Die Suche nach der "Cash cow"

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Im Folgenden werden Aussagen vom Geschäftsführer der Olympiaworld, Michael Bielowski aufgegriffen, verglichen und schlussendlich auf ihre Plausibilität rechnerisch überprüft. Es werden Mängel aufgezeigt, die erkenntlich machen, warum innerhalb der Bevölkerung ein Irrglaube im Bezug auf die „Sportstadt" Innsbruck und seinen handelnden Akteuren entsteht. Es wird gezeigt, wie sorglos mit öffentlichen Geldern jongliert wird, inwieweit sich die Vorenthaltung von Zahlen zu Nutze gemacht werden, um die Transparenz gering wie möglich zu halten und zu allem Verdruss der Öffentlichkeit bewusst nicht nachvollziehbare Beträge präsentiert werden.

In weiterer Folge wird hinterfragt, inwieweit die kostendeckenden Tarife, die den Sportvereinen verrechnet werden, auf korrekten und betriebswirtschaftlich sinnvollen Tatsachen gründen, oder wird hier wie in den Jahren davor noch mit  pixdaumen  kalkuliert.

blankblankinfoDie von den Gesellschaftern nach einem betriebswirtschaftlichen Schlüssel überarbeitete Kostenstellenrechnung umfasst mit Beginn des Jahres 2007 die sechs Hauptkostenstellen Olympiahalle, Bob- und Rodelbahn, den Außeneisring mit Hockeyfeld, Landes Sport Center, Kleine Eishalle und Tivoli Neu. Im folgenden werden Tabellenausschnitte vom Landes-Rechnungshof über Einnahmen und Ausgaben dieser 6 Kostenstellen einzeln dargestellt und argumentiert.

 
    Die renovierten drei alten Hauptkostenstellen seit 1964
                  mit einem Defizitanteil 2007 von 42,8%

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banner mehrzweckhallekstmehrzweckhallekstmehrzweckhalleDie umgebaute Olympiahalle zu einer Mehrzweckhalle
Erforderlicher Deckungsbetrag 2007  1.096.831 €
Erwirtschaftet
  66% -
Abgang  34%
Besitzverhältnis: Stadt Innsbruck zu 55% - Land Tirol zu 45%

Betriebspflicht:

In der Generalvereinbarung zwischen Bund, Land und Stadt vom 25.5.1999 stimmt die Stadt Innsbruck einer Verbücherung der Verpflichtung, die Olympiahalle ab 1.1.2000 für die Dauer von 30 Jahren zu betreiben, ausdrücklich zu.

Es sollte die "CASH COW" werden:
Es war eine klare politische Fehleinschätzung, dass mit dem Umbau der Olympiahalle in eine Mehrzweckhalle, durch gewinnbringende Großveranstaltungen und Kongresse frei gespielt werden könnte. Es sollte die „CASH COW" der Olympiaworld werden, die im Wege der Querfinanzierung dem Sport zugute kommen sollte. Geworden ist es, eine dauerhafte defizitäre Kostenstelle, außerhalb des heimischen Sportbetriebs.

Wettbewerbsnachteil:

Der LRH weist darauf hin, dass bei der Olympiaworld, im Vergleich zu den anderen Veranstaltungsstätten, jedoch ein gewaltiger Wettbewerbsnachteil aufgrund der in Innsbruck zu leistenden Kriegsopferabgabe und die Vergnügungssteuer besteht.

minibleistiftSolange die verantwortlichen Politiker nicht begreifen wollen, dass durch reduzierte Abgaben dadurch mehr Veranstaltungen und daher mehr Einnahmen für die Olympiahalle zu erzielen wären, wird sich hier auch nichts ändern. Deshalb hat dieses Defizit, zwecks verzerrter Darstellung der Sportausgaben im Sportbudget nichts verloren.



banner bobkstbobbahnkstbobbahnDie Anlage wurde auf das Niveau für internationale Veranstaltungen renovierte.
Erforderlicher Deckungsbetrag 2007   982.380 €
Erwirtschaftet  58%  - Abgang  42%

Besitzverhältnis: Stadt Innsbruck und Land Tirol zu je 50%

Mit der Bauphase 2 (Saison 2006/07) wurde die Anlage zeitgerecht für die Rodel WM 2007 abgeschlossen.
Mit der Bauphase 3 (Saison 2011/12) wurde die Generalsanierung zeitgerecht für die 1. Jugend Olympiade abgeschlossen.

