Die Olympiaworld Innsbruck - Das Heiligtum des Dr. Herwig van Staa:
Vorschläge, Anregungen, ganz zu schweigen von Kritik über die OW waren tabu. Altobmann Stocker allerdings hielt nicht den Mund. Vereinbarte Termine wurden unter fadenscheinigen Argumenten nicht eingehalten, Diskussionen im Keim erstickt. Eines Landeshauptmannes unwürdige Verhaltensweisen (nur unter vier Augen, keine schriftlichen Zusagen) waren die Regel. Stocker aber gab nicht nach. Dafür wurde er von der Politik eiskalt abmontiert.
Seit dem Abgang von Gerhard Stocker wird von Vereinsseite brav geschwiegen und stillschweigend alles geschluckt.
Warum Gerhard Stocker nicht ruhig blieb und immer wieder auf Misstände hinwies sehen Sie hier:

Den Vereinen bleiben die Kosten für etwaige Meisterschaftsbewerbe - doch diese sind für den OW- Geschäftsführer alles andere als überzogen: „Die Haie zahlen für ein Meisterschaftsspiel 1.700,- Euro - alles inklusive, außer Ordnern und Sicherheit. Auch der Wacker zahlt pro Spiel nur 4.800,- Euro an Miete und Reinigung - über das gesamte Jahr ergeben sich für den Bundesligisten insgesamt 170.000,- Euro an Netto-Kosten für das Tivoli", stellt Bielowski klar.![]()
Da es im Jahr nicht 36, sondern nur 18 Heimspiele sind ergeben sich hier zwei Möglichkeiten:
1. Es sind bei € 4.800,-- pro Spiel, nicht € 170.000,-- sondern € 86.400,-- über das gesamte Jahr.
2. Es sind bei € 170.000,-- im Jahr nicht € 4.800,--, sondern € 9.444,-- pro Spiel.
Es entsprechen alle zwei Varianten nicht der Realität.![]()
Der FC Wacker zahlte in der Spielsaison 2006/07 für 18 Spiele ohne Trainingsplätze und Büroräume an die OWI


Hier werden die Kostenstellen - Ergebnisse zweier gültiger Tabellen aus 2007 gegenübergestellt.
Die Eigentümervertreter haben die Aufgabe, die Betriebsziele zu definieren und die Geschäftsführung so zu unterstützen, dass diese Betriebsziele erreicht werden können. Weiters haben sie die Pflicht die Olympia World zu kontrollieren und nicht Controlling zu betreiben, heißt die Olympia World zu steuern, denn die Politik war noch nie ein erfolgreicher Unternehmer.
Daher ist es die alleinige Aufgabe der Fachleute in der Olympia World eine ehrliche und transparente nachvollziehbare Kostenträgerrechnung zu erstellen.
Womit sich wieder die Frage stellt, gibt es solche Fachleute in der Olympia World?
1.) Umsatzerlöse und sonstige Erträge:
Bei der Tabelle 2 scheint bei der Kleinen Eishalle ein um € 17.178,-- und beim Außeneisring ein um € 20.873,-- geringerer Umsatzerlös auf als bei Tabelle 1.
2.) Erträge:
Dadurch vermindert sich hier bei den Gesamterträgen in Tabelle 2 der Betrag um € 37.951,--
3.) Materialaufwand:
Bei der Tabelle 2 scheint
bei der Olympiahalle ein um........€ 94.729,--
bei der kleinen Eishalle ein um....€ 189.458,-- und
beim Außeneisring ein um..........€ 189.458,-- geringerer Betrag auf als bei Tabelle 1
4.) Aufwendungen:
Bei der Tabelle 2 scheint daher ein um € 473.647,-- verminderter Materialaufwand als bei Tabelle 1
5.) Ergebnis direkt zuordenbar:
Bei Tabelle 2:
bei der Olympiahalle wurde aus einem Minus von.......€ - 64.241,-- ein Plus von € 30.487,--
bei der kleinen Eishalle wurde aus einem Minus von...€ - 10.945,-- ein Plus von € 161.434,--
beim Außeneisring wurde aus einem Minus von.........€ - 174.114,-- ein Minus von € - 5.531,--
Bei der Tabelle 2 scheint daher als direkt zuordenbarer Gesamtbetrag nur mehr ein Minus von € - 146.543,-- gegenüber Tabelle 1 von Minus € - 582.235,-- auf.
6.) Gemeinkostenumlage:
Gemeinkosten sind nicht direkt zuordbare Kosten und sollten daher wegen der Kostenwahrheit so gering als möglich gehalten werden.
Je höher die nicht direkt zuordbaren Kosten sind, desto ungenauer die Kostenwahrheit.
Anscheinend war den Gesellschafter dern betriebswirtschaftliche Schlüssel zur Aufteilung zu gering.
Bei der Tabelle 2 erhöhte sich durch die Umschichtungen der Betrag um € 435.696,-- auf € 1.461.555,--
Bei einem Betrag von € 1.461.555,-- sind natürlich Kostenmanipulationen zwischen den einzelnen Kostenstellenbereichen Tür und Tor geöffnet.
Es ist mir unverständlich, dass seit dem Jahr 2004 nach stattgefundener Erweiterung des Geschäftsbereiches auf 6 Kostenstellenbereiche, bei der OSVI nach 5 Jahren noch immer nicht mit einer professionellen Management Software gearbeitet wird. So etwas wäre in der Privatwirtschaft undenkbar, dies kann sich nur ein politischer Betrieb mit Monopolstatus leisten.
Spalte Tivoli Neu:
Sonstige betriebliche Aufwendungen € 1.019.946.--
Das wirft hier natürlich eine Frage auf, worauf begründet sich dieser Betrag?
Zur Erinnerung:
2007 war das Tivoli Stadion aufgrund der Aufstockung für die EM 08 eine einzige Baustelle.
Die Bauleitung wurde über die ISpA abgewickelt und die Finanzierung übernahm der Bund.
Ohne diesen Betrag hätte das Tivoli Neu eine Gewinnausschüttung von € 825.755.-- ......
Man sieht hier schon beim Lesen und ohne Nachberechnung, dass bei einer Prozentaufteilung von 30% und 60% niemals ein Umsatzerlös von 70% erzielt werden kann.
Wenn zu gleichen Teilen mit 30% und 60% der Umsatzerlös erreicht wird, dann können es nur
(30 + 60) / 2 = 45% und nicht 70% wie in der Kostenstellentabelle ausgewiesen wurde, erreicht werden.

