämlich so in den Medien transportiert.
Es gibt einen bestimmten Abgang der ausgewiesen ist. Es darf nicht passieren, dass man aufgrund der Wortmeldungen meint, dass dieser Abgang jetzt um den Betrag von € 900.000,-- erhöht wäre, weil er in einem Nachtragskredit beschlossen wird. Das wäre vielleicht ein Anliegen von manchen, dass das so transportiert wird, aber das ist verlässlich nicht der Fall. Es geht hier um eine budgetäre Angelegenheit.
Die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) und die Olympiaworld Innsbruck wird ein Betrieb sein, der ganz verlässlich strukturdefizitär ist. Gerade diejenigen, die immer schreien "druckt's weiter herunter, druckt's weiter herunter" leisten den Vereinen mit den vielen Jugendlichen, die in der Olympiaworld Innsbruck ihren Sport ausüben, einen Bärendienst.
Irgendwie muss das auch irgendwer bezahlen. Entweder ist es im Sportbudget vorhanden, wo man versuchen muss das hinüberzubringen. Das muss man dann aber überall, wie zum Beispiel beim Tiroler Landestheater usw., gleich machen. Dann sage ich gleich, dass das alles in die Kultur transportiert werden soll.
Wenn man bei der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) immer wieder behauptet, dass die Kosten heruntergedrückt werden sollen, wird es für den Sport jedenfalls schwieriger werden. Jene, die das wollen, verhindern eigentlich einen vernünftigen Vereinssport. Das muss ich generell dazu sagen.
Die Aufgabe des Geschäftsführers der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) ist, die Olympiaworld Innsbruck so gut wie möglich zu bewirtschaften, zu schauen, nach Möglichkeit viele Einnahmen zu erzielen und die Kosten so weit zu senken wie sie durch eine vernünftige energiewirtschaftliche Betriebsleistung usw. in Griff zu halten sind. Das wird die Aufgabe sein.
Immer zu meinen, man kann eine Doppelmühle spielen, indem man auf der einen Seite den Vereinen mehr Geld geben soll, aber auf der anderen Seite das Defizit sehen muss. Das wird letztendlich nicht gehen, aber das hat in der Zwischenzeit auch schon der Letzte durchschaut. Das ist einfach Faktum.
Natürlich könnte man sagen, dass man in der Eishalle immer noch mehr Veranstaltungen machen möchte, aber auch das hat auf den Sport negative Auswirkungen.
Wenn man die Eishalle jetzt wirklich privatwirtschaftlich vermarktet, dann wird der Eishockey-Verein vielleicht nicht mehr zu dem Zeitpunkt sein Playoff spielen können, da die Halle an den Bestbietenden entsprechend vermarktet wurde. Die Eishalle wird nicht mehr dem Sport dienen, und das muss uns auch bewusst sein. Für mich ist die Eishalle das Theater des Sports und als solches möchte ich sie auch genutzt wissen. (Beifall)

GR Hof (Die Grünen):
Zwei kurze Punkte. Wer hat denn schon darauf hingewiesen, dass die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) ein Zuschussbetrieb sein wird? Auch die Fraktion "Für Innsbruck" hat davon gesprochen, dass es eine "schwarze Null" wird, wenn man die Eishalle ausbaut. Man wird noch bessere Ergebnisse als eine "schwarze Null" einfahren.
Man wird uns als Fraktion zugestehen, dass wir damit keine Freude haben, weil wir von Anfang an darauf hingewiesen haben und von den Vorgängern der Fraktion "Für Innsbruck" als Schlechtmacher, Miesmacher und wahrscheinlich auch als oberlehrerhaft dargestellt worden sind. Wir haben nämlich genau darauf hingewiesen, was jetzt eingetreten ist, nämlich ein steigendes und großes Defizit. Sie werden es uns jetzt nicht übel nehmen, dass wir hier nicht zustimmen, sondern um das auszudrücken uns der Stimme enthalten werden. Es wurde die Transparenz im Sportbudget angesprochen, wovon ich schwer begeistert bin. Wenn wir jetzt damit beginnen transparente Sportbudgets zu machen, sind wir die Ersten, die dabei mittun. Sie können uns diesbezüglich einplanen und ich werde für Sie arbeiten und rennen.
Der Anstoß ist Ihre Verantwortung und Kooperation, nicht zuletzt mit dem Vorgänger von Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Platzgummer, des jetzt in der Olympiaworld Innsbruck beschäftigten Mag.
Dr. Bielowski. Gerade in der Olympiaworld Innsbruck ist das Ganze ein Zustand und intransparent. Dazu fällt einem das Wort "Sumpf" ein. Kein Mensch durchschaut in Wirklichkeit, wie viel Geld dort tatsächlich für den Sport ausgegeben wird, weil es in keinem Sportbudget, weder im Land Tirol noch bei der Stadt Innsbruck, aufscheint.
(Bgm. Zach: GR Hof, das Wort "Sumpf" überlegen Sie sich noch, denn sonst müsste ich eingreifen. Sie haben aber gesagt, das Wort fällt Ihnen dazu ein. Ist dies deshalb der Fall, weil Sie sich nicht auskennen?) Es fällt mir tatsächlich ein.
(Bgm. Zach: Ich gestatte das Wort "Sumpf" nicht.)
Gut ich darf das ausführen.
(Bgm. Zach: Sie nehmen dieses Wort jetzt zurück und zwar auf der Stelle, bitte!)
Moor wäre ein schöner Begriff.
(Bgm. Zach: Muss Ihnen das die Frau Oberlehrerin einsagen? Moor lasse ich gelten, fahren Sie mit Ihrer Wortmeldung fort.)
Dankeschön! Sehen Sie, so haben auch Oberlehrerinnen immer wieder etwas Gutes.
Ich frage zum Beispiel im Sportausschuss bei Vereinssubventionen generell nach, ob es eine Auflistung darüber gibt, wie viel Geld die Vereine und Verbände vom Land Tirol an Sportförderung bekommen. Zur Antwort bekomme ich von Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Platzgummer Folgendes: "Nein, natürlich haben wir diese Aufstellung nicht, denn es interessiert uns gar nicht, was das Land Tirol den Vereinen tatsächlich an Subventionen gewährt.
(Bgm. Zach: GR Willi ist im Gemeinderat anwesend, dann können Sie ihn ja fragen.)
Dies deshalb, weil wir uns nämlich genieren müssten, dass das Land Tirol so viel Geld hergibt. Wir würden uns ja schämen, wenn wir das erfragen.
(Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Platzgummer: Verbreiten Sie doch keine Lügen, denn so etwas habe ich nie gesagt. Es ist ja traurig, was Sie im Gemeinderat liefern.)
(Bgm. Zach: Jeder bleibt jetzt bei seiner subjektiven Wahrheit.)
Kein Mensch weiß, wie viel Geld den Vereinen wirklich zugute kommt. Kein Mensch hat mehr einen Durchblick, was mit dem Geld passiert, das vom Land Tirol und der Stadt Innsbruck gewährt wird. Es wäre tatsächlich ein interessantes Anliegen, hier eine Transparenz hineinzubekommen. Ich fürchte nur, es wird nicht gelingen, wenn ich sogar eine förmliche Anfrage - diese wird heute noch zur Behandlung kommen - stellen muss, um von der Olympiaworld Innsbruck überhaupt eine Auskunft zu bekommen, zu welchen Konditionen sie die Eishallen an die Vereine vermietet.
Es war nicht möglich, in der Olympiaworld Innsbruck anzurufen und zu erfragen, zu welchen Konditionen die Eishallen den Vereinen überlassen werden. Wir haben quer durch Österreich angerufen und es war nirgends zu erfahren, was eine solche Halle pro Stunde kostet. Es hat geheißen, dass die Halle einmal mehr und einmal weniger kostet bzw. € 100,-- pro Stunde und es gibt auch besondere Angebote.
Bei der Olympiaworld Innsbruck hat mir eine etwas verunsicherte Mitarbeiterin erklärt, dass ich diese Anfrage schriftlich schicken muss. Wie ausgemacht, habe ich ihr ein diesbezügliches E-Mail gesandt und mich im Vorhinein für die Rückantwort bedankt. Allerdings habe ich diese bis heute nicht erhalten und muss daher heute den Gemeinderat mit einer diesbezüglichen dringenden Anfrage belästigen. Dann kann ich mir vielleicht noch von der Fraktion der Bürgermeisterin "Für Innsbruck" anhören, wie lästig die Innsbrucker Grünen mit den dringenden Anfragen sind.
Von Transparenz ist hier weit und breit keine Spur. (Beifall von Seiten der Innsbrucker Grünen) (Bgm. Zach: Nachdem Sie angeblich eine so gute Erziehung haben, bestehe ich darauf, dass Sie Frau Bürgermeisterin sagen.)

 

 
GR Grünbacher (SPÖ):
Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin, ich lasse mich hier natürlich nicht lumpen.
Zurück zum Thema: Uns war immer klar, dass uns im Gemeinderat von Menschen, die großteils nicht mehr Mitglieder des Gemeinderates sind, erklärt wurde, dass der Umbau in der Olympia-Eishalle, die nie als Sporthalle konzipiert wurde, eine "Cash cow" wird. Die Kleine Eishalle wird dann zu einer rentablen Sporthalle, weil die Energiekosten kleiner werden. Wir waren zum Großteil bei dieser Geschichte dabei.
Nun ist meiner Meinung nach ein großer Denkfehler passiert. Die große Olympia-Eishalle steht leer und das muss man nicht als Gesamtes, sondern isoliert sehen. Das Defizit in der Kostenrechnung ist nämlich wirklich zum Großteil die Olympia-Eishalle.
Wenn man die Kleine Eishalle und den Sport- und Freizeitpark "Tivoli-Neu" hinsichtlich der Kosten betrachtet, so sieht das ganz anders aus. Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Platzgummer, ich verstehe schon, dass Du sagst die Eishockey-Vereine sollen in dieser Halle die "Playoffs" spielen.
Ursprünglich wurde nicht davon gesprochen, dass in der Olympia-Eishalle Eishockey gespielt wird. Es hat geheißen, dass sie natürlich in der Kleinen Eishalle spielen. Wenn die Olympia-Eishalle leer steht und es genügend Zuschauer gibt, warum sollen sie dann dort nicht spielen?
Wir haben inzwischen Reaktionen der Eltern, weil die Elternbeiträge massiv steigen. Gerade die kleinen Vereine müssen kostendeckend arbeiten. Das heißt, dass der Druck auf die Eltern die "leider Gottes" Kinder haben, welche einen teuren Sport ausüben und nicht nur laufen gehen, groß ist. Wir stehen dazu, dass das strukturdefizitär ist. Ich möchte aber schon sagen, dass der Abgang der Eishallen nicht gestiegen ist. Wir hoffen, dass er im Jahr 2007 sinkt, im Gegensatz zu anderen großen Projekten.
Beim Tiroler Landestheater ist der Abgang vom Jahr 2005 bis zum Jahr 2008 um 13,5 % gestiegen; von € 7,6 Mio auf € 8,6 Mio. Ich möchte das jetzt nicht gegenrechnen.
Solange es nicht klar ist, dass es sich hier um eine reine Sportanlage handelt, weigere ich mich, das Defizit der großen Veranstaltungshalle ins Sportbudget zu nehmen. Dort hat es nämlich nichts
verloren, wenn man davon ausgeht, dass das keine Sporthalle, sondern eine Veranstaltungshalle ist. Warum soll man eine Veranstaltungshalle über das Sportbudget abdecken?
Wir Sozialdemokraten sind für diese Zuschussbedarfe, wollen diese aber so gering wie möglich halten. Es muss aber ein vernünftiges Maß zwischen Sportbetrieb und Leistbarkeit für die Vereine sein.
Wir haben mit diesen insgesamten Abdeckungen keine Freude, haben aber auch nicht immer Freude mit anderen Abgängen. (Beifall von Seiten der SPÖ)