Diese Anlage gilt als die modernste Kunsteisbahn Europas:
Sie bietet mit ihren 1.270 Metern Länge und 14 Kurven inklusive dem legendären Kreisel nicht nur internationalen Vereinen und Verbänden als beliebte Trainings- und Wettkampfstätte, sondern auch dem heimischen Sportnachwuchs viereinhalb Monate zur Verfügung.

zollerDie Aussage der Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf als Beteiligungsreferentin des Landes:
„Die Olympia Bob-, Rodel- und Skeletonbahn in Igls ist zudem ein bedeutender Touristischer Faktor, werden durch die Aktivitäten während der Wintermonate immerhin über 12.000 Nächtigungen in der Region generiert„.

minibleistiftWenn es schon "ein bedeutender Touristischer Faktor" ist, dann sollte das Defizit entweder vom Nutznießer subventioniert werden, oder man hört endlich auf, jedes kleine Defizit bei den nicht touristischen Nutznießer-Vereinen, politisch krank zu jammern.

Vorschau auf die internationalen Veranstaltungen nach Abschluss der Generalsanierung in der Saison 2011/12:

2011: Europacup Bob, Weltcup Rodeln, Weltcup Bob/Skeleton, Junioren Weltcup Rodeln.
2012: Europacup Skeleton, Youth Olympic Games, Junioren WM in Bob und Skeleton, Welt Jugend Challenge Rodeln,
          Interservice Meisterschaften British Army.

 
Die Irreführung im Gemeinderat:
GR. Haller (Für Innsbruck) im Gemeinderat am 18.10.2007
Es wurde die Bob- und Rodelbahn angesprochen, über die sehr viel Unwissenheit vorhanden ist. Die Bob- und Rodelbahn ist im laufenden Betrieb durch die Gästebobfahrten kosten deckend und ist nicht das größte Problem.

faktistaberdass diese Bob- und Rodelbahn das größte Defizit mit 414.111 € aller sechs Hauptkostenstellen produzierte. Die Erfahrung aus der Vergangenheit zeigt aber, dass die internationalen Bewerbe für die Olympiaworld noch nie gewinnbringend waren und das Defizit immer wieder die heimischen Vereine belastet haben.
 



banner eisringksteisringksteisringDie seit der Olympiade 1964 bestehende Anlage.
Erforderlicher Deckungsbetrag 2007   264.713 €
Erwirtschaftet  19%  -  Abgang  81%
Besitzverhältnis: Stadt Innsbruck und Land Tirol zu je 50%

Betriebspflicht:
In der Generalvereinbarung zwischen Bund, Land und Stadt vom 25.5.1999 stimmt die Stadt Innsbruck einer Verbücherung der Verpflichtung, den 400 m-Eisring ab 1.1.2000 für die Dauer von 15 Jahren zu betreiben, ausdrücklich zu.

eisschnellaufVom Umsatzerlös über 50.137 € zahlte der österr. Eisschnellauf- verband für den Außeneisring 46.960 € an die Olympiaworld.

Wo sind hier die restlichen Einnahmen verbucht?
Durch den Schul- und Publikumseislauf wird auch eine gewisse Nutzung abseits des Spitzensports erreicht. Nur fehlen hier die Einnahmen aus der gesamten Wintersaison.
faktistdass im Zuge der politischen Gemeinkostenaufteilung, Einnahmen über 20.873 € in den Ausgabenbereich verschoben wurden. Das heißt, aus Einnahmen wurden Ausgaben geschaffen!

 

Die Neuen drei Hauptkostenstellen ab 2004
mit einem Defizitanteil 2007 von 20,6%
defizitneu

 
banner lsckstlandessportzenterkstlandessportzenterSeit Juli 2004 bei der Olympiaworld
Erforderlicher Deckungsbetrag 2007  671.526 €
Erwirtschaftet  74%  -  Abgang  26%

Besitzverhältnis: Land Tirol zu 100%

Zweck des LSC:
Das LSC ist eine vom Land Tirol geschaffene Einrichtung, die hauptsächlich ein Trainingszentrum für Spitzensportler sein soll, aber auch dem Schul- und Freizeitsport angeboten wird.
Den Sportlern im LSC stehen
     ● eine dreigeteilte Sporthalle (26x42 m) mit Tribüne,
     ● ein Trainingshallenbad (sechs 25-m-Bahnen) mit eingebauter Videokamera,