Da aus dem Text vom Landesrechnungshof nicht hervorgeht, ob bei Umsatzerlöse fixe Einnahmen von Vermietungen, Werbeeinnahmen ect. enthalten sind, wurden solche auch nicht vor der Tarifberechnung abgezogen.
Diese Beispielberechnungen sollen eigentlich nur veranschaulichen, dass man nicht mit Hausnummern Kostenberechnungen durchführen kann.

Erklärung der Zusammenfassung:
Variante A - 30% und 60%
Diese Variante entspricht dem Rechnungshofbericht. Aufgrund der Kontrollrechnung muss man zu dem Schluss kommen, dass entweder die Prozentaufteilung oder die Beträge nicht stimmen.
Hier sieht man bereits, dass schon das Gesamtdefizit beim Betrag der OWI von € 235.000,-- niedere ist, als der zu subventionierende Aufpreis von 30% auf 70% aufweist, daher kann der Tarif von Hälfteanteil B nicht unter 100% sondern nur darüber liegen.
Variante B - 30% und 100%
Durch die Variante B wird eine annähernde Kostendeckung erreicht, allerdings ist beim Hälfteanteil B der Tarif ein 100%iger und nicht ein 60% Tarif.
Variante C - 30% und 110%
Hier wird von den ursprünglich 70% Subvention bei Hälfteanteil A nur mit 60% abgedeckt und dafür beim Hälfteanteil B mit einem 110% Tarif gerechnet.
Dadurch würde die Kostenaufteilung der OWI annähernd erreicht werden.
Variante D - 30% und 170%
Hier wird der Hälfteanteil A nicht subventioniert, sondern der Hälfteanteil B mit 170% Tarifen verrechnet, wobei 70% davon für die Abdeckung des Defizits des Hälfteanteils A verwendet wird.
Fazit:
Nach Darstellung dieser vier Varianten stellt sich die Frage:
Wie wird eigentlich der kostendeckende Tarif eines Profivereins nun tatsächlich berechnet?
Es wird bei jeder Kostenstelle Defizite geben, schon alleine durch die 20% - 30% Tarifverrechnung, aber dadurch dürfte sicher nicht der 100%ige Tarif beim Profiverein erhöht werden.
Denn das Defizit vom Publikumseislauf beträgt alleine schon vom 100% Tarif eine 76%ige Subventionierung.
Bei den Amateuren oder Nachwuchsmannschaften beträgt die Subventionierung zwischen 70% - 80% .
Es kann nur einen 100%igen Tarif je Kostenstelle für Heimverreine geben, es kann nicht sein, dass die heimischen Profivereine zur Subventionierung der 20% - 30% Tarife herangezogen werden, denn das ist Aufgabe der öffentlichen Hand.
Auch die Politiker aller Parteien haben es in der Zwischenzeit begriffen, dass der Breitensport den Spitzensport benötigt.
Nur bei der Olympia World wird augenscheinlich der Spitzensport zur Subventionierung des Breitensports verwendet.
Man kann natürlich solange sagen, dass der Profiverein keinen kostendeckenden Tarif bezahlt, bis die Kostenstelle kein Defizit durch die 20% - 30% Tarife aufweist, sowie bei Variante D dargestellt.

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