GR Haller (Für Innsbruck):
Ich kann mich in vielem meinen Vorrednern anschließen. Eines möchte ich aber im Gemeinderat jetzt klipp und klar feststellen: In keiner einzigen Sitzung des Sportausschusses ist eine solche Aussage von Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Platzgummer getätigt worden. Das verbiete ich mir. Hat den Innsbrucker Grünen die Sommerpause nicht gut getan? Es wird von verschleiern, von Sumpf und von kriminellen Sachen gesprochen. Befinden wir uns im Gemeinderat oder in einem Kindergarten? So viel zu den Wortmeldungen der Innsbrucker Grünen.
(Bgm. Zach: Kindergarten ist kein Schimpfwort.)
Sumpf ist für mich in diesem Zusammenhang eine schwerwiegende Aussage.
Zur Transparenz: Der HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck "Die Haie" hat bis jetzt € 45.000,-- von der Stadt Innsbruck und € 45.000,-- vom Land Tirol bekommen.
€ 6.000,-- haben wir als Oberliga-Förderung für jene jungen Burschen, die in der österreichischen Bundesliga nicht Fuß fassen können, erhalten. Weiters haben wir kleinweise zirka € 2.000,-- Nationalteam-Förderung bekommen, wenn zum Beispiel ein Eishockey-Spieler ins Trainingslager gefahren ist, das die Eltern oder Spieler selbst zahlen müssen.
Jetzt zu den Abgängen der Olympia-Eishalle. Dass die Energiekosten in der letzten Zeit dramatisch gestiegen sind, verschweigen wir, denn daran hat Mag. Dr. Bielowski Schuld. Dass die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) endlich einmal eine Haftpflichtversicherung hat, verschweigen wir auch, denn hier ist ebenfalls Mag. Dr. Bielowski Schuld. Daran, dass die Sicherheitsmaßnahmen so gestaltet sind wie in jedem privaten Unternehmen, ist auch die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) Schuld. Es wurden WC-Anlagen installiert, die durch das fließende Wasser sehr viel Geld kosten; es wurde eine Brandschutzanlage errichtet, die überzogen ist und Fluchttüren installiert. In der Olympia-Eishalle gibt es 2.600 Brandmelder, welche jährlich überprüft werden müssen und das sehr viel Geld kostet.
Ich kann schon verstehen, dass die Innsbrucker Grünen das gerne im Sportbudget haben möchten. Dann würde es aber heißen, dass der Sport so und so viel Geld erhält. Genau das würde von einer Fraktion im Gemeinderat sicherlich geschehen.
Die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) ist und wird ein Zuschussbetrieb bleiben, wozu wir uns bekennen müssen. Früher oder später werden wir dieses Thema im Gemeinderat behandeln. Es wird dann wieder dieselbe Diskussion geben wie heute hinsichtlich des Bergisel. Nämlich, dass die Innsbrucker Grünen nicht eingebunden worden sind, eine Arbeitsgruppe benötigt wird und die Bürgerinnen bzw. Bürger mit eingebunden werden sollten.
Inzwischen gehen aber die Vereine "Pleite" bzw. die ehrenamtlichen Verantwortlichen werden sagen, dass sie das nicht mehr mittragen, weil sie ihre Familie damit nicht belasten können. Ich bitte die Innsbrucker Grünen, mit diesen Scheinheiligkeiten aufzuhören.
Die Innsbrucker Grünen haben jemanden im Land Tirol, der ihnen alles sagen könnte, wenn er aufpasst. Vielleicht passt er aber nicht auf und bereitet sich für andere Sachen vor?
(Bgm. Zach: Wir bleiben sachlich.)

 

 
StR Dr. Pokorny-Reitter (SPÖ):
GR Grünbacher hat sehr ausführlich auf die Geschichte hingewiesen und dass es damals geheißen hat, dass die Olympia-Eishalle die "Cash-cow" sein und sich selber tragen wird. Faktum ist, dass das nicht eingetreten ist.
Wir bekommen nicht so viele Veranstaltungen und auch nicht zu einem solchen Preis. Zu den Veranstaltungen möchte ich etwas sagen: Ein kleines "Pflänzchen" bereitet mir relativ viel Freude und zwar ist das die Tatsache, dass im letzten Jahr die Olympia-Eishalle zum ersten Mal für Maturabälle verwendet wurde. Dies zur großen Freude der Schülerinnen bzw. Schüler, obwohl sie vorher Angst hatten, dass es aufgrund der Größe der Halle und durch die seitlichen Sitzreihen ungemütlich wird. Die Olympia Eishalle wurde aber sehr schön verhängt.
Sie hat den großen Vorteil, dass sie im Gegensatz zum Stadtsaal sehr hoch ist. Im Stadtsaal kann man sich nämlich ab Mitternacht nicht mehr aufhalten, da dort die Luft sehr verraucht ist. In der Olympia-Eishalle hat man fast das Gefühl, als wäre sie rauchfrei und die Schülerinnen bzw. Schüler waren von dieser Halle sehr angetan. Wenn sich das öfter ermöglichen lässt, bin ich froh, wenn unsere Maturantinnen bzw. Maturanten diese Möglichkeit haben. Das war aber eigentlich nicht der Hauptgrund, warum ich aufgezeigt habe.
Der Hauptgrund war, dass irgendjemand, ich glaube es war GR Heis, gesagt hat, dass man die Eishallen einem Privaten übergeben könnte, damit dieser dann das große Geschäft macht. Bei solchen Aussagen, stehen mir einfach die Krausbirnen auf.
Wir haben gesehen, was in anderen Staaten mit staatlichen Infrastrukturen passiert, wenn sie von Privaten übernommen und nicht gewinnbringend geführt werden können. Eine solche Infrastruktur wird benützt und abgewirtschaftet und wenn sie dann nur mehr ein Schrotthaufen ist, bekommt man sie zurück.
Wir haben jetzt in die Eishallen sehr viel Geld investiert und nun müssen wir laufend dazuzahlen, weil Sport eben auch ein Zuschussbetrieb ist; speziell wenn es den Breitensport aber auch den Spitzensport betrifft. Außerdem möchten wir diese Qualität in den Eishallen halten und wollen nicht, dass sie abgewirtschaftet werden. Ich warne davor zu sagen, dass die Eishallen irgendjemandem gegeben werden sollten, der das dann schon machen wird. Behalten wir die Eishallen mit dem Wermutstropfen, dass wir jährlich einen Abgang dazuzahlen müssen.

GR Willi (Die Grünen):
Wir sind uns einig, dass Eishallen ein strukturelles Defizit haben.
Das ist keine Frage. Interessant habe ich die Äußerung von Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Platzgummer gefunden, der gesagt hat, dass für ihn die Eishallen die Theater des Sports sind.
Was haben wir beim Theater gemacht?
Wir haben eine Theater- und Orchester-GesmbH gegründet, in die wir jährlich eine fixe Geldsumme zahlen, womit die Abgänge zu decken sind. Diese Summe ist jährlich aus dem schlichten Grund steigend, weil ein Theater und ein Orchester vor allem von einem Kostenfaktor geprägt sind, und zwar von den Personalkosten. Wenn man möchte, dass die Musikerinnen bzw. Musiker, Künstlerinnen bzw. Künstler sowie alle sonstigen Arbeiterinnen bzw. Arbeiter Lohnerhöhungen bekommen sollen, dann wird dieser Zuschuss von Jahr zu Jahr steigen.
Bei Eishallen werden die Kosten vielleicht auch steigen, aber nicht so stark, weil wenig Personal zu bezahlen ist; hier geht es um andere Kosten, wie zum Beispiel um die Energiekosten.
Zu Beginn der Diskussion wurde die Frage gestellt, wie wir mit der Olympia-Eishalle umgehen. Es hat dann geheißen, dass ein Abriss der Olympia-Eishalle zu viel Geld kostet. Daher wurde beschlossen, die Olympia-Eishalle stehen zu lassen, wobei wir jedoch für den ständigen Betrieb eine Eishalle benötigen, die nicht so groß ist, aber die Anforderungen der diversen Vereine erfüllen soll. Man hat dann entschieden, eine zweite Eishalle zu errichten und aus der Olympia-Eishalle primär eine Veranstaltungshalle zu machen.
Da diese Eishallen viel Energie brauchen, wollte man etwas errichten, das Energiesparen hilft. Genau dieses Paket zum Energiesparen wurde dann gestrichen, weil die Kosten noch einmal angewachsen wären, obwohl damals absehbar war, dass die Energiepreise nach oben steigen werden.
GR Haller, Sie sind ja ein Experte hinsichtlich Energiefragen und daher war das absehbar. Genau dort, wo man hätte für die Zukunft sparen können, indem man einmalig investiert, hat man die Investition gestrichen und jetzt muss man mühsam mit jahrelanger Verspätung nachrüsten.
Das kostet immer viel Geld. Den Innsbrucker Grünen wird, obwohl wir zu Beginn schon vor den Kosten gewarnt haben, vorgehalten, dass wir uns aufregen. Jetzt sind diese Kosten eingetreten und zwar nicht Gott gewollt, sondern sie waren schon in breitem Maße absehbar.
Uns geht es um den Begriff "Kostenwahrheit". Wir wollen, dass die Kosten auf den Tisch kommen.
Mir wäre viel lieber, wenn die Eishallen bzw. die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) usw. jene Kosten verrechnen würden, die wirklich anfallen und wir über das Sportbudget die Vereine sponsern würden, damit sie sich diese Preise auch leisten können. Das ist viel ehrlicher, als einmal da und dort zuzuschießen, denn dadurch wird das Ganze intransparent.
Wir haben uns in vielen Politikfeldern durchgerungen, Kostenwahrheit einzufordern, da dann die Kosten schwarz auf weiß vorliegen. Dass solche Betriebe immer defizitär sein werden und man Geld dazuzahlen muss, steht außer Streit; speziell bei uns Grünen. Ich würde es für wichtig erachten dahin zu kommen, dass die Vereine so viel Geld bekommen, damit sie sich die Stunden, welche sie in der Eishalle benötigen, kaufen können. Man soll den Vereinen sagen, wenn sie pro Jahr so und so viele Stunden spielen, dann kostet es die Summe X. Da sie aber diese Summe nicht zur Gänze zur Verfügung haben, erhalten sie eine Subvention. Eine solche Regelung wäre transparent und ehrlich.
Das hat den großen Vorteil, dass man ersehen kann, was wie viel kostet. Beim Straßenverkehr haben wir zwanzig Jahre lang eine solche Diskussion geführt. Hier ist klar, dass wir den Straßenverkehr viel stärker als zum Beispiel den Schienenverkehr subventionieren. Das wissen alle.
Ich hätte gerne, wenn wir eine solche Regelung einführen könnten, weil ich glaube, dass die Subventionen besser akzeptiert werden würden. Ich ersuche, in Richtung dieser "Kostenwahrheit" zu gehen und die Kosten offen auf den Tisch zu legen. Da man da und dort verschiedene Geldhähne öffnet, wird das nicht absichtlich verschleiert, aber das Ganze wird jedenfalls intransparent.
Noch zum Ausdruck "Sumpf" im Zusammenhang mit der Wortmeldung von GR Hof. Für mich ist das Wort "Sumpf" ein ökologisch hochwertiges Gebiet, welches man erhalten sollte.
(Bgm. Zach: Dann brauchen wir ja nichts ändern, wenn es so hochwertig ist.)
Damit war eher gemeint, dass er auf etwas unsicherem Terrain unterwegs ist, wenn er nachfragt, was die Eishallen für einen Verein wirklich kosten.