     ● ein Kraftsportraum (26x10 m) und

     ● eine Fechttrainingsanlage
als Sportanlagen zur Verfügung

Weiters befinden sich im LSC eine Sauna, ein Solarium, ein Lehrsaal für ca. 50 Personen, ein Sitzungszimmer für 20 Personen und ein Aufenthaltsraum. Für die Unterbringung der Sportler, Kursteilnehmer und Funktionäre gibt es 33 Zimmer, die bis zu je vier Betten erweiterbar sind.

Verpflichtung der Olympiaworld gegenüber dem Landessportcenter:
Das Landessportcenter Tirol ist seit dem Jahr 2004 in die Olympiaworld integriert, wobei sich die Olympiaworld verpflichtete die bisherigen Ziele des LSC weiterhin im Sinne des Vereinszweckes gerecht zu werden.
Die Olympiaworld hat das LSC stets in gutem und betriebsfähigem Zustand zu erhalten und notwendige Instandhaltungsarbeiten und Reparaturen auf ihre Kosten durchzuführen. Insbesondere hat sie alle Aufwendungen zu tragen, die erforderlich sind, um die Sporteinrichtungen dem jeweiligen Standard für den nationalen und internationalen Leistungs-, Spitzen- und Wettkampfsport zu erhalten.
Das Regulativ für die Festlegung von Gebühren und Vergabe der Räumlichkeiten im Landessportcenter Tirol obliegt nach wie vor dem Verein „Landessportcenter Tirol".

 
Neue Gebühren- und Vergabeordnung beim Landes Sport Center seit 2008:
Im Jahr 2008 wurde vom genanten Verein eine neue Gebühren- und Vergabeordnung beschlossen. Mit dieser im Jahr 2008 in Kraft getretenen Gebühren- und Vergabeordnung wurde u.a. Förderungsmaßnahmen für die Nutzer bzw. Mieter der Räumlichkeiten des LSC (Sporthallen und Wohntrakt) neu bestimmt.

rufezDie alte Tarifabrechnung bis 2007 war verwaltungsintensiv:
Die Gebührenordnung des LSC war bis zum Jahr 2007 sowohl in der Abrechnung mit den Vereinen als auch in der Abwicklung mit den Fördergebern Land Tirol und Stadt Innsbruck aufwendig, verwaltungsintensiv (z.B. wurde auch bei gänzlicher Gebührenbefreiung den Vereinen eine sog. „Nullrechnung" ausgestellt) und damit ineffizient. Deshalb wurde am 21.4.2008 von dem im Fruchtgenussvertrag festgelegten Gremium eine neue Gebührenordnung erlassen, die eine Vereinfachung bei der Tarifabrechnung und Abwicklung beinhaltet.

Fördertarife bei gänzlicher Befreiung:
     ● Tiroler Meisterschaften in der allgemeinen Klasse und in allen Jugendklassen
     ● Landesmeisterschaften der Dachverbände
     ● nationale Länderkämpfe mit Tiroler Auswahlmannschaften
     ● Österreichische Meisterschaften
     ● Training und Wettkämpfe in der jeweiligen Sportstätte von A/B-Liga- Vereinen
     ● Training von Spitzensportlern/A-Kader-Niveau

neuTarifabrechnung ab 2008:
2008 erfolgt eine gänzliche Tarifbefreiung für Vereine, die an der österreichischen A- oder B-Liga teilnehmen. Als Rückvergütung erhält die Olympiaworld von der Stadt Innsbruck 40% und vom Land Tirol 60% der Kosten. Der bisherige sogenannte „Olympiaworld-Rabatt" wurde ersatzlos gestrichen. Es wird keine „Nullrechnung" mehr ausgestellt.
Die Abrechnung der Vereine, Verbände, Sportleistungszentren und Sportschulen mit einer gänzlichen Gebührenbefreiung werden von der Olympiaworld dem Sportamt der Stadt Innsbruck und der Abteilung Sport, Amt der Tiroler Landesregierung, vor den jeweiligen Abrechnungsquartalen zur Genehmigung vorgelegt.