GR Mag. Kogler (Liberales Innsbruck):
GR Willi hat gesagt, man muss sich dazu bekennen, dass es hier um kein Nullsummenspiel geht. Das ist wesentlich und war immer der Ansatz, wo ich auf den jetzigen Landeshauptmann verwiesen habe, dass es eine schwarze Null sein muss. Wenn wir uns darüber einig sind, dass ein Abgang besteht, haben wir im Gemeinderat schon einen sehr großen Konsens erzielt. Das ist ein wesentlicher Punkt und deshalb bin ich den Innsbrucker Grünen für diese Festlegung sehr dankbar. Hinsichtlich der Energieeinsparungen befindet man sich auf gutem Weg und geht in die richtige Richtung. Ich möchte schon noch einmal darauf hinweisen, welchen Mehrwert wir durch die Olympia Eishalle und die Kleine Eishalle sowie der Bob- und Rodelbahn haben, die im Prinzip auch entsprechend adaptiert wurde.
Die Kostenwahrheit gerade bei diesen Stellen ist natürlich ein sehr wahres Spiel. In vielen Bereichen ist die Kostenwahrheit nicht gleich die wirkliche Kostenwahrheit. Wenn man rechnet, wie viele Bobfahrer und Rodler umgerechnet diese Bob- und Rodelbahn benützen, kann man mit diesen Zahlen schön Politik machen, egal in welche Richtung immer man das steuern will. Man muss schon sagen, was man an Umwegrentabilität wieder hereinbekommt und was mit dem Image der Stadt Innsbruck verbunden ist. Das muss man alles dazurechnen, denn nur dann hat man die wirkliche Kostenwahrheit.
Ich möchte den Innsbrucker Grünen nichts unterstellen, aber vielleicht bleiben sie bei der ersten Kostenwahrheit stehen, aber das ist dann nicht die wirkliche Kostenwahrheit, welche die gesamte Stadt Innsbruck und das Image der Stadt Innsbruck betrifft.
Zur Transparenz möchte ich als Obmann des Sportausschusses zu GR Hof Folgendes sagen: Hinsichtlich der Transparenz bzw. Kosten der Eishallen stimme ich ihm zu, denn warum sollte man diese nicht darlegen können? Im Sportausschuss ist die Transparenz auf alle Fälle gegeben. Wie die Subventionen, welche im Sportausschuss beschlossen werden, weiterverteilt werden, ist gemäß Anregung von StRin Mag. Schwarzl und GR Hof im Sportausschuss in der Mag.-Abt. V, Sport, erfolgt und liegt dort auch auf. Es sind Recherchen notwendig, aber eine diesbezügliche Transparenz ist vorhanden.
Ich werde weiterhin gemeinsam mit Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Platzgummer bemüht sein, eine solche Transparenz zu gewährleisten. Deshalb möchte ich das auch ins rechte Licht rücken und entsprechend zurückweisen.
StRin DR. Pokorny-Reitter, dass Private einen "Schrotthaufen" hinterlassen, möchte ich entschieden zurückweisen. Das ist eine generelle Aussage und ist absolut nicht der Fall. Wer hat die Olympia-Eishalle betrieben? Das waren doch der Bund, das Land Tirol und die Stadt Innsbruck.
Ich war froh, dass man dort eine Sanierung durchgeführt hat, denn wenn es die feuerpolizeilichen Vorschriften und Veranstaltungsvorschriften damals schon gegeben hätte, hätten wir diese Eishalle bereits zwei Jahre früher sperren müssen.
Das wäre die Konsequenz gewesen. Gott sei Dank hat Alt-Bgm. DDr. van Staa durch geschickte Verhandlungen ein Paket vorgelegt und ersucht diesem zuzustimmen, damit eine gute Lösung gefunden werden kann. Ich glaube, wie es sich jetzt herausgestellt hat, dass das der richtige Schritt war.

GR Wanker (ÖVP):
Kurz zu GR Hof: Sumpfdotterblume wäre auch etwas Nettes, was man erwähnen könnte. Ich möchte mich den Ausführungen von GR Mag. Kogler, was den Sportausschuss anlangt, anschließen. Alles was wir an Informationen im Sportausschuss bekommen wollen, bekommen wir auch. Manche Dinge dauern in der Bearbeitung aufgrund der Verwaltung etwas länger, aber es gibt selten einen Ausschuss, der so transparent agiert wie der Sportausschuss. (GR Ing. Krulis: Der Bauausschuss.)
Irgendwie hat man das Gefühl, dass die Olympiaworld Innsbruck, was den Abgang und die Transferzahlungen betrifft, auf die Eishallen reduziert wird. Die Olympiworld Innsbruck ist, wie wir alle wissen, viel mehr. Es gibt noch den Sport- und Freizeitpark "Tivoli-Neu", wo Fußball gespielt wird, den Außenring und die Bob- und Rodelbahn usw. Ich glaube, man darf das alles nicht vergessen.
Für die Innsbrucker Vereine ist die Olympiaworld Innsbruck, so wie sie sich im Moment darstellt, sicher das Optimum. Wenn all das erfüllt wird, was die Innsbrucker Grünen fordern, dann ist der Verwaltungsaufwand für die Innsbrucker Sportvereine derart enorm, sodass man selten jemanden finden wird, der ehrenamtlich in einem Vereinsvorstand usw. mitarbeitet.

StRin Mag. Schwarzl (Die Grünen):
Ich möchte zu GR Mag. Kogler noch etwas sagen: Wir haben nie behauptet, dass eine schwarze Null beim Budget der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) stehen muss. Wir haben immer kritisiert, da hinsichtlich der exorbitanten Steigerung der Baukosten stets begründet wurde, wenn man dies und jenes investiert, wird eine schwarze Null davorstehen. Wir haben immer gesagt, dass es keine schwarze Null geben wird, auch wenn die Baukosten noch so gesteigert werden. Die Mehrkosten wurden immer mit dem Argument gerechtfertigt, dass es nachher ein geringeres oder gar kein Defizit mehr gibt. Das war unser Kritikpunkt, aber dass ein solches "Werkl" prinzipiell nicht gewinnbringend oder plus-minus Null geführt werden kann, war uns eigentlich immer klar. Deshalb hat uns damals diese Argumentation auch so geärgert. Ich möchte noch einmal zur Kostentransparenz kommen, da GR Grünbacher das offensichtlich missverstanden hat. Es geht nicht darum, dass man die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) von der Budgetpost Beteiligungsverwaltung jetzt in das Sportbudget transferiert. Damit ist an Transparenz überhaupt nichts gewonnen, weil die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) eine Vermischung aus Sport und anderem ist. Es wäre sinnvoll zu sagen - das ist einmal pro Jahr eine Überweisung - was es kostet das wiegt es. Es ist eine sportpolitische Entscheidung, wer bei den Kosten bei der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI)-Nutzung mit wie viel Geld unterstützt wird; so wie in allen anderen Subventionsbereichen auch.
Sogar für die Sportvereine wäre das günstiger, denn jetzt werden die Gesamtkosten der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) irgendwie dem Sport immer ganz undifferenziert zugeschrieben. So könnte man das auseinander halten und das wäre für die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) ganz wichtig. Nicht umsonst ist bei all ihren Maßnahmenvorschlägen ganz oben immer die Kostenstellenrechnung.
Ich stehe auch dazu, dass man eine sportpolitische Entscheidung treffen muss. Ist es einem das wert, wenn zehn Bobfahrerinnen bzw. Bobfahrer im Jahr so und so viel Geld kosten oder nicht. Um eine solche Diskussion kann man sich nicht drücken, indem man sagt, dass das die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) machen soll. Wir haben ja eine Gesellschaft, wo man mehr oder weniger immer wieder sagen kann, was das für ein Saustall ist oder auch nicht. Ich finde, das wäre für alle Seiten wesentlich fairer.
Das Tiroler Landestheater steht im Kulturbudget unter "Darstellende Kunst". Jeder kann wissen, wie viel uns die darstellende Kunst im Jahr kostet. Man kann auch aus dem Budget herauslesen, wie viel davon darstellende Kunst in das Tiroler Landestheater und in die Off-Szene fließt.
Diese Diskussion ist innerhalb des Kulturbudgets zu führen. Genauso ist es auch innerhalb des Sportbudgets zu diskutieren. Es gibt Sportarten, die der öffentlichen Hand billig kommen, aber es gibt auch solche, die teurer kommen, wir aber sagen, dass wir den hohen Preis in Kauf nehmen, weil es so besonders viele Kinder und Jugendliche wollen, da es so gesund ist usw. Dann sollen wir aber nicht immer wirtschaftspolitische, sportpolitische Debatten, Veranstaltungsdebatten und Geschäftsführerdebatten vermischen. Dadurch wird sich Vieles nicht in Wohlgefallen auflösen, aber wir verlagern die Diskussion dorthin, wohin sie gehört. Ich habe von der Frau Bürgermeisterin bei unserem Budgetgespräch vernommen, dass das durchaus auch eine Intention der Fraktion "Für Innsbruck" ist. Deshalb würde ich mich freuen, wenn wir solche zielführenden Debatten führen, denn derzeit sind es immer Stellvertreterkriege, die eigentlich auf dem Rücken der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) ausgetragen werden.

GR Haller (Für Innsbruck):
Gerade bei der Energie ist Alt-Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Bielowski den richtigen Weg gegangen. Es wird nicht erwähnt, dass er € 70.000,-- durch das Contracting eingespart hat. Sicherlich ist hinsichtlich der Energie dadurch das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht worden. Man könnte sicherlich noch etwas anderes machen, aber baulich gesehen, wird es bei den Eishallen immer schwierig sein.
GR Willi, Ihre Aussage freut mich, denn Sie haben mir einen "Elfer" ausgelegt.
Wenn dem Sport die Gebäude zur Verfügung gestellt werden, ist das ehrlich und transparent. Die Spieler zahlen sich die Vereine selber, wobei diese im Gegensatz zum Tiroler Landestheater nicht billig sind. GR Willi, Sie haben damit begonnen, den Sport gegen die Kultur auszuspielen.
Zusätzlich wurden dort noch nebenbei ein Sportplatz und eine Aschenbahn gefordert. Wie dies im Gemeinderat beschlossen wurde, wurde gesagt, dass beim Universitätssportzentrum Innsbruck (USI) Ersatzflächen geschaffen werden. Das wurde in der Sitzung des Gemeinderates klipp und klar gesagt. Dieser Sportplatz ist sicherlich niemals kostendeckend und soll das auch nicht sein, da die Öffentlichkeit dort die Möglichkeit zum Trainieren haben soll.
Wie wir die Olympia-Eishalle beschlossen haben, haben wir noch nicht voraussehen können, wie sich die Veranstaltungstechnik entwickeln wird. Es hat schon Container gegeben, die aufklappbar waren, aber diese haben wir in die Olympia-Eishalle hineingebracht. Jetzt sind die Trucks so groß, sodass wir über die Eisfläche fahren müssten, aber das funktioniert nicht mehr.
Deshalb ist es schwierig, in der Olympia-Eishalle große Veranstaltungen durchzuführen. Zum Auf- und Abbau werden drei, vier bzw. fünf Tage bzw. eine Woche benötigt und in dieser Zeit kann die Halle für nichts anderes mehr benützt werden. Es wurde die Bob- und Rodelbahn angesprochen, über die sehr viel Unwissenheit vorhanden ist. Die Bob- und Rodelbahn ist im laufenden Betrieb durch die Gästebobfahrten kostendeckend und ist nicht das größte Problem. Die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) besteht nicht nur aus der Kleinen Eishalle und der Olympia-Eishalle. Das möchte ich noch einmal ganz deutlich betonen. Zur Sachlichkeit: Ich weiß, dass ich am Ende meiner Wortmeldung nicht ganz sachlich war, aber von dem, was heute sachlich berichtet wurde, war meine Wortmeldung weit sachlicher als viele andere.

 


Schriftführerin Spielmann übernimmt die Schriftführung.

 
Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Platzgummer (ÖVP):
Ich verstehe das schon und es ist auch gut, dass wir die Diskussion insgesamt führen. Ich verstehe aber nicht, GR Hof, wie Sie dazu kommen, einfach irgendetwas zu behaupten, was nie gesagt worden ist. Sie stellen das einfach so in den Raum und hoffen, dass das so stehen bleibt, weil das keiner mehr weg bringt. Das tut man einfach nicht. Man unterstellt nicht jemanden eine Aussage, die er nie getätigt hat und das offensichtlich ganz bewusst.
Das ist Ihnen nicht würdig, das kommt mir komisch vor. Genau darin, in solchen Dingen liegt wahrscheinlich auch der Grund, dass Sie, GR Hof, von der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) oder vielleicht von anderen Einrichtungen auch, keine Auskunft bekommen. Die Mitarbeiter fürchten sich, ob einer von den Innsbrucker Grünen anruft, denn dann stehen sie morgen in der Zeitung, wo erzählt wird, wie schlecht sie sind, wie mies alles ist und wie wir eigentlich schwach sind. Wenn die Mitarbeiterin den Hörer abnimmt, dann ist GR Mair am Apparat, der immer fest auf die Angestellten "einhaut" und daher hat diese Angst. Deshalb wird zuerst der Chef befragt, nicht dass noch der Mitarbeiter "angepinkelt" wird.
Es wundert mich nicht, dass man dann ein bisschen schwieriger Auskünfte bekommt, wie andere, die nicht probieren, immer nur jemanden anzuschwärzen.
Das zweite ist, die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) hat erst jetzt unter dem Geschäftsführer Mag. Dr. Bielowski angefangen, eine vernünftige und wirklich brauchbare Kostenrechnung aufzustellen. Das hat es unter seinem Vorgänger einfach noch nicht gegeben. Damit hat man jetzt logischerweise auch noch nicht die Transparenz, die man benötigt. Wir werden jetzt sicher den Jahreswechsel abwarten müssen. Man muss sich die Sache dann ansehen. Mag. Dr. Bielowski hat dort eine neue Kostenrechnung einzuführen gehabt, die man benötigt, um entsprechende Dinge berechnen zu können. Das geht letztendlich auch nicht von einem Tag auf den anderen, sondern das muss im Jahr 2007 jedenfalls laufen.
Dazu kommt auch noch und das hört man nie - man sieht, warum sich diese von den Innsbrucker Grünen so furchtbar ungerecht behandelt fühlen -, dass es im Jahr 2006 ein Defizit oder einen Abgang von € 2,1 Mio gab. Im Jahr 2007 ist in der Planung ein Defizit von € 1,6 Mio. Der Geschäftsführer sagt, dass er das nach heutigem Stand halten kann. Was tut GR Mair? Er geht an die Medien und sagt, dass im Budget irgendwo eine € 1 Mio steht, das heißt, dass das wieder ein Abgang von € 2 Mio ist und das ist eine Katastrophe. Ich werde dann von den Medien angerufen, dass GR Mair behauptet, dass es schon wieder einen Abgang von € 2 Mio gibt. Das ist einfach eine Vorgangsweise, die wirklich nur darauf ausgerichtet ist, die Einrichtung schlecht zu machen. Das ist ein Fehler. Wenn Sie das tun, dann schaden sie dort eindeutig dem Sport.
Es ist auch viel dabei, was einfach auf völlige Unkenntnis stößt und nur durch Unkenntnis erklärbar ist. Wenn man sagt, dass die große Eishalle die kleine Eishalle in der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) finanzieren wird, dann kann man sich das ansehen. Ich bin überzeugt, dass das mit Veranstaltungen möglich wäre, aber die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) ist schon lange nicht mehr das Konstrukt, das damals eigentlich geschaffen worden ist. In die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) ist nachträglich das Fußballstadion hinein gekommen. Das ist zweifellos nicht etwas, das besonders schwarze Zahlen schreiben wird, denn das können Sie sich selbst noch ausmalen. In die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) ist das Landessportcenter Tirol hinein gekommen. Zweifellos nicht etwas, das nicht so einfach herzunehmen ist und wo man sagen kann, dass wir Vereine aus einem Budget der Stadt Innsbruck subventionieren. Ein bisschen etwas werden wir aus dem Budget des Landes Tirol dazu mischen. Es sind die Leute aus Kärnten, aus der Steiermark und aus Innsbruck-Stadt und Innsbruck-Land dort vertreten. Das werden wir jetzt alles aufteilen, toll subventionieren und dann wird das Konzept aufgehen.
Wir haben dort auch die Bobbahn und ein Rodelleistungszentrum, das natürlich auch entsprechend bespielt wird und zu dem man sich bekannt hat. Andere Olympia-Städte haben ihre Bobbahnen wieder abgebaut. Wir müssen uns nur Albertville ansehen. Dort wurde die Bobbahn abgebaut, weil diese bei Bestehen ein Defizit bringt und das wird nicht funktionieren. Wir haben uns nicht dazu entschieden und das ist auch gut so.
Ich glaube, dass man dort nicht immer hineinprügeln kann. Es wird das Unwissen und die Unkenntnis auch so klar, wenn man nur mehr von Vereinen spricht, die man mit hereinnimmt. Erstens werden nicht die Vereine gefördert, sondern Verbände. Die Verbände verteilen die Mittel an die Vereine. Dieses System wird, zumindest so lange ich im Bereich des Sportes etwas zu sagen habe, jedenfalls so bleiben, weil die Verbände am meisten wissen. Die Verbände würden es sich auch nicht von den Innsbrucker Grünen gefallen lassen, dass man ihnen als Fachverbände plötzlich etwas wegnimmt. Das wäre auch ein völliger Unsinn. Die Vereine, die in den Verbänden liegen, sind dort am besten aufgehoben, weil diese führen die ganzen Listen und Themen, wie viele Trainer im Einsatz sind, wie viele Leistungssportler und Breitensportler trainieren, wie viele Kinder und Jugendliche in welchem Alter betreut werden und welche Nachwuchsmannschaften es gibt. Das tun alles die Verbände und dann ist der Landessportrat entsprechend damit befasst, der auch noch etwas mitzureden hat. Es ist höchst naiv, zu meinen, dass es die Stadt Innsbruck so einfach hätte, dass sie etwas hernimmt, was sie aus der Kostenrechnung weiß und das irgendwie in einem Subventionssystem an Vereine gibt.
Ganz abgesehen davon, dass es auch Vereine gibt, die irgendwann und irgendwo einmal zahlungsunfähig sind und Gott sei Dank uns die Subventionen nicht auf diese Art und Weise verloren gehen. Hier so herum zu argumentieren, ist wirklich dem Sport abträglich. Ich verstehe nicht, warum man das tut. Wir haben in der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) auch den Publikumseislauf. Dieser wird dann auch irgendwie so subventioniert oder sollen wir dann vom Publikum vielleicht das verlangen, was der Außeneisring kostet? Wir haben dort eine Abschreibung in der Höhe von etwa € 250.000,--. Wir müssen dann sagen, dass der Eintritt € 20,-- für eine Stunde kostet. Ich glaube, dass es einfach von Ihrer Unkenntnis zeigt, in dem Sie immer wieder probieren das gleiche zu tun und irgendwie darauf "einzuhauen". Sie schaden und das wissen in der Zwischenzeit allen Verbände und alle Vereine. Ich würde jetzt endlich einmal damit aufhören und versuchen, dass man wirklich sachlich etwas Vernünftiges bewegt. Man sollte sich davor entsprechend informieren. Die Dinge dort sind viel komplizierter.
Sehen Sie sich alleine das Landessportcenter Tirol an, das im Verbund der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) mitzuführen ist. Es gibt sehr viele verschiedene Tarifstufen nach der Förderung. Dazu hat man sich damals vom Land Tirol entsprechend entschieden. Damit fördert man auch den Sport. Es gibt welche, die gar nichts zahlen. Es gibt welche, die nur ein bisschen etwas zahlen. Es gibt welche, die relativ viel zahlen und solche, die den Vollpreis haben. Es gibt dort abgestuft zum Teil Subventionierungen, die über die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) laufen. Es gibt auch solche, die über das Land Tirol laufen, denn wir müssen das gerade wieder neu ausdiskutieren und neu verhandeln.
Die Schwimmhalle im Landessportcenter Tirol, auf die könnte ich auch noch tiefer eingehen. Ich müsste Ihnen hier drei vier Stunden Nachhilfe erteilen, denn das hilft nichts. Wo ich noch bei der Polizei gearbeitet habe, war ich im Landessportcenter gratis schwimmen. Von 6.00 Uhr bis 7.00 Uhr haben wir dort trainiert, bis wir im Wasser geschwitzt haben. Das war so. Sie müssen das abrechnen, das ist kein Verein, der dahinter steht. GR Hof, Sie schaden mit einer solchen Vorgangsweise, nachdem Sie nach außen treten, letztlich massiv den sportausübenden Vereinen. Im Übrigen sind das mehr als 60 Vereine, die dort auch tätig sind und ihre höchst gute Arbeit für die Jugend und für den Nachwuchs leisten. GR Hof, Sie behaupten mit einer Lockerheit irgendetwas, das ich nie gesagt habe. Das erschüttert mich schon. Ich glaube, dass man sich schon daran erinnern soll, dass man als Gemeinderat oder als Gemeinderätin verpflichtet ist, das Beste zu tun, für das, was man hat. Man sollte nicht populistisch und mediengierig irgendwie agieren.