Fördertarife für offizielles Training und Wettkämpfe:
für Tiroler Sportvereine:
     ● Nachlass von 40 % - finanziert zu 30% vom Landessportförderungsfonds und zu 10% von der Stadt Innsbruck

für Tiroler Fachverbände:
     ● Nachlass von 70% - finanziert zu 60% vom Landessportförderungsfonds und zu 10% von der Stadt Innsbruck
     ● Lehrgänge für Tiroler Kader sowie Internationale Veranstaltungen über Ansuchen an den Landessportrat    
     ● Training des Tiroler Fechtverbandes wird pauschaliert

neuTarifabrechnung ab 2008:
Die vom Land Tirol und der Stadt Innsbruck lt. Regulativ geförderten Vereine und Verbände mit Selbstbeihalt erhalten einen sog. „Dauernutzungsrabatt" in der Höhe der bisherigen Förderungen. Die Abrechnung der Förderungen mit dem Land und der Stadt Innsbruck wurde Ersatzlos gestrichen.

 
 


 
 
cashcowowiumsatz0508

Betriebliche Erträge der Olympiaworld:
In den Sportstätten der Olympiaworld trainieren primär Tiroler aber auch zahlreiche ausländische Vereine und Verbände. Seit Jahren besteht die Problematik darin, dass 70% der Olympiaworld-Kunden keine Vollzahler sind. Diesen Sportver- anstaltern werden je nach Sportart differenzierte (was immer das auch heißen mag) Tarife verrechnet. Dies betrifft vor allem die ca. 70 Vereine, die regel- mäßig in den Olympiaworld-Anlagen spielen und trainieren und bei denen nur ein Kostendeckungs- grad zwischen 10% und 30% erzielt werden kann.

Was wurde aufgelistet:
Vom Landesrechnungshof wurden jene 37 von den ca. 70 Vereine und Verbände aufgelistet, bei denen die Gesamtumsätze in den 4 Jahren vom ersten Vollbetriebsjahr 2005 bis 2008 über 10.000 Euro lagen. Die restlichen Vereine und Verbände mit geringeren Umsätzen wurden nicht aufgelistet.
Die Aufgelisteten Umsätze klickhier

Die Politik fördert nicht, sondern missbraucht die Profivereine als „CASH COW":

fcwhcifaktistdass die zwei Profivereine „FC Wacker" und „Die Haie" um 51.000 € mehr bezahlen als die restlichen 35 Vereine und Verbände.
Es wird hier, die von der Politik künstlich in die Höhe getriebenen Infrastrukturkosten, die die zwei Profivereine „FC Wacker" und „Die Haie" der Olympiaworld, der öffentlichen Hand, zahlt und dann über x-fadenscheinige Umwege den Vereinen zurückerstattet wird. Das ist keine Förderung, sondern das ist vielmehr eine verschleierte missbräuchliche Umschichtung von öffentlichen Geldern. Von der öffentlichen Hand, über die Profivereine, wieder zurück zur öffentlichen Hand. Der einzige Zweck dieser Missstände ist, eine manipulierte Bilanzverschleierung der Olympiaworld gegenüber der Öffentlichkeit.

zachBei einer Anfrage „Der Grünen" im Gemeinderat an die Frau BM. Hilde Zach:
Für welche Veranstaltungen wurden in der Olympiaworld verminderte Mieten vereinnahmt, wurde mit folgenden Worten beantwortet.
„Für den gesamten Sportbetrieb (insbesondere FC Wacker Tirol und HCI); auf Vereins- und Verbandsebene derzeit Kostendeckung teilweise zwischen 15 % und 40 %".

minibleistiftZur Aussage, insbesondere FC Wacker Tirol und HCI:
Während man über die größten Defizitbereiche der Olympiaworld den Mantel des Schweigens hüllt, werden über die zwei Profivereine - nicht nur die Medien, sondern auch die Gemeinderäte mit falschen Fakten gefüttert.

 


banner eishalleksteishalleksteishalleSeit August 2004 bei der Olympiaworld.
Deckungsbetrag  788.342 €
Erwirtschaftet 70%  -  Abgang 30%
Besitzverhältnis: Stadt Innsbruck zu 100%


Politiker kommen und gehen und manche hinterlassen Spuren:
Der Ratgeber beim Bau der kleinen Eishalle und der Renovierung der Olympia-Halle, waren die im Jahr 2005 bevorstehende Winter- universiade und die Eishockey A-WM, nicht die Bedürfnisse der heimischen Nachnutzer-Vereine. Für solche internationalen Großveranstaltungen werden eine Trainingshalle und eine große Halle benötigt. Damit beginnt der Kreislauf, da es um Großevents ging, die das Ganze stark mitprägten. Obwohl anlässlich der grundsätzlichen Beschlüsse im Gemeinderat zu den beiden Hallen versprochen wurde, dass mit dem Neubau der Kleinen Eishalle und der Sanierung der Olympia-Eishalle der Energieverbrauch und damit die Energiekosten massiv zurückgehen würden. Die Energiesituation stellte sich nachher völlig anders dar, alleine die Energiemenge erhöhte sich von 2002 mit der alten Olympiahalle und 2005 mit beiden Hallen um 288%.
Energiekonzept wurde nicht umgesetzt:
Obwohl eine Studie mit mehreren Vorschläge eines Energiekonzepts beim Bau der Kleinen Eishalle zugrunde lag und absehbar war, dass die Energiepreise nach oben steigen werden, wurde es aus Kosten- und vor allem aus Zeitgründen (Universiade und Eishockey WM) nicht verwirklicht.

 
GR. Haller (Für Innsbruck) im Gemeinderat Juli 2006 - über die Auslastung der kleinen Eishalle
hallerDie Kleine Eishalle ist zum Beispiel an 270 Tagen (Anm.: da waren es noch 9 Monate) von 7.00 Uhr morgens bis 23.00 Uhr abends im Jahr ausgelastet. Die Kleine Eishalle wird von 30 Eissportvereinen, die zirka 3.500 Mitglieder haben und zusätzlich von vielen Schulen benützt. Die Eishallen werden im Jahr 400.000-mal von den Innsbruckerinnen bzw. Innsbruckern sowie von der Jugend, die den sportlichen Aktivitäten nachkommen, genutzt; sei es Eishockey, Eiskunstlauf, Eisstockschießen, Hobby-Eishockeymannschaften usw.
 




banner stadionksttivoliksttivoliSeit Jänner 2004 bei der Olympiaworld.
Samt Geschäftsflächen, Außenanlagen und Tiefgarage.
Deckungsbetrag  1.478.052 €
Erwirtschaftet  87%  - 
Abgang  13%
Besitzverhältnis: Stadt Innsbruck zu 100%


Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.019.946 €
Seit Februar 2006 war das Tivoli Stadion aufgrund der Aufstockung für die EM 08 eine einzige Baustelle. Die Bauleitung wurde über die ISpA abgewickelt und die Finanzierung übernahm der Bund.
Das wirft natürlich eine Frage auf, worauf begründet sich dieser Betrag über 1.019.946 Euro?
Ist es etwa die Finanzierung für den nachträglichen Einbau der Mini-Leichtathletikanlage am Tivoli Trainingsplatz, der zur Folge hatte, dass aus Platzmangel der Kunstrasenplatz so weit verkleinert werden musste, die für einen Profiverein nicht zulässig sind.

Ohne diesen Betrag hätte das Tivolistadion eine Gewinnausschüttung von 825.755 Euro

Welche Rentabilität braucht ein Profifußballverein:
Für die Rentabilität eines Stadions bedarf es einer möglichst hohen Auslastung, nicht nur um das Stadion an maximal 30 Tagen zu füllen, sondern auch um einen modernen Fußballbetrieb zu ermöglichen, der nicht auf finanzielles Entgegenkommen der öffentlichen Hand angewiesen ist, sondern auf eigenen Füßen stehen kann.

 
bielowski 2echoSpezial zur Eröffnung Tivoli Neu vom 08.09.2000 von Michael Bielowski
Unter dem Titel: Neue Ära
Mit dem „Tivoli Neu" beginnt eine neue Ära im Tiroler Sport:
Ein Sportzentrum der Superlative und ein starkes Wirtschaftsunternehmen.
Als starkes Wirtschaftsunternehmen mit zu erwartender beachtlicher Wertschöpfung wird sich der „Sport- und Freizeitpark" auch in Zukunft rechnen und ein Impuls für die Wirtschaft sein. So rechnet etwa der FC Tirol als Hauptmieter mit einer 25-prozentigen Deckung des Budgets über die Stadion-Vermarktung, etwa über Drehbanden, Restaurant, Fan-Shops. Ökonomisch sehen auch die IspA-Mananger das „Unternehmen Tivoli-Neu" und erwarten einen Jahresumsatz in Millionenhöhe. Nicht zu vergessen ist auch der arbeitspolitische Aspekt: Rund 70 Arbeitsplätze werden geschaffen.