GR Mair (Die Grünen):
Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Platzgummer, es gibt hier ein Missverständnis, denn niemand will, dass der Publikumseislauf € 20,-- kostet. Wir wollen, dass im Budget steht, dass uns der Publikumseislauf als sportpolitische oder als gesundheitspolitische Maßnahme im Jahr € 300.000,-- wert ist, damit die Leute dort billig Eislaufen können. Das ist das, was wir sehen wollen. Wir wollen, dass die Leute den Publikumseislauf haben und dass sie sich diesen auch leisten können. Wir wollen aber auch wissen, was er uns als Stadt Innsbruck kostet, weil wir dann entscheiden können, ob wir das wollen oder nicht. Es geht um eine transparente Sportpolitik, wo wir dann auch sagen können, dass wir einen Schwerpunkt setzen, wenn die Mittel begrenzt sind. Es geht mir in der Olympiaworld Innsbruck um Folgendes und das lässt mich auch immer so emotional werden: Es wird auf der einen Seite immer so getan, als ob etwas irgendwie wäre und dann kommt man dahinter darauf, dass es in Wahrheit ganz anders ist. Im Jahr 2006 gab es auch so einen Fall. Tatsächlich hat die Olympiaworld Innsbruck mit dem Nachtragskredit, den wir heute beschlossen haben, ein Defizit im Jahr 2006 von € 2,1 Mio. Im Budget ist aber ein Abgang von € 1 Mio beschlossen. Das heißt € 500.000,-- für die Stadt Innsbruck. Im Vorhinein hat man so getan, dass wir mit € 500.000,-- auskommen, aber tatsächlich haben wir dann als Stadt Innsbruck € 1 Mio zahlen müssen. In der Planung für das Budget 2007 haben wir einen Betrag in der Höhe von € 900.000,--, das heißt, dass wir mit € 1,8 Mio planen. Das hat mit dem Wirtschaftsplan der Olympiaworld Innsbruck, den wir auch vorliegen haben, nur bedingt etwas zu tun, aber gut, sei es darum.
Im Jahr 2008 planen wir € 1 Mio von der Stadt Innsbruck, mal zwei, macht € 2 Mio Defizit von der Olympiaworld Innsbruck. Dann kommt wieder das so tun als ob. Mag. Dr. Bielowski tritt in der Zeitschrift WEST auf und sagt, dass uns die Fußball-Europameisterschaft (EURO) 2008 so viele Mehreinnahmen bringen wird, dass das Defizit gewaltig kleiner sein wird. Das ist das so tun als ob. Es stellt sich dann die Frage, wie das wirklich ist. Man kommt darauf, dass es nicht nur Mehreinnahmen durch die Fußball-Europameisterschaft (EURO) 2008 gibt, sondern es gibt vor allem Mindereinnahmen durch dauerhaft entfallene Rasenplätze und durch zeitweilig entfallene Rasenplätze.
(Bgm. Zach: Sind Sie, GR Mair, zu den Hellseher gegangen, dass Sie wissen, was nächstes Jahr so passiert.)
Wir werden uns in einem Jahr darüber unterhalten, ob etwas daran war oder nicht, dass Rasenplätze dauerhaft entfallen sind. Das haben wir mehrfach schon gehabt. Es benötigt auch die UEFA in dem Stadion Zeit, weil außerhalb vom Stadion ganz viel nicht benützbar gemacht wird. Das wird natürlich auch Mindereinnahmen bringen. Diese Zeit wird immer länger, je mehr man der Planung für die Fußball-Europameisterschaft (EURO) 2008 zusieht. Da ist das so tun als ob. Mag. Dr. Bielowski behauptet öffentlich, dass wir ordentlich verdienen werden und dass das Defizit fast keines mehr ist.
Man kommt dann immer darauf, dass wir in Wahrheit doch immer wieder mitzahlen. Dieser Unterschied, zwischen dem so tun als ob und dem was tatsächlich ist, ist das, was mich immer ärgert.

GR Gruber (ÖVP):
Ich halte mich ganz kurz. Ich bin etwas unsanfter als Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Platzgummer, der gemeint hat, dass die Unkenntnis der Innsbrucker Grünen dazu führt. Ich glaube, dass das der Vorsatz ist, der die Diskussion immer wieder in die Richtung steuert und das ärgert mich eigentlich. Uschi, du sprichst von Stellvertreterkriegen. In Wahrheit führt Ihr mit der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) die Stellvertreterkriege, weil ihr nicht in der Lage seid - das ist meiner Meinung nach nicht Unkenntnis, sondern bewusst vorsätzlich gewählt - diese Diskussion immer auf die gleiche Ebene zu spielen.
Ich würde der Frau Bürgermeisterin empfehlen und würde Sie ersuchen, dass wir einmal eine volkswirtschaftliche Rechnung über die Auswirkungen der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) auf die Stadt Innsbruck anstellen. Dann haben wir nämlich diese Debatte, die Ihr jedes Mal führt, die ewig lang dauert und die in der Öffentlichkeit vollkommen falsifiziert dargestellt wird, endlich einmal beendet. Ich mache es ganz kurz, die Innsbrucker Grünen haben über die Moore und die Sümpfe gesprochen. Diese Diskussion eurerseits tümpelt dahin und das ist langsam nicht mehr erträglich.

 


Bgm. Zach übergibt den Vorsitz an Bgm.-Stellv. Dipl.-Ing. Sprenger.

 
Bgm. Zach (Für Innsbruck):
Ich möchte ganz kurz ein paar Dinge auflisten. Es ist richtig, dass die kleine Eishalle keine Cash-cow geworden ist. Es ist richtig, dass wir damals gebaut haben. Wir hatten damals in Aussicht - manches ist gelungen und manches nicht - was in die Stadt Innsbruck kommt. Ich muss mich wundern, dass wir jetzt ständig eine Werte- und eine Sinndebatte haben, was wir für die Generation tun können, die ihr Heil in Dingen sucht, die nicht allen passen und nicht passen können. Bitte, der Sport ist einer der wesentlichen Dinge, die man als Alternative der Jugend, aber auch älteren Menschen anbieten kann. Die Kultur ist das zweite und das Soziale muss sowieso sein. Älter werden wir auch alle, darüber sind wir uns sowieso alle einig gewesen.
Ich muss euch wirklich sagen, dass ich nachfragen werde, warum die Innsbrucker Grünen keine Antwort bekommen haben. Dazu gibt es erstens einmal einen Sportausschuss mit einem Obmann, der lästig genug ist. Ich kann mir nicht vorstellen, wenn man den Obmann des Sportausschusses anrufen würde, dass man die Auskünfte nicht bekommen könnte.
Das, was Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Platzgummer vermutet hat, ist tatsächlich so GR Hof. Ich bin schon öfter von verschiedenen Organisationen gefragt worden, was sie tun sollen, weil die oder der angerufen hat und sie nicht wissen, was sie sagen sollen, denn sie wollen nicht in der Zeitung stehen. Bis das erklärt ist, wird es nicht verstanden - unabsichtlich oder absichtlich. Klopft einmal bei euch selber, wie euer Auftreten ist.
Ich knüpfe an die Ausführungen von GR Gruber an, der schon wieder nicht im Sitzungssaal ist. Wahrscheinlich muss GR Gruber telefonieren. Er bekommt demnächst von mir ein zweites Handy, damit er doppelt telefonieren kann. Es gibt zwei Fixpunkte in dem Gemeinderat, das ist der Flughafen und die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI).
Bei der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) darf ich in Erinnerung rufen, dass wir eine große Änderung gemacht haben, GR Mair.
Es war nicht so einfach den früheren Geschäftsführer Wurm dazu zu bewegen, dass er mit seinem guten Willen alleine in der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) nicht weiter kommt. Gott sei dank ist er jetzt irgendwo, wo es ihm gut geht und alle die damit verbunden sind. Damals war keiner dagegen, denn die heißen Kartoffeln bleiben immer mir, das ist gar keine Frage. Ich beschwere mich nicht darüber, sondern ich rufe das nur Erinnerung. Es war nicht so einfach im Aufsichtsrat und überall zu sagen, dass wir nicht weiter kommen.
Es war dann Mag. Dr. Bielowski. Man musste das der Familie recht fest freundlich machen. Das ist egal, denn er ist ein gestandener Politiker, der das aushalten wird. Seit Mag. Dr. Bielowski in der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) arbeitet, wird an der Energie gearbeitet. Die Brandschutztüren und die anderen Dinge, die sich auch alle entwickelt haben. Wer in der Gastronomie ist, oder wer in seinem Leben mehr gebaut hat, als ein Eigentumshaus, der weiß, dass wir in der Wirtschaft und im Gewerbe sehr streng in der Stadt Innsbruck sind. Es gibt sehr viele Auflagen, die wir selbstverständlich im eigenen Haus machen müssen.
Ich muss Ihnen bei den Brandschutztüren, bei den Fluchtwegen und bei alle diesen Dingen sagen, dass ich, wenn ich damit befasst werde, sage, dass die Sicherheit vorgeht. Das wird mehr kosten, das ist klar. Wenn man bei der Energie das Contracting nennt und was noch alles gemacht worden ist, das wissen die Experten, dann wird nichts billiger. Es ist tatsächlich der Abgang oder der Zuschuss, wie ich das sagen möchte, geringer geworden, wenn Sie, GR Mair, schon wieder eine Angst haben, was nächstes Jahr passiert. Andere Städte haben eine große Freude, wenn sie den Zuschlag zu einer Fußball Europameisterschaft bekommen. Diese Städte arbeiten mit, aber die Innsbrucker Grünen natürlich nie. Aber das werfe ich den Innsbrucker Grünen nicht vor, das ist nur eine Erklärung. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass der Weg richtig war. Einzelne Konditionen, wie die Cash-Cow, das betone ich noch einmal, wer viel macht, macht einmal eine falsche Aussage, sind nicht eingetroffen. Ich möchte diese Rechnung aber hier nicht so stehen lassen möchte. Die Congress und Messe Innsbruck GesmbH (CMI) hat auch ein Defizit, nur getraut sich das im Land Tirol niemand sagen, denn das ist ein Zuschussbetrieb. Das ist etwas, das etwas auslöst, denn es kommen Leute und Kongressteilnehmer und Aussteller und es wird die Wirtschaft belebt. Wir sind bei der Eröffnung alle dort. Ich bin aus tiefster Überzeugung dabei, nicht weil ich alle sehen will, denn diese sehe ich bei jeder Veranstaltung. Ich bin zutiefst überzeugt, dass das richtig ist und dass sich das rechnet.
Man kann sagen - das höre ich gelegentlich und GR Willi hat es richtig gesagt -, dass die Kultur viel Geld in dieser Stadt benötigt. Ich danke euch allen dafür. Wisst Ihr, warum ich so dankbar bin, weil ich zutiefst überzeugt bin, dass die Kultur die Gesellschaft harmonischer macht. Ich will nicht besser sagen, sondern weil die Kultur so wichtig ist, dass die Leute kultiviert sind. Das heißt schon so. Der eine geht dorthin, der andere woanders. Manche gruppieren sich selber in der baettlegroup for art - Innsbrucks freie Kulturszenen und kein Mensch beschwert sich darüber. Alle sagen, dass sie es machen sollen und sie werden uns dann schon irgendetwas sagen, was sie in ihren Kreisen beschlossen haben.
Das Tiroler Landestheater benötigt viel Geld. Es ist richtig gesagt worden - Ihr müsst nur nachfragen - was die Mitglieder des Orchesters bekommen. Ihr werdet feststellen, dass wir nicht an der untersten Grenze liegen. Die Stadt St. Pölten hat kein Orchester. Dort gibt es keine Schauspieler, denn das wird zugekauft, je nachdem was gerade frei ist. Ich bin stolz, dass Ihr das bis jetzt immer genehmigt habt.
In der Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) sind die ganzen Sportvereine. Da Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Platzgummer doch so ein wahrhaftiger Mensch ist, tut ihm das gerade von Ihnen GR Hof so "schiach" und daher wundert mich das so, dass Sie die Kinder- und Jugendarbeit kritisieren. Das muss irgendein Missverständnis sein, denn ich kann mir das anders überhaupt nicht vorstellen. Die Umwegrentabilität von der dortigen Einrichtung ist sicher wesentlich. Wir werden mit dem neuen Rektor diese Rechnung anstellen. Nicht einmal vielleicht, weil mir das eigentlich ganz gut gefällt, denn dann hört das Theater hier im Gemeinderat auf. Ich bin überzeugt, dass das nicht nur ideell für die Jugend ist, sondern auch für Leute, die Sport betreiben können. Ich kenne selber eine Schwimmerin, bei der die Eltern sagen, dass sie viel zahlen und wahrscheinlich schwimmt sie drei Mal so viel, aber das ist nie kostendeckend.
Bevor man in der großen Eishalle die Paper Moon und die Techno-Partys bis am nächsten Tag um elfe in der Früh des nächsten Tages, ist mir lieber, wenn dort Sport ausgeübt wird. Das sage ich ganz offen und ehrlich.
Diese Rechnung werden wir anstellen und die Umwegrentabilität muss man beziffern können. Die ständigen unqualifizierten Angriffe auf die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) regen mich auf, aber vielleicht gibt es wirklich Missverständnisse. Warum man den Innsbrucker Grünen dort keine Auskunft gibt, das habe ich klar und deutlich gesagt. Ihr müsst euch diesbezüglich einmal fragen.
Nun zu den Tarifen: Ich war hier eigentlich immer ein wenig bei StRin Mag. Schwarzl. Wir vergüten z. B. in der Stadt Innsbruck die Tarife, die wir in den Veranstaltungszentren haben, wieder zurück. Wir wissen zwar genau, dass die Vereine das zahlen müssen, aber wir geben es auf der einen Seite wieder hin. Ob sich das viele ansehen, das möchte ich einmal dahin gestellt lassen. Bei den Tarifen sagt GR Buchacher zu Recht, was wir jetzt mit der Hungerburgbahn zahlen. Wenn man auch nicht dafür war, wird man doch gelegentlich die Hungerburgbahn benützen. Was müssen die Leute dafür zahlen? Das Abtarifieren muss klar und deutlich sein. Ich bin schon dafür, dass das benötigt wird und dass das verlangt wird. Wir wissen aber, dass die Leute das zahlen können, weil wir wollen, dass sie Leute den öffentlichen Verkehr benützen. Das gleiche gilt für die Straßenbahn auch. Wir schießen das zu. Wenn man in der Sache eine gewisse Ordnung hinein bringt, dann muss das selbstverständlich in das Sportbudget. Dies natürlich auch beim Land Tirol. Beim Sozialen und bei der Kultur habe ich überhaupt kein Problem. Ihr wisst alle, dass wir ein Konzert veranstaltet haben, das ein großes Defizit war. Dies oder jenes bei den Festwochen der Alten Musik ist geschehen. Leute, glaubt mir, wo Menschen sind und wo sich etwas rührt, wird gelegentlich immer wieder ein Fehler gemacht werden. Es wird eine falsche Einschätzung passieren und ähnliches. Nur bei jenen, die nichts tun, gibt es keinen Fehler, aber auch keinen Erfolg. Dafür stehe ich nicht. Ich weiß nicht, was heute in der Luft liegt, aber ich bitte, sachlich vorzugehen. Ich bin sonst ganz zufrieden, wie das alles ist. Ich ersuche jetzt über den Antrag abstimmen zu lassen, weil ich eine Sitzungsunterbrechung beantragen möchte.

Bgm. Zach übernimmt den Vorsitz von Bgm.-Stellv. Dipl.-Ing. Sprenger.

Beschluss (bei Stimmenthaltung GRÜNE; 8 Stimmen):

Der Nachtragskredit zum ordentlichen Haushalt 2007 zu Vp. 1/894000-755200, Veranstaltungszentren, laufende Transferzahlung, Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) in der Höhe von € 913.000,-- wird gemäß Beilage genehmigt.

Beschluss (einstimmig):
Die Nachtragskredite zum ordentlichen Haushalt 2007 werden gemäß Beilage genehmigt.

 


 

Tauschgrundstücke für den Ersatzplatz W1 vom alten Tivoliareal
vom 27.01.2005

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17. IV 141/2005
IISG 687/2004

Stadtgemeinde Innsbruck, Kauf des Grundstückes 2333/1, vorgetragen in EZ 745, Grundbuch 81111 Hötting (landwirtschaftliche Fläche im Bereich des Flughafens), mit einer Fläche von 22.681 m² von Partl Anna und Sepp Hertha als eventuelles Tauschgrundstück für das Grundstück 2028, KG Pradl (Wiesengasse/Paschbergweg), von Mayr Franz zwecks Anlage eines Fußballplatzes.

Bgm. Zach
B: Antrag des Stadtsenates vom 26.1.2005

1. Die Stadtgemeinde Innsbruck kauft von Anna Partl geborene Gogl und Herta Seep geborene Gogl, beide vertreten durch RA dr. klaus Nuener, dasvGrundstück 2333/1. vorgetragen in EZ 745, Grundbuch 81111 Hötting (landwirtschaftliche Fläche im Bereich des Flughafens), mit einer Fläche von 22.681 m².

2. Der Kaufpreis ist in nicht öffentlicher Sitzung zu referieren. Der vereinbarte Kaufpreis ist in zwei Raten zu bezahlen; die erste Hälfte des Kaufpreises ist binnen vierzehn Tagen nach beidseitiger beglaubigter Unterfertigung des Kaufvertrages zur Zahlung fällig, frühestens jedoch gegen Vorlage eines Ranganmerkungsbeschlusses für die beabsichtigte Veräußerung. Die zweite Hälfte ist binnen vierzehn Tagen nach Zustellung des Beschlusses über die grundbücherliche Durchführung des Kaufvertrages zur Zahlung fällig.

3. Die Übergabe und Übernahme des vertragsgegenständlichen Grundstückes in das Eigentum der Stadtgemeinde Innsbruck erfolgt frei von bücherlichen Lasten.

4. Die Vertragserrichtung und grundbücherliche Durchführung des Rechtsgeschäftes übernimmt die Innsbrucker Immobilien Service GesmbH (IISG), die von der Stadtgemeinde Innsbruck hiezu beauftragt und ermächtigt wird. Sämtliche in diesem Zusammenhang zur Vorschreibung, insbesondere die Grunderwerbsteuer und Grundbuchseintragungsgebühr sowie die Beglaubigungskosten übernimmt die Stadtgemeinde Innsbruck.

5. Die Innsbrucker Immobilien Service GesmbH (IISG) wird beauftragt und ermächtigt, mit Franz Mayr Tauschverhandlungen hinsichtlich des Grundstückes 2028, KG Pradl (Wiesengasse/Paschbergweg), zu führen.

Für die finanzielle Abdeckung des vorstehend angeführten Rechtsgeschäfte genehmigen, wobei eine Bedeckung aus der Vp. 5.84600-001200, Wohn- und Geschäftsgebäude, Grundstücke (ohne Zuordnung zu bestimmten Vorhaben), und Mehreinnahmen aus der Vp. 1.925000, Ertragsanteile, erfolgt.

Das ist ein wichtiger Grundstückskauf, eine landwirtschaftliche Fläche in Hötting im Bereich des Flughafens mit einer bemerkenswerten Größe von fast 23.000 m2, die als Tauschgrundstück für das Grundstück Wiesengasse - Paschbergweg dienen sollte. Auf dem Grundstück Wiesengasse soll ein unglaublich wichtiger Sportplatz entstehen. Der Grundstücksbesitzer will dort nicht verkaufen, sondern - das spricht für diesen - er will eine landwirtschaftliche Fläche dafür eintauschen und zwar eine solche, die an seinen Grundstücken angrenzt, sodass die Bewirtschaftung leichter ist. Das ist alles sehr leicht nachzuvollziehen.

Die Konditionen dieses wichtigen Geschäftes werden wir in der nicht öffentlichen Sitzung behandeln. Einige Grundstücke hat die Stadt Innsbruck immer auf Vorrat, aber wir haben darin nichts gefunden, das landwirtschaftlich nutzbar ist und welches in der Nähe von jenen Grundstücken liegt, die dieser akzeptiert hätte,



Grundstückskauf für den Ersatzplatz W1 vom alten Tivoliareal
vom 30.03.2006
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12. IV 5135/2006
Stadtgemeinde Innsbruck, Kauf des Grundstückes 2279, vorgetragen in EZ 4089, Grundbuch 81111 Hötting, mit einer Fläche von 9.906 m² des Grundstückes 2277/1, vorgetragen in EZ 4089, Grundbuch 81111 Hötting, mit einer Fläche von 718 m² und des Grundstückes 2280/1, vorgetragen in EZ 908, Grundbuch 81111 Hötting, mit einer Fläche von 2.069 m², vom Prämonstratenser Chorherrenstift Wilten

Bgm. Zach referiert den Antrag des Stadtsenates vom 29.3.2006:

1. Die Stadtgemeinde Innsbruck stellt dem Prämonstratenser Chorherrenstift Wilten das verbindliche Anbot, nachstehend angeführte Grundstücke zu einem in der nicht öffentlichen Sitzung zu referierenden Preis, anzukaufen:
- Grundstück 2279, vorgetragen in EZ 4089, Grundbuch 81111 Hötting, mit einer Fläche von 9.906 m²
- Grundstück 2277/1, vorgetragen in EZ 4089, Grundbuch 81111 Hötting, mit einer Fläche von 718 m²
- Grundstück 2280/1, vorgetragen in EZ 908, Grundbuch 81111 Hötting, mit einer Fläche von 2.069 m²
2. Die Stadtgemeinde Innsbruck verpflichtet sich, für einen Zeitraum von zehn Jahren (beginnend mit Verbücherung) die Kaufgrundstücke nicht zu bebauen und willigt zur Absicherung dieser Verpflichtung in die Begründung einer Dienstbarkeit des Bauverbotes ein.
3. Der Kaufpreis ist zur Gänze binnen Monatsfrist nach beiderseitiger beglaubigter Vertragsunterzeichnung und gegen Vorlage einer Ranganmerkung für die beabsichtigte Veräußerung sowie des Nachweises der Lastenfreiheit zur Zahlung fällig.
4. Die Verkäuferin sichert ausdrücklich die Freiheit von bücherlichen und außerbücherlichen Lasten zu, nachdem durch den Ankauf des Grundstückes 2280/1, vorgetragen in EZ 908, Grundbuch 81111 Hötting, die Dienstbarkeit des Geh- und Fahrweges zugunsten des städtischen Grundstückes 2333/1, vorgetragen in EZ 745, Grundbuch 81111 Hötting, obsolet wird. (Die Liegenschaft EZ 4089, Grundbuch 81111 Hötting, mit den Grundstücken 2277/1 und 2279 ist laut Grundbuch lastenfrei.)
5. Mit der Vertragsabwicklung wird die Innsbrucker Immobilien Service GesmbH (IISG) beauftragt.
6. Für die Finanzierung des Grundstücksgeschäftes wird ein Nachtragskredit genehmigt.
Das ist notwendig, um wiederum andere Grundstücke, die dazu dienen wichtige Bedürfnisse der Bevölkerung abzudecken, zu erwerben. Der Kaufpreis ist mit Käufen vergleichbar, die erst vor kurzem durch die Stadt Innsbruck durchgeführt wurden.

Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Bielowski (Für Innsbruck)
Das ist der Abschluss eines langen Weges, um eine Freifläche zu sichern, die wir dringend für einen zusätzlichen Sportplatz im Bereich des Paschbergweges benötigen.
Man sieht, dass die Grundstücksgeschäfte in der Stadt Innsbruck, die dem öffentlichen Wohl dienen sollen, immer komplizierter bzw. schwieriger werden. Die einzelnen Transaktionen, die für diese Fläche notwendig waren, sind bereits insgesamt siebzehn an der Zahl. Man soll wissen, wenn man einen Sportplatz braucht, muss man siebzehn verschiedene Grundverträge, Kaufverträge, Tauschverträge usw. abschließen.
Ich bin sehr froh, dass uns das gelungen ist und möchte mich vor allem bei den Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeitern, die daran beteiligt waren, bei der Innsbrucker Immobilien GesmbH & Co KEG (IIG), Dr. Frischhut, den Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeitern der Mag.-Abt. V, Sport, aber auch bei den betroffenen Grundeigentümern, sei es das Prämonstratenser Chorherrenstift Wilten oder die Bauern, welche ihre Einwilligung dazu geben mussten, recht herzlich bedanken. Ich glaube, das ist ein weiterer Schritt für die Sicherung von Sport- und Freiflächen für unsere Jugend in dieser Stadt. (Beifall)

Bgm. Zach (Für Innsbruck)
Sie haben gehört, dass es eine komplizierte Angelegenheit ist, um dort, wo weitere Sportflächen vorhanden sind, die entsprechenden Flächen zu erwerben. Natürlich wollen die bäuerlichen Unternehmer als Tauschflächen - das ist auch richtig - nur Flächen haben, die in der Nähe jener Flächen sind, die sie ohnehin schon bewirtschaften.
Um das ganze Geschäft - in Wien würde man "Drahdiwaberl-Geschäft" sagen - zu ermöglichen, waren sehr viele Verhandlungen notwendig. Ich möchte Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Bielowski diesbezüglich recht herzlich danken. Verhandlungen mit Partnern, die konkrete Vorstellungen haben - was ich begrüße - sind nicht einfach, was man sich vorstellen kann.
Diese waren jedoch von Erfolg gekrönt.

Beschluss (einstimmig)



 
Gemeinderatssitzung vom 18.10.2007
topsecret

47. Beantwortung der Anfragen aus der Gemeinderatssitzung vom 28.6.2007
47.1 Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI),
Kostenstellenrechnung und Maßnahmenplan (GR Mair)


Bgm.in Zach teilt zur Anfrage von GR Mair mit, dass diese Anfrage aus Wettbewerbsgründen in der nicht öffentlichen Sitzung behandelt wird.

Mehrheitsbeschluss (gegen GRin. Dr. Krammer-Stark, GR Mair und GR Hof, 3 Stimmen):

Die Beantwortung vorstehender Anfrage erfolgt in der nicht öffentlichen Sitzung.

 




gemeindesaalGemeinderatsprotokoll vom 22.11.2007
36.2 Fußball-Stadion "Tivoli-Neu", Inbetriebnahme der Rasenheizung, Kosten (Die Grünen)
Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Platzgummer verliest die dringende Anfrage der Innsbrucker Grünen:

 
Einem Subventionsakt des Ausschusses für Finanzen und Subventionen vom Oktober 2007 ist zu entnehmen, dass die Kosten für die Rasenheizung im Sport und Freizeitpark "Tivoli-Neu" an die dieses Stadion nützenden Vereine weiter verrechnet werden. Im gegenständlichen Fall handelte es sich um ein Spiel der Swarco-Raiders, und wurden ihnen für den Betrieb der Rasenheizung vom 19. bis 25.3.2007 für ein Spiel € 3.130.-- verrechnet.

Hinter diesem Subventionsansuchen verbirgt sich ein offenbar extrem hoher Energieverbrauch für diese Rasenheizung.
Wie den Unterlagen des Ausschusses für Finanzen und Subventionen zu entnehmen ist, wurden im oben genannten Zeitraum für die Rasenheizung 68,05 MWh verbraucht.
Das ist mehr als die Spitzenleistung aller Kraftwerke der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) zusammen (58 MWh).

Die Frau Bürgermeisterin als Eigentümervertreterin wird daher ersucht, folgende dringende Anfrage zu beantworten:
Beantwortung durch Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Platzgummer:

Frage 1: Wann wurde die Rasenheizung im Sport- und Freizeitpark "Tivoli-Neu" in Betrieb genommen?
Antwort: Im November 2000.

Frage 2: Wie viele Kilowattstunden wurden seither von dieser Rasenheizung verbraucht?
Antwort: Bis zum 20.11.2007 1.960 Megawattstunden.

Frage 3: Wie oft (wann) wurde sie für welchen Zweck für wie lange in Betrieb genommen und wie viele Kilowattstunden fielen dafür jeweils an? Ich ersuche um Aufschlüsselung seit Inbetriebnahme.
Antwort: Der Zweck der Rasenheizung liegt im Auftauen des Bodens für Bundesliga-Fußball und American Football. Bei Spielen auf gefrorenem Boden entstehen größere Schäden am Rasen, die höhere Instandhaltungskosten zur Folge haben. Die Betriebsdauer beträgt jedenfalls ein bis eineinhalb Tage und hängt von der Temperatur ab.

Die Rasenheizung wurde an folgenden Tagen in Betrieb genommen:
26.02.2001 bis 01.03.2001: Verbrauch nicht erfasst
12.11.2001 bis 01.12.2001: Verbrauch nicht erfasst
19.02.2002 bis 27.02.2002: Verbrauch nicht erfasst
17.03.2003 bis 18.03.2003:   15,78 Mwh (Megawattstunden)
07.04.2003 bis 09.04.2003:   30,15 Mwh
03.03.2004 bis 16.03.2004: 124,73 Mwh
23.03.2004 bis 26.03.2004:     4,60 Mwh
07.11.2004 bis 28.11.2004:   83,68 Mwh
10.02.2005 bis 18.03.2005: 419,06 Mwh
16.11.2005 bis 08.12.2005: 313,14 Mwh
14.02.2006 bis 19.03.2006: 422,13 Mwh
02.12.2006: 8,92 Mwh
15.02.2007 bis 26.02.2007: 103,06 Mwh
19.03.2007 bis 25.03.2007:   68,05 Mwh

Frage 4: Welches sind die Voraussetzungen für die Inbetriebnahme der Rasenheizung im Sport- und Freizeitpark "Tivoli-Neu"?
Antwort: Der Betrieb ist natürlich veranstaltungs- und witterungsabhängig.

Frage 5: Warum wurde überhaupt eine solche Rasenheizung installiert, bzw. wäre ein Betrieb auch ohne diese möglich, bzw. welche Konsequenzen würde eine solche Stilllegung nach sich ziehen?
Antwort: Ein Betrieb der Fußball Bundesliga ist ohne Rasenheizung nur sehr schwer denkbar und hätte einiges an Konsequenzen:
- Hoher Aufwand für maschinelle Schneeräumung samt häufigen Beschädigungen des Rasens,
- Abtransport des Schnees per LKW samt der damit verbundenen Umweltbelastung,
- Häufige Spielabsagen in der FußballBundesliga.

Frage 6: Sollte eine Stilllegung unmöglich sein, gibt es Überlegungen, den exorbitanten Energieverbrauch dieser Rasenheizung zu senken? Gespräche zwischen Land Tirol und Stadt Innsbruck zur Kostenaufteilung, wie sie im Akt angeführt sind, beheben ja nicht die grundsätzliche Problematik.
Antwort: Ja, solche Gespräche gibt es.

Frage 7: Wenn ja, wie sehen diese aus?
Antwort: Laut dem Energiekonzept der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) für die Olympiaworld Innsbruck, sind geringfügige Verbesserungen möglich.
Konkrete Planungen liegen mir aber von der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) derzeit noch nicht vor.

Frage 8: Gibt es dabei auch Überlegungen, bzw. Möglichkeiten, die bei der Eiserzeugung, die ihrerseits enorme Energiemengen verbraucht (laut Geschäftsführer Alt-Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Bielowski verbraucht der Außeneisring den Strom von 10.000 geöffneten Kühlschränken), entstehende Abwärme für die Beheizung des Rasens im Sport- und Freizeitpark "Tivoli-Neu" zu nützen?
Antwort: Es gibt Überlegungen, das hängt aber vom Energiekonzept der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) ab.

Frage 9: Gibt es für derartige Überlegungen bereits Kostenschätzungen, die den Investitionsbedarf samt jährlichen Energiekosteneinsparungen beziffern?
Antwort: Nein, gibt es derzeit nicht.

Frage 10: Gemäß eingangs erwähnter Ausschussvorlage betrugen die Rasenheizungskosten für das Spiel der Swarco-Raiders € 3.130.--. Setzt man diese in Relation zum Stromverbrauch von 68,05 MWh, so ergibt sich ein Strompreis für die Olympia-Sport und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI) von 4,6 Cent/KWh brutto.
Antwort: Die Rasenheizung wird mit Gas betrieben und nicht mit Strom!

Frage 10.1: Ist diese Berechnung richtig?
Antwort: Ja.

Frage 10.2: Wie kommt es zu diesen äußerst guten, weit unter den sonst üblichen offiziellen Unternehmenstarifen liegenden Konditionen für die Olympia-Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GesmbH (OSVI)?
Antwort: Durch den guten Wirkungsgrad der Anlage und den in Relation günstigeren Gaspreis umgerechnet in Kilowattstunden.

Mag.a Schwarzl, Mair, Dr.in Krammer-Stark und Mag.a Pitscheider, alle e. h.

 



 
                     Transparenz vs. Intransparenz oder Hof vs. Platzgummer
                                                      Aus dem Gemeinderat vom 18.10.2007
hofGR Hof (Die Grünen)

Ich frage zum Beispiel im Sportausschuss bei Vereinssubventionen generell nach, ob es eine Auflistung darüber gibt, wie viel Geld die Vereine und Verbände vom Land Tirol an Sportförderung bekommen. Zur Antwort bekomme ich von Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Platzgummer Folgendes: Nein, natürlich haben wir diese Aufstellung nicht, denn es interessiert uns gar nicht, was das Land Tirol den Vereinen tatsächlich an Subventionen gewährt.
Dies deshalb, weil wir uns nämlich genieren müssten, dass das Land Tirol so viel Geld hergibt. Wir würden uns ja schämen, wenn wir das erfragen.
(Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Platzgummer: Verbreiten Sie doch keine Lügen, denn so etwas habe ich nie gesagt. Es ist ja traurig, was Sie im Gemeinderat liefern.)
[.....] Kein Mensch weiß, wie viel Geld den Vereinen wirklich zugute kommt. Kein Mensch hat mehr einen Durchblick, was mit dem Geld passiert, das vom Land Tirol und der Stadt Innsbruck gewährt wird. Es wäre tatsächlich ein interessantes Anliegen, hier eine Transparenz hineinzubekommen. Ich fürchte nur, es wird nicht gelingen, wenn ich sogar eine förmliche Anfrage - diese wird heute noch zur Behandlung kommen - stellen muss, um von der Olympiaworld Innsbruck überhaupt eine Auskunft zu bekommen, zu welchen Konditionen sie die Eishallen an die Vereine vermietet. Es war nicht möglich, in der Olympiaworld Innsbruck anzurufen und zu erfragen, zu welchen Konditionen die Eishallen den Vereinen überlassen werden. Wir haben quer durch Österreich angerufen und es war nirgends zu erfahren, was eine solche Halle pro Stunde kostet. Es hat geheißen, dass die Halle einmal mehr und einmal weniger kostet bzw. € 100,-- pro Stunde und es gibt auch besondere Angebote. Bei der Olympiaworld Innsbruck hat mir eine etwas verunsicherte Mitarbeiterin erklärt, dass ich diese Anfrage schriftlich schicken muss. Wie ausgemacht, habe ich ihr ein diesbezügliches E-Mail gesandt und mich im Vorhinein für die Rückantwort bedankt. Allerdings habe ich diese bis heute nicht erhalten und muss daher heute den Gemeinderat mit einer diesbezüglichen dringenden Anfrage belästigen. Dann kann ich mir vielleicht noch von der Fraktion der Bürgermeisterin "Für Innsbruck" anhören, wie lästig die Innsbrucker Grünen mit den dringenden Anfragen sind. Von Transparenz ist hier weit und breit keine Spur. (Beifall von Seiten der Innsbrucker Grünen)

platzgummerFür den Sport zuständige Bgm.-Stellv. Mag. Dr. Platzgummer (Für Innsbruck)
Ich verstehe das schon und es ist auch gut, dass wir die Diskussion insgesamt führen. Ich verstehe aber nicht, GR Hof, wie Sie dazu kommen, einfach irgendetwas zu behaupten, was nie gesagt worden ist. Sie stellen das einfach so in den Raum und hoffen, dass das so stehen bleibt, weil das keiner mehr weg bringt. Das tut man einfach nicht. Man unterstellt nicht jemanden eine Aussage, die er nie getätigt hat und das offensichtlich ganz bewusst.
Das ist Ihnen nicht würdig, das kommt mir komisch vor. Genau darin, in solchen Dingen liegt wahrscheinlich auch der Grund, dass Sie, GR Hof, von der Olympiaworld oder vielleicht von anderen Einrichtungen auch, keine Auskunft bekommen. Die Mitarbeiter fürchten sich, ob einer von den Innsbrucker Grünen anruft, denn dann stehen sie morgen in der Zeitung, wo erzählt wird, wie schlecht sie sind, wie mies alles ist und wie wir eigentlich schwach sind. Wenn die Mitarbeiterin den Hörer abnimmt, dann ist GR Mair am Apparat, der immer fest auf die Angestellten "einhaut" und daher hat diese Angst. Deshalb wird zuerst der Chef befragt, nicht dass noch der Mitarbeiter "angepinkelt" wird. Es wundert mich nicht, dass man dann ein bisschen schwieriger Auskünfte bekommt, wie andere, die nicht probieren, immer nur jemanden anzuschwärzen. [.....]

schwarzlStRin. Mag. Schwarzl (Die Grünen)
Es wäre sinnvoll zu sagen - das ist einmal pro Jahr eine Überweisung - was es kostet das wiegt es. Es ist eine sportpolitische Entscheidung, wer bei den Kosten bei der Olympiaworld-Nutzung mit wie viel Geld unterstützt wird; so wie in allen anderen Subventionsbereichen auch.
Sogar für die Sportvereine wäre das günstiger, denn jetzt werden die Gesamtkosten der Olympiaworld irgendwie dem Sport immer ganz undifferenziert zugeschrieben. So könnte man das auseinander halten und das wäre für die Olympiaworld ganz wichtig. Nicht umsonst ist bei all ihren Maßnahmenvorschlägen ganz oben immer die Kostenstellenrechnung. Ich stehe auch dazu, dass man eine sportpolitische Entscheidung treffen muss. Ist es einem das wert, wenn zehn Bobfahrerinnen bzw. Bobfahrer im Jahr so und so viel Geld kosten oder nicht. Um eine solche Diskussion kann man sich nicht drücken, indem man sagt, dass das die Olympiaworld machen soll. Wir haben ja eine Gesellschaft, wo man mehr oder weniger immer wieder sagen kann, was das für ein Saustall ist oder auch nicht. Ich finde, das wäre für alle Seiten wesentlich fairer.