Dem „Tivoli-Neu" gehört meine persönliche und sportliche Begeisterung.
Aber auch als Stadtrat hat dieser attraktive Sportbau meine ungeteilte Zustimmung in jeder meiner drei Funktionen. Als Sportstadtrat sehe ich es als ein Aushängeschild und sportliches Zentrum nicht nur für Tirol, sondern für Österreich. Als Wirtschaftstadtrat erwarte ich bedeutende Synergien zwischen Sport und Wirtschaft, und als Tourismusreferent bin ich überzeugt, dass so manches Schlagerspiel und so mancher Event ein Plus in der Tourismusstatistik bewirken können.

minibleistiftAlles Schall und Rauch - übrig blieb ein politisches Abzocker-Stadion:
Die traurige Entwicklung der auf Jahrzehnte ausgerichteten Infrastruktur mit dem Ergebnis, dass es an 330 Tagen im Jahr ohne Einnahmen geschlossen ist. Es sollte das Prestigeobjekt als Veranstaltungsarena ersten Ranges im Westen Österreichs werden. So sehr sich die Politik mit der Fußball EURO-08 im Rampenlicht von Großveranstaltungen sonnte, mokiert sie sich in den Jahren danach. Mittlerweile droht dem Tivoli-Stadion, das internationale Abstellgleis. Bei den für Länderspiele in Frage kommenden österreichischer Fußballstadien, ist das Innsbrucker Tivoli Schlusslicht, höchstens für Drittklassige Freundschaftsspiele geeignet. Wobei für diese Entwicklung die Zusammenarbeit zwischen Österreichs Fußballbund, hiesigen Behörden und der Olympiaworld das Seinige dazu beitrug.
 
 

 
Besitzverhältnisse Tivoli Stadion:
Ist die Innsbrucker Sport Anlagen Errichtungs- und Verwertungs GmbH (ISpA) eine 100%ige Tochtergesellschaft der Stadt Innsbruck.

Fruchtnießung zwischen ISpA GmbH und der OSVI (Olympia World Innsbruck) ab 1.1.2004
Mit Datum 19.12.2003 wurde ein Fruchtgenussvertrag zwischen der ISpA GmbH als Fruchtgenussbestellerin einerseits und der OSVI als Fruchtnießerin andererseits und unter Beitritt der Stadtgemeinde Innsbruck abgeschlossen. Gegenstand dieses Vertrages sind das Tivoli Neu samt Neben- und Betriebsanlagen sowie das Inventar. Das Fruchtgenussrecht wurde der OSVI mit Wirksamkeit 1.1.2004 eingeräumt und auf unbestimmte Dauer bestellt. Mit Inkrafttreten dieses Vertrages ist der Geschäftsbesorgungsvertrag vom 21.12.2000, sowie die Vereinbarung vom 29.1.2002 (betreffend Nebenspielfelder und verschiedene Lagerräumlichkeiten) einvernehmlich aufgelöst worden.
Als Fruchtgenussentgelt für die übertragenen Liegenschaften und Anlagen ist von der OSVI ein jährlicher Betrag von 263.475 € zu entrichten.
Auf Basis der vorher beschriebenen Fruchtgenussverträge mit den Vertragspartnern Stadt Innsbruck, Innsbrucker Sportanlagen Errichtungs- und Verwertungs GmbH sowie Land Tirol betreibt die OSVI die Anlagen und Einrichtungen für Sport- und Veranstaltungszwecke.
Das Eigentum an den Liegenschaften bleibt durch die Fruchtnießung jedoch unberührt.

Eingliederung der ISpA GmbH in die Innsbrucker Immobilien GmbH & CO KG (IIG)
Der Stadtsenat beschloss in seiner Sitzung am 21. Oktober 2009 einstimmig, die Aufgaben der ISpA an den IIG-Geschäftsführer zu übertragen und den Aufsichtsrat der ISpA aufzulösen. Diese Agenden des Tivoli-Stadion werden zukünftig vom IIG-Aufsichtrat mitbetreut.

 